Wissenschaft, Applaus und ein volles Kino beim 5. Brandenburger Science Slam in Spremberg

Am 12. Juni wurde das Spreekino Spremberg zur Bühne für unterhaltsame Wissenschaft: Beim 5. Brandenburger Science Slam präsentierten sechs Slammende ihre Themen vor knapp 150 Gästen. Den Sieg holte Rudy Cepeda Gomez vom DLR Institut für Elektrifizierte Luftfahrtantriebe.

Am 12. Juni fand der 5. Brandenburger Science Slam im Spreekino Spremberg statt. Die Präsenzstelle Spremberg durfte knapp 150 Gäste begrüßen. Damit war das Kino nahezu komplett besucht und bot die passende Kulisse für einen Abend, an dem Wissenschaft verständlich, kreativ und mit viel Humor auf die Bühne gebracht wurde.

Bei einem Science Slam präsentieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Forschung oder wissenschaftliche Themen innerhalb von zehn Minuten möglichst anschaulich, unterhaltsam und humorvoll. Am Ende entscheidet das Publikum, welcher Beitrag den Abend gewinnt.

Insgesamt sechs Slammende präsentierten ihre Themen auf der Bühne. 

Rudy Cepeda Gomez vom DLR Institut für Elektrifizierte Luftfahrtantriebe überzeugte das Publikum mit seinem Slam „Wie der Strom das Fliegen lernt“ und wurde zum Sieger des Abends gewählt. In seinem Beitrag ging es darum, wie Flugzeuge künftig elektrisch angetrieben werden können und welche Herausforderungen und Chancen mit dieser Entwicklung verbunden sind.

Den zweiten Platz belegte Christoph Abels von der Universität Potsdam mit seinem Slam „Dr. Chat empfängt Sie jetzt“. Er zeigte, warum es problematisch sein kann, bei Krankheiten oder gesundheitlichen Unsicherheiten lieber ChatGPT zu fragen, statt ärztlichen oder pharmazeutischen Rat einzuholen. Dabei machte er deutlich, dass KI-Systeme dazu neigen können, Antworten zu geben, die Fragestellende hören möchten, statt sie kritisch einzuordnen.

Auf dem dritten Platz landete Robin Jost vom Mittelstand-Digital Zentrum Spreeland mit seinem Slam „ChatGPT, nur halt für YouTube“. Er stellte seine selbstgeschriebene KI-Anwendung TubeVault vor, mit der YouTube-Videos gezielt durchsucht werden können. Die Anwendung findet passende Videostellen, zeigt genaue Zeitstempel an und transkribiert die Inhalte. Anhand selbst ausgewählter Beispiele zu geometrischen Naturphänomenen zeigte Robin Jost, wie TubeVault dabei helfen kann, relevante Aussagen in Videos schneller auffindbar und überprüfbar zu machen.

Auch die weiteren Beiträge sorgten für spannende Einblicke in ganz unterschiedliche Themenfelder. 

Alexander Leymann vom Bundesamt für Strahlenschutz präsentierte seinen Slam „Wenn Zeit, Raum und Teilchen die Rollen tauschen: Symmetrien in Jongliermustern und Quantenfeldtheorien“. Marten Klein vom Energie-Innovationszentrum stellte seinen Beitrag „Von der Quadratur des Butterkeks‘ zu Lasten des PV-Moduls“ vor. Martin Reifarth von der Universität Potsdam nahm das Publikum mit seinem Slam „Zuckersüße Zelltattoos“ mit in die Welt der Zellforschung.

Der Abend zeigte eindrucksvoll, wie vielfältig Wissenschaft sein kann und wie gut komplexe Themen beim Publikum ankommen, wenn sie mit Kreativität, Humor und Begeisterung vermittelt werden. Durch den Abend führte Moderatorin Kaddi Cutz, die das Publikum und die Slammenden mit viel Energie und Charme begleitete. Für die musikalische Gestaltung sorgte das PFFF Jazz Collective und schuf damit den passenden Rahmen zwischen den wissenschaftlichen Beiträgen. Fotografisch begleitet wurde die Veranstaltung von Sascha Thor, die Videoaufnahmen übernahm Justins Studio.

Die Präsenzstelle Spremberg freut sich schon auf das nächste Jahr, wenn es wieder heißt: Bühne frei für die Wissenschaft!

Kontakt

Linda Urban
HVP S 4 Präsenzstellen
T +49 (0) 3563 5942712
urbanli1(at)b-tu.de
Siegerehrung vom 5. Brandenburger Science Slam im Spreekino Spremberg