BTU und National University of Pharmacy vertiefen wissenschaftliche Zusammenarbeit
Das Institut für Gesundheit der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus–Senftenberg (BTU) hat seine wissenschaftliche Zusammenarbeit mit der ukrainischen National University of Pharmacy (NUPh) weiter vertieft. Auf Einladung von Prof. Dr. Sven Michel, Leiter des Fachgebiets Therapiewissenschaften II, absolvierte Prof. Dr. Volodymyr Malyi einen mehrtägigen Arbeitsbesuch am Campus Senftenberg. Malyi leitet das Department of Management, Marketing and Quality Assurance der National University of Pharmacy und zählt zu den profilierten Wissenschaftlern der Universität.
Der Besuch knüpfte an die in den vergangenen Jahren aufgebauten wissenschaftlichen Kontakte zwischen der BTU und mehreren Hochschulen der Region Charkiw an. Seit Beginn des russischen Angriffskrieges engagiert sich Prof. Michel für den Erhalt dieser Beziehungen. Gemeinsam mit Prof. Dr. Abbas Kaafarani, libanesischstämmigem Vizerektor der Kharkiv Medical Academy of Postgraduate Education, entstand ein belastbares Netzwerk zwischen Hochschulen der Region und dem Institut für Gesundheit der BTU.
Mit mehr als 30 Hochschulen zählt die Region Charkiw zu den bedeutendsten Hochschul- und Wissenschaftsstandorten der Ukraine. Trotz der anhaltenden Kriegsbelastung setzen die Universitäten ihre Lehr- und Forschungsarbeit fort und bauen ihre internationalen Partnerschaften kontinuierlich aus. Der Arbeitsbesuch von Prof. Malyi bildete zugleich einen wichtigen Vorbereitungsschritt für einen geplanten Delegationsbesuch aus der Hochschulregion Charkiw. In den kommenden Monaten werden Rektorinnen und Rektoren, Vizerektorinnen und Vizerektoren mehrerer Universitäten gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des ukrainischen Gesundheitsministeriums, weiterer staatlicher Einrichtungen sowie politischen Entscheidungsträgern zu Gesprächen nach Deutschland reisen. Ziel ist es, die begonnenen Kooperationen zu vertiefen, neue wissenschaftliche Partnerschaften aufzubauen und gemeinsame Projekte in Forschung, akademischer Ausbildung und Wissenstransfer auf den Weg zu bringen.
Im Mittelpunkt des Arbeitsbesuchs stand das Forschungs- und Lehrprofil des Fachgebiets Therapiewissenschaften II. Vorgestellt wurden aktuelle Forschungsarbeiten zur sensorgestützten Therapie, digitale Verfahren der Bewegungsanalyse sowie deren Integration in Forschung und akademische Ausbildung. Darüber hinaus wurden die Studienstrukturen beider Hochschulen verglichen und Möglichkeiten gemeinsamer Lehrveranstaltungen, wissenschaftlicher Publikationen sowie des Austauschs von Studierenden und wissenschaftlichem Nachwuchs erörtert.
„Unsere Studienkonzepte weisen in vielen Bereichen bemerkenswerte Gemeinsamkeiten auf. Das schafft hervorragende Voraussetzungen, wissenschaftliche Kompetenzen zu bündeln und gemeinsam neue Impulse für Forschung, akademische Ausbildung und den Transfer innovativer Technologien in die Gesundheitsversorgung zu entwickeln“, erklärt Prof. Dr. Sven Michel.
Prof. Malyi zeigte sich insbesondere von der wissenschaftlichen Ausrichtung des Fachgebiets Therapiewissenschaften II beeindruckt. Die Verbindung innovativer Sensortechnologien mit evidenzbasierter Therapie sowie deren konsequente Einbindung in Forschung und akademische Ausbildung eröffne hervorragende Anknüpfungspunkte für gemeinsame wissenschaftliche Projekte und die Weiterentwicklung universitärer Studienkonzepte.
Auch die National University of Pharmacy berichtet auf ihrer Internetseite ausführlich über den Arbeitsbesuch an der BTU und hebt ihn als wichtigen Schritt zur Vertiefung der Zusammenarbeit hervor. Im Mittelpunkt stehen dabei der Ausbau gemeinsamer Forschungsaktivitäten, internationaler Bildungsprojekte und des wissenschaftlichen Austauschs.
Mit dem Besuch von Prof. Malyi wurden die bestehenden Kontakte zwischen dem Institut für Gesundheit der BTU und der National University of Pharmacy weiter ausgebaut und konkrete Vorhaben für die zukünftige Zusammenarbeit abgestimmt. Die vereinbarten Projekte sollen nun schrittweise umgesetzt und durch den geplanten Besuch der ukrainischen Hochschuldelegation weiterentwickelt werden.
Weiterführende Informationen: National University of Pharmacy
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Therapiewissenschaften II
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