Unser 6. Netzwerktreffen steht kurz vor der Tür. Diesmal dreht sich alles um das Thema:
Karriere in der Wissenschaft – und gleichzeitig die Frage nach Kindern?
Promotion, Drittmittelanträge, befristete Verträge, Projektlaufzeiten und internationale Mobilität prägen wissenschaftliche Karrierewege, die oft eng getaktet und stark strukturiert sind. Gleichzeitig stellt sich für viele Frauen in der Wissenschaft irgendwann eine persönliche Frage: Passt ein Kinderwunsch in dieses System - und wenn ja, wie?
Diese Frage kann sich in ganz unterschiedlichen Phasen der akademischen Laufbahn stellen: während des Studiums, in der Promotionszeit, als wissenschaftliche Mitarbeiterin oder auch später in einer Professur. Das Thema taucht häufig schleichend auf – durch den eigenen Wunsch, durch Freundinnen oder Kolleginnen, die Eltern werden, durch Fragen aus dem familiären Umfeld oder durch gesellschaftliche Erwartungen. Gleichzeitig kann auch die bewusste Entscheidung gegen Kinder Teil dieser Auseinandersetzung sein.
Dennoch sind viele mit diesen Gedanken zunächst allein. Räume, in denen offen über Kinderwunsch, Mutterschaft – aber auch über ein Leben ohne Kinder – im Kontext wissenschaftlicher Karriere gesprochen und reflektiert werden kann, sind im Wissenschaftssystem noch immer selten.
Gerade deshalb möchten wir im Rahmes unseres nächsten Netzwerktreffens einen Raum schaffen, in dem Studentinnen, wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Professorinnen zusammenkommen können, um Erfahrungen zu teilen, Perspektiven zu reflektieren und auch strukturelle Bedingungen von Elternschaft in der Wissenschaft gemeinsam zu diskutieren.
Unterstützt wird unser Netzwerktreffen von Lena Eckert. Sie wird uns mit ihrem Workshop die Möglichkeit schaffen uns ungezwungen über das Thema Mutterschaft oder auch Nicht-Mutterschaft in der Wissenschaft austauschen zu können. Lena Eckert ist Genderwissenschaftlerin, Autorin und Trainerin mit den Schwerpunkten Gender, Care-Arbeit und Gleichstellung in der Wissenschaft. Sie ist Mitherausgeberin des Sammelbands Mutterschaft und Wissenschaft und Mitgründerin des gleichnamigen Netzwerks. In ihrer Arbeit setzt sie sich mit strukturellen Bedingungen von Elternschaft und Geschlechtergerechtigkeit im Wissenschaftssystem auseinander.
Wann: 23.03.2026
Ort: Startblock B2, gelber Salon
Uhrzeit: 13 - 16 Uhr
Für eine kostenlose Kinderbetreuung ist gesorgt. Bei Bedarf sendet bitte eine kurze Rückmeldung an ramona.riedel(at)b-tu.de.

