Das Zentrum für Strukturwandel und Regionalentwicklung (ZeStuR) verfolgt das Ziel, den Strukturwandel der Lausitz von der Kohleregion in neue Zukünfte umfassend zu verstehen und wissenschaftlich wie praktisch gestaltend zu begleiten. Dabei verbindet es interdisziplinäre Forschung mit transdisziplinärer Zusammenarbeit, um gemeinsam mit regionalen Akteur*innen neue Wege für eine zukunftsfähige, demokratische und lebenswerte Lausitz zu entwickeln.

Das Zentrum besteht aus fünf Themenfeldern sowie einem Querschnittsprojekt und einer Transferplattform, das die beteiligten wissenschaftlichen Disziplinen der Fakultäten 4, 5 und 6 verbindet. Die Themen orientieren sich an den Herausforderungen, die Strukturwandelregionen zu meistern haben in fünf thematischen Clustern:

  1. Vitalisierung regionaler Innovationssysteme in peripheren Regionen: Wie kann eine innovationsoffenere Wirtschaftsstruktur gefördert werden?
  2. Transformations-Arena Arbeitsmarkt: Was sind die sozialstrukturellen Auswirkungen der Veränderungen am Arbeitsmarkt und wie können Probleme wie die Fachkräfteentwicklung konstruktiv gelöst werden?
  3. Sozialer Zusammenhalt und Teilhabe Wie können soziale Kohäsion, Teilhabe, am gesellschaftlichen Leben und die Lebendigkeit von Orten gestärkt werden, mit dem Ziel, die regionale Lebensqualität zu erhalten und zu verbessern?
  4. Gestaltete Lebenswelten: Welche Beiträge können Raum- und Stadtplanung mit ihrem Instrumentarium zum konstruktiven Umgang mit kollektiven Zugehörigkeiten in Transformationsregionen leisten, auch im Spannungsfeld mit Transformationsskepsis?
  5. Konflikte um Demokratie und Migration: Welche Voraussetzungen und Gestaltungsmöglichkeiten gibt es für eine demokratische Alltagskultur, für die Gestaltung inklusiver Bildung sowie für die Teilhabe Zugewanderter in der Lausitz?

ZeStuR wird vom Ministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt von November 2025 bis Oktober 2030 gefördert.