Präsentation der Studie "Berlin Paris-konform machen" auf den Berliner Energietagen

Prof. Bernd Hirschl präsentierte auf den virtuellen Berliner Energietagen 2021 aktuelle Auszüge aus der noch nicht veröffentlichten Studie für das Land Berlin. In der Studie werden die bisherigen Berliner Klimaschutzszenarien an die Anforderungen des Pariser Übereinkommens angepasst und hierfür Strategie- und Maßnahmenempfehlungen abgeleitet.

Die Präsentation fand im Rahmen der übergreifenden Veranstaltung "Klimaschutz in Berlin" im Rahmen eines gut besuchten Workshops statt. Prof. Hirschl zeigte zunächst die aktuellen CO2-Entwicklungen in Berlin auf, die klar zeigen, dass Berlin gegenwärtig nicht auf Kurs Klimaneutralität ist. Auch die Rückgange des Jahres 2020 (ohne den Corona-Sondereffekt) sind primär auf bundesweite Effekte wie den Rückgang der Kohleverstromung oder den Anstieg erneuerbarer Energien im Strommix zurückzuführen, und nicht auf Berliner Klimaschutzeffekte. Für die Ermittlung der Szenarien wurde ein neuer, restriktionsbasierter Ansatz gewählt: Es wurde zunächst ein Langfristszenario für 2050 erstellt, dann wurden zentrale, limitierende Faktoren in allen Handlungsfeldern identifiziert, die einem deutlich schnelleren Erreichen der Klimaneutralität bis 2030 im Wege stehen - und die daher auch prioritär politisch zu adressieren sind. Im Ergebnis zeigt sich, dass Klimaneutralität im Sinne von mindestens -95% CO2-Emissionen gegenüber 1990 bis 2030 in Berlin nahezu ausgeschlossen, bis 2040 kaum, aber vor 2050 ist durchaus erreichbar erscheint. Das Szenario für 2030 erreicht mit sehr hohen Anstrengungen bis 2030 eine CO2--REduktion in Höhe von -65% nach Quellenbilanz - aber nur dann, wenn auch bundesweit eine deutlich ambitioniertere Umsetzung erfolgt (z.B. Kohleausstieg 2030). Kurz- bis mittelfristig stehen dem Erreichen der Klimaneutralität zu viele limitierende Faktoren im Weg, die nicht alle gleichzeitig beseitigt werden können – aber politisch adressiert werden müssen. Dies ist auch der zentrale politische Hebel: eine Klima-Governance-Architektur, die Klimaschutz in allen Sektoren und Ressorts hoch priorisiert und Probleme aktiv beseitigt. Die Studie formuliert hierzu eine Vielzahl übergreifender und handlungsfeldspezifischer Vorschläge, die als ein Update der mittlerweile 6 Jahre alten Vorschläge des damaligen Endberichts zu verstehen sind: 2015 hatte ein Projektteam unter Leitung von Prof. Hirschl über 100 Maßnahmen für ein Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm empfohlen, die dann von der neuen Regierung 2018 weitgehend übernommen wurden. Mit den aktuell neu formulierten rund 50 Maßnahmen soll die Berliner Klimaschutzpolitik nun auf den Weg zur Paris-konformen Klimaneutralität gebracht werden. Dabei reflektiert die Vielzahl der Maßnahmen erneut die erforderliche Breite und Tiefe sowie die Kleinteiligkeit, die für das Erreichen der Klimaneutralität nötig ist. Die Studie wird voraussichtlich im Juni 2021 veröffentlicht werden. 

Kontakt

Prof. Dr. phil. Bernd Hirschl
Management regionaler Energieversorgungsstrukturen
T +49 (0) 3573 85-534
bernd.hirschl(at)b-tu.de

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