Dreispitzpassagen Vom Relikt zur Vision
Mitten in Berlin-Mitte, zwischen Plattenbau und Friedrichstraße, verbirgt sich ein
Stück Stadtgeschichte: die Dreispitzpassagen. Errichtet in den 1990er Jahren als
Einkaufszentrum inmitten einer DDR-Wohnanlage, stehen die Räume heute leer
und wirken aus der Zeit gefallen. Die Stadt plant Abriss und Neubau – doch im
Rahmen des Entwurfsprojekts ‚Öffentlicher Raum - Städtebau und Sonderbauten‘ machten sich die Studierenden daran, diesen Plan zu hinterfragen und neue
Perspektiven zu entwickeln. Ausgangspunkt war die Erkenntnis, dass bestehende
Strukturen nicht nur Einschränkung, sondern Ressource sein können. Graue Energie, Materialwert, stadträumliche Identität – all das lässt sich weiterdenken, statt
es zu vernichten. Ziel war es, den Bestand in ein klimaangepasstes, soziales und
lebendiges Quartier zu transformieren.
Text: Wasili Seidensal, Tine Teiml
Ausgewählte Arbeiten von: Julia Reglin, Sophie Schwenn, Emely Thiemig, Rachelle Jenkins, Constantin Maasz, Kaspar Stanschus, Karolina Pracon, Alexandra Escandon, Sean Laufer, Noah Abersfelder, Mara Metzner, Chris Stamer
Betreuung: Prof. Dr.-Ing. Susan Draeger, Jil Schroth, Wasili Seidensal, Tine Teiml












