Die altersgerechte Stadt
Was ist eine altersgerechte und gesundheitsfördernde Stadt?
Eine altersgerechte und gesundheitsfördernde Stadt zeichnet sich für mich durch den Abbau von Barrieren und die kontinuierliche Anpassung der städtischen Struktur an die sich verändernden Bedarfe älterer Menschen aus. Neben der Barrierefreiheit sind auch gesundheitsfördernde Elemente wie Grünräume, kurze Wege, Bewegungsangebote sowie soziale und gemeinschaftliche Aktivitäten wichtig.
Für mich war es wichtig, meine Bachelorarbeit einem Thema zu widmen, welches in Zukunft an Bedeutung zunimmt. Neben dem Klimawandel gilt der demografische Wandel als Krise, mit der Städte konfrontiert werden. Spannend daran ist, dass die Stadtplanung eine bedeutende Rolle einnimmt, um die Lebensqualität der Bürger*innen zu sichern. Auch welchen Einfluss die städtische Struktur auf die Gesundheit hat, war für mich interessant. Die Gesundheit ist besonders für vulnerable Personen wie Ältere wichtig, weshalb ich mich neben der altersgerechten Gestaltung noch mit der Gesundheitsförderung auseinandergesetzt habe.
Was bedeutet das Alter für Sie ganz persönlich?
Als junger Mensch nehme ich das Altern bisher wenig wahr und bin nicht anfällig gegenüber Barrieren. Im Rahmen meiner Arbeit konnte ich Einblicke gewinnen, wie es sich für ältere Menschen anfühlt. Viele sind körperlich eingeschränkt und fühlen sich allein. Die Vorstellung, im Alter eingeschränkt zu sein, ist sehr beängstigend. Umso schöner ist die Möglichkeit, durch die Stadtplanung das Leben im Alter fördern und den Zusammenhalt stärken zu können.
Wie sind Sie zu Ihrem Studium im Studiengang Stadtplanung und Städtebau in Cottbus gekommen?
Auf den Studiengang Stadtplanung und Städtebau bin ich durch Zufall im Internet gestoßen. Ich wusste bereits vorher, dass ich etwas mit Architektur oder Wohnungswirtschaft studieren möchte. Im Internet wurde der Studiengang Stadtplanung vorgestellt, und ich habe mich dafür entschieden. Als ich mir die Standorte in Deutschland angesehen habe, bin ich wegen der guten Bewertung und der Nähe zu meiner Heimat auf die BTU gestoßen. In den drei Jahren Studium habe ich sehr viele Erfahrungen sammeln können. Dabei waren für mich insbesondere die Projekte und Exkursionen in andere Städte interessant. Für mich war die Vorstellung, neue Räume für die Menschen vor Ort zu schaffen, sehr spannend.