„Wir sind auf den Weg gekommen und das finde ich ganz toll“

In einem etwa siebenminütigen Interview spricht Gesine Grande über ihre persönlichen Highlights der vergangenen sechs Jahre ihrer Amtszeit. Sie schildert, warum sie sich für eine zweite Amtszeit entschieden hat und warum sie sich mit der BTU so eng verbunden fühlt. Sie geht auch auf Pläne, bevorstehende Projekte und Herausforderungen ein.

Im Rückblick auf ihre erste Amtszeit geht es Prof. Dr. Gesine Grande nicht nur um Zahlen, Projekte und strukturelle Veränderungen. Es geht auch um Menschen, um gemeinsames Ringen, um die richtigen Entscheidungen – und um das Gefühl, dass sich etwas entwickelt hat. Darüber hinaus gibt sie einige persönliche Einblicke in das, was sie mit der Lausitz und den Menschen hier verbindet.

Der akademische Senat der BTU hatte am 7. Mai 2026 mit absoluter Mehrheit für Gesine Grande als Präsidentin gestimmt. Am 14. September 2026 überreichte die brandenburgische Wissenschaftsministerin Manja Schüle die Ernennungsurkunde. Damit kann die wiedergewählte Präsidentin planmäßig zum 1. Oktober 2026 ihre zweite Amtszeit antreten.

Besonders stolz ist Gesine Grande darauf, wie die BTU ihren Kurs aufgenommen und in ihrer Entwicklung stetig vorangekommen ist, unter anderem deutlich zu sehen am Aufwuchs der Studierendenzahlen. Zu den Highlights gehört für die Präsidentin die Begehung des Wissenschaftsrates, die zuvor einen selbstkritischen Blick und eine intensive Auseinandersetzung mit Erreichtem sowie Zielen erforderte, und harte Arbeit aller Beteiligten. Die Anerkennung, die sich in den Empfehlungen des Wissenschaftsrates zeigte, war für die Universität Weichenstellung und Ermutigung zugleich. 

Wichtig war auch die Änderung des Brandenburgischen Hochschulgesetzes.  Ermöglicht es der BTU doch, sich künftig zu einer reinen Universität zu entwickeln – eine Chance, für sich die Hochschulleitung sehr intensiv eingesetzt hat. 

Die Zusammenarbeit mit Fakultäten, Gremien und Unterstützer*innen in und außerhalb der BTU hat Gesine Grande als besonders intensiv und prägend empfunden. Auch wenn schwierige Entscheidungen im Sinne der Universität erforderlich waren, blieb die Auseinandersetzung konstruktiv. Gemeinsam ging es darum, die BTU voranzubringen. „Und dann haben wir aber gesehen, das funktioniert. Es ist etwas entstanden, das meines Erachtens mit Vertrauen zu tun hat.“ 

Die Antwort auf die Frage, ihre erneute Kandidatur betreffend, begründete sie wie selbstverständlich: „Ich glaube, wir sind erst auf halben Weg. Jetzt aufzuhören, wäre mir fast wie ein Verrat vorgekommen.“ Sich auf den Weg zu machen, bedeute für sie eine gewisse Nachhaltigkeit und Stabilität. 

Mit der neuen Amtszeit verbindet Gesine Grande eine „große Vorfreude“. Sie sieht für die BTU vielfältige Möglichkeiten, den begonnenen Weg weiter zu gestalten. Weichen sind gestellt, jetzt gilt es da anzuknüpfen. Besonders freue sie sich auf das neue Graduiertenkolleg und die Entwicklung des Wissenschaftsstandortes, erklärt sie. „Da passieren gerade so unglaublich tolle, spannende Dinge.“ Neue Ansiedlungen, der Aufbau des Lausitz Science Park gemeinsam mit der Stadt, Platz für Wissenschaft und Ausgründungen sind Perspektiven mit der BTU im Mittelpunkt. Das ist die Rolle, die sie ihrer Universität zugedacht hat und für die sie sich als Präsidentin engagieren wird.

Beim Zuhören merkt man der Präsidentin an, dass sie sich mit der Lausitz und der Region sehr verbunden fühlt. Sie unterstreicht das mit vielfältigen persönlichen Eindrücken, die Kunst, Kultur, Natur, Menschen und Lieblingsorte in Cottbus und in Senftenberg einbeziehen.

Hören Sie selbst. Viel Freude dabei!

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Die BTU-Präsidentin während des Interviews (Foto: BTU, Ralf Schuster)