Drei neue Perspektiven für den Strukturwandel – die Profillinienreferent*innen im Interview

Interdisziplinär, vernetzt, zukunftsorientiert: Seit Februar ist das Strukturwandelreferat der BTU komplett. Mit Dr. Jessica Wilde, Dr. Petra Henrich-Noack und Dr. Tobias Steinmetzer gewinnt das Team nicht nur fachliche Vielfalt, sondern auch umfangreiche Erfahrung in Wissenschaftsmanagement und interdisziplinärer Zusammenarbeit.

Frau Dr. Wilde, Frau Dr. Henrich-Noack, Herr Dr. Steinmetzer – welche Hintergründe bringen Sie mit an die BTU?

Dr. Jessica Wilde: Ich komme aus der Allgemeinen Soziologie mit Schwerpunkten in der Stadt-, Raum- und Techniksoziologie. Nach Stationen an der Philipps-Universität Marburg und zuletzt als Postdoc an der Leuphana Universität Lüneburg habe ich auch im Projektmanagement in der Stadtentwicklung gearbeitet. Diese Verbindung von Wissenschaft und Praxis prägt meinen Blick bis heute.

Dr. Petra Henrich-Noack: Mein Weg begann in der Pharmazie, gefolgt von einer Promotion in Neuropharmakologie. Danach war ich in Forschung und Wissenschaftsmanagement im In- und Ausland tätig, insbesondere in den Neurowissenschaften und der Digitalisierung in der Medizin.

Dr. Tobias Steinmetzer: Ich bin Informatiker und habe mich in meiner Promotion mit KI-gestützter Klassifikation von Parkinson-Stadien beschäftigt. Auch danach war ich an der BTU in verschiedenen interdisziplinären Forschungsprojekten tätig, insbesondere an der Schnittstelle von Informatik und Medizin.

Was sind Ihre zentralen Aufgaben als Profillinienreferent*innen?

Wilde: Ich sehe meine Rolle vor allem darin, Verbindungen sichtbar zu machen – zwischen Themen, Disziplinen und Menschen. Es geht darum, Formate und Strukturen zu schaffen, die interdisziplinäre Zusammenarbeit ermöglichen.

Henrich-Noack: Für mich steht im Mittelpunkt, Forschende zusammenzubringen, Kooperationen zu fördern und neue Fördermöglichkeiten zu erschließen. Gleichzeitig möchte ich Freiräume schaffen, damit innovative Ideen entstehen können, auch mit externen Partnern, wie z.B. der der MUL-CT.

Steinmetzer: Ich unterstütze aktuell vor allem beim Aufbau von Kooperationen und bei der Entwicklung gemeinsamer Projekte. Dazu gehören auch Netzwerkarbeit und die Vorbereitung von Förderanträgen.

Was hat Sie besonders an dieser Position gereizt?

Wilde: Die Möglichkeit, Transformation nicht nur theoretisch zu betrachten, sondern konkret in der Lausitz mitzugestalten, finde ich besonders spannend – ebenso wie die interdisziplinäre Zusammenarbeit.

Henrich-Noack: Mich motiviert vor allem, Wissenschaft aktiv zu unterstützen und gemeinsam mit Forschenden Ideen voranzubringen. Dabei auch kreative Lösungen zu entwickeln, macht für mich den Reiz aus.

Steinmetzer: Ich wollte bewusst über die klassische Forschung hinausgehen. Die Vielfalt der Themen und die Möglichkeit, neue Projektideen zu begleiten, haben mich sofort angesprochen.

Welche Erfahrungen bringen Sie in Ihre neue Rolle ein?

Wilde: Ich habe gelernt, mit unterschiedlichen Akteursgruppen zu arbeiten und Schnittstellen aktiv zu gestalten – genau das ist auch hier entscheidend.

Henrich-Noack: Neben meiner Begeisterung für Wissenschaft bringe ich Erfahrung und Einblicke aus Hochschule, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Unternehmen mit. 

Steinmetzer: Durch meine interdisziplinäre Arbeit kann ich gut zwischen verschiedenen Fachbereichen vermitteln und neue Verbindungen schaffen.

Worum geht es in Ihren Profillinien – und welche Themen sind Ihnen besonders wichtig?

Wilde: In der Profillinie „Globaler Wandel und Transformationsprozesse“ geht es um die Veränderung von Räumen – von Städten bis zu globalen Zusammenhängen. Besonders spannend finde ich die Verbindung von ökologischen, sozialen und technologischen Perspektiven.

Henrich-Noack: Unsere Profillinie „Gesundheit und Life Science“ beschäftigt sich unter anderem mit digitaler Gesundheitsvorsorge, Biomedizin und neuen Wirkstoffen. Mir ist wichtig, hier neue Chancen für Forschung und Transfer zu schaffen.

Steinmetzer: Die Profillinie „Sensorik und KI“ bündelt Kompetenzen in Mikroelektronik und Informatik und unterstützt andere Bereiche als Querschnittsprofil. Diese Vernetzung ist ein zentraler Baustein für Innovation.

Gibt es etwas Persönliches, das Sie noch teilen möchten?

Wilde: Ich freue mich besonders darauf, gemeinsam mit anderen neue Ideen zu entwickeln und Dinge möglich zu machen.

Henrich-Noack: Neben der Arbeit hoffe ich, in der Lausitz auch gute Bedingungen fürs Stand-up-Paddling zu finden.

Steinmetzer: Ich habe einen starken Bezug zur Region, komme ursprünglich aus Finsterwalde und freue mich, nun hier weiter an ihrer Entwicklung mitzuwirken.

Mit ihren unterschiedlichen Perspektiven und einem gemeinsamen Verständnis von Zusammenarbeit setzen die drei neuen Referent*innen wichtige Impulse für die Weiterentwicklung der Profillinien – und damit für den Strukturwandel in der Lausitz.

Kontakt

Dr. rer. pol. Johannes Staemmler
Referat Strukturwandel
T +49 (0) 355 69-3846
johannes.staemmler(at)b-tu.de
Das Strukturwandelreferat der BTU: Dr. Johannes Staemmler, Janina Biell, Dr. Petra Heinrich-Noack, Carmen Petke, Dr. Jessica Wilde, Dr. Tobias Steinmetzer, abwesend: Karl Hosang