Visionen für eine deutsch-polnische Gesundheitsregion

Das Projekt AGEPOL zielt darauf, Grundlagen einer deutsch-polnischen Gesundheitsregion zu entwickeln. Zentral ist die Frage, wie Gesundheit, Teilhabe und Lebensqualität älterer Menschen im grenzüberschreitenden Raum nachhaltig gestärkt werden können.

Am 26.06. und am 16.07.2026 fanden die ersten zwei von drei deutsch-polnischen Vernetzungskonferenzen statt. Ziel des gemeinsam vom Deutsch-Polnischen Gesundheits- und Sozialverband e.V. (DPGSV) und dem Fachgebiet Soziale Dienstleistungen für strukturschwache Regionen umgesetzten Werkstattprojekts AGEPOL ist es, Akteure aus Kommunen, Sozialwirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammenzubringen und Visionen für eine deutsch-polnische Gesundheitsregion zu entwickeln.

Ausgangspunkt ist die Frage, wie Gesundheitsversorgung, soziale Teilhabe und Lebensqualität älterer Menschen im deutsch-polnischen Verflechtungsraum entlang von Oder und Neiße nachhaltig verbessert werden können.

In Workshops zu Themen wie Einsamkeit, Soziale Teilhabe, Pflege und medizinische Versorgung im Grenzraum identifizierten die Teilnehmenden grundlegende Bedarfe für gutes Leben im Alter. Die demografische Entwicklung, Fachkräftemangel oder knappe kommunale Kassen sind dabei geteilte Herausforderungen auf deutscher wie auf polnischer Seite. Doch die sozialen und medizinischen Versorgungssysteme funktionieren sehr unterschiedlich. Hier braucht es viel mehr wechselseitiges Wissen und Verständnis. Auf beiden Seiten der Grenze gibt es auch zahlreiche Beispiele und Initiativen, die gut funktionieren und von denen sich lernen lässt.

Für eine deutsch-polnische Gesundheitsregion braucht es Ideen, engagierte Menschen und tragfähige Strukturen. „Indem wir angehende Fachkräfte bereits im Studium an diese Fragen heranführen und für grenzüberschreitende Zusammenarbeit sensibilisieren, bilden wir Fachkräfte von morgen aus, die dazu beitragen, diese Vision mit Leben zu füllen“, so Prof. Dr. Alexandra Retkowski.

Die dritte Vernetzungskonferenz (Infos und Anmeldung) findet am 27.08.2026 in der Region Görlitz statt.

Weitere Informationen zum Projekt AGEPOL

 

Kontakt

Prof. Dr. disc.pol. Alexandra Retkowski
Soziale Dienstleistungen für strukturschwache Regionen
T +49 (0) 355 5818-751
alexandra.retkowski(at)b-tu.de

Kirsten von der Heiden
Teilnehmende der ersten Regionalkonferenz in Zielona Góra © F. Heinze
Teilnehmendenregistrierung, Witnica (PL) © F. Heinze
Projektpräsentation: Gemeindepartnerschaften als Grundlage für grenzüberschreitende Gesundheits- und Sozialangebote, Witnica © F. Heinze