Vorhang auf für Jugendliche voller Energie
Auf dem Programm standen unter anderem eine Exkursion in den Tagebau, Workshops in den Proberäumen des Staatstheaters Cottbus und ein Einblick in aktuelle Energieforschung an der BTU Cottbus-Senftenberg.
„Forschendes Theater“ verbindet innerhalb einer Schulwoche wissenschaftliche Erkenntnisse mit ästhetischer Praxis und dem Alltagswissen der Jugendlichen. Wissenschaft und Theater werden dabei zu Methoden des gemeinsamen Erkenntnisgewinns. Wissenschaftlerinnen der BTU vermitteln aktuelle Forschung, während die Schülerinnen mit Improvisation, Beobachtung, performativen Aktionen und Rollenwechseln eigene Fragen zu gesellschaftlich relevanten Themen entwickeln.
„Im Forschenden Theater geht es darum, neugierig zu sein, eigene Fragen zu entwickeln und sich persönlich zu einem Thema in Beziehung zu setzen“, erklärt BTU-Professorin Kiwi Menrath, Fachgebiet Medienpädagogik Ästhetische Praxis in der Sozialen Arbeit „Dabei erleben die Jugendlichen, wie sich ihre Perspektive durch gemeinsames ästhetisches Experimentieren verändern kann.“
Unterstützt wurden die Schülerinnen bei ihrer ästhetischen Forschung, beim Beobachten und Reflektieren von Studierenden aus einem Projektseminar der Sozialen Arbeit sowie von Theaterpädagoginnen.
Einblicke in die Energieforschung
Die BTU gestaltete in diesem Jahr den Dienstag der Projektwoche. Am Vormittag besuchten die Jugendlichen die Forschungshalle des DLR-Instituts für CO₂-arme Industrieprozesse in Cottbus. BTU-Wissenschaftlerin Dr. Helen Müller und ein Kollege vermittelten dort anschaulich, wie Energie, Klimawandel, Dekarbonisierung und umweltfreundlichere Industrieprozesse zusammenhängen. Dabei zeigten Sie den Schüler*innen auch die Hochtemperatur-Wärmepumpe CoBra (Cottbus Brayton).
Besonders eindrucksvoll war für die Schüler*innen die Möglichkeit, diese Maschinen vor Ort zu erleben und damit einen unmittelbaren Einblick in die Forschungsarbeit des Instituts zu erhalten. Die gewonnenen Eindrücke und Erkenntnisse flossen anschließend in die weitere Theaterarbeit ein.
Ein Zusammenschnitt der dokumentarischen Begleitung der Projektwoche durch das Multimediazentrum der BTU wird beim Festakt zur Verleihung der Max-Grünebaum-Preise 2026 gezeigt. Die Veranstaltung findet im November im Großen Haus des Staatstheaters Cottbus statt. Der Eintritt ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Hintergrund
Die Cottbuser Max-Grünebaum-Stiftung ehrt seit 1997 künstlerische und wissenschaftliche Nachwuchskräfte des Staatstheaters Cottbus und der BTU Cottbus-Senftenberg. Ihr Engagement für Kultur, Bildung und Wissenschaft setzt die Stiftung auch mit pädagogischer Projektarbeit an Cottbuser Schulen fort. Das Projekt „Forschendes Theater“ verbindet dabei wissenschaftliche Forschung, künstlerische Praxis und die Perspektiven von Jugendlichen.



