Trinationale Tagung zu Anwendungsfeldern generativer KI

100 Teilnehmende aus dem D-A-CH-Raum tauschen sich an der Hochschule Campus Wien zu Anwendungsfeldern, Chancen und Risiken von generativer KI im Rahmen der gemeinsamen Frühjahrstagung der Arbeitskreise Methoden und Verwaltung in der DeGEval – Gesellschaft für Evaluation aus.

Generative Künstliche Intelligenz (genKI) hat das Potenzial, zahlreiche Arbeitsfelder in vielerlei Hinsicht zu verändern. Gleichzeitig gehen die technischen Entwicklungen derart rasant voran, dass es Individuen, Organisationen und politisch-administrativen Systemen oftmals schwerfällt, mit dieser Entwicklung Schritt zu halten.

„Das Thema ist von immenser Relevanz und zugleich sehr dynamisch. Daher gibt es ein hohes Interesse an Austausch und Orientierung, beispielsweise zu ethischen Fragen oder zu konkreten Anwendungsfeldern generativer KI“, sagt Dr. Franziska Heinze. Als Co-Sprecherin des Arbeitskreises „Methoden in der Evaluation“ ist sie Mitveranstalterin der Tagung, organisiert von den Arbeitskreisen „Methoden in der Evaluation“ und „Verwaltung“ der DeGEval - Gesellschaft für Evaluation e.V.

Über zwei Tage diskutierten 100 Teilnehmende aus dem D-A-CH-Raum an der Hochschule Campus Wien (gastgebende Institution) grundlegende ethische Aspekte der Nutzung generativer KI, die Implementation von genKI-Anwendungen in der öffentlichen Verwaltung und in Evaluierungen sowie über relevante Veränderungen in Stakeholderbeziehungen durch generative Künstliche Intelligenz in Evaluationssystemen. Abgerundet wurde die Tagung durch vertiefende Werkstattberichte, die methodische und methodologische Einsatzmöglichkeiten von genKI in Evaluation und Praxisforschung reflektierten.

„Auch in den sozialen Dienstleistungen wird das Thema immer präsenter“, ist sich Dr. Franziska Heinze sicher. Aufwendige Dokumentationsprozesse können durch den Einsatz von genKI vereinfacht werden und für die Wirkungs-, Nutzungsforschung und Transferforschung in diesen Bereichen bieten sich neue Potenziale. Zugleich sind besonders ethische sowie datenschutzbezogene Aspekte zu beachten. Heinze resümiert: „Die Tagung zeigte u.a., wie wichtig es ist, diese Entwicklungen aktiv und kompetent zu gestalten und beispielsweise ethische Dilemmata (z.B. Automation vs. Verantwortung) strategisch mitzudenken und in jedem Anwendungskontext abzuwägen“.

Kontakt

Dr. phil. Franziska Heinze
Soziale Dienstleistungen für strukturschwache Regionen
Franziska.Heinze(at)b-tu.de