Das Fachgebiet Hybride Fertigung (FHF) an der BTU Cottbus ist weitreichend in der Entwicklung und Optimierung hybrider Fertigungsprozesse involviert. Durch die Kombination modernster Technologien wie additive Fertigung und CNC-Bearbeitung schaffen wir effiziente und nachhaltige Lösungen zur Herstellung komplexer Bauteile. Unser Fokus liegt auf der Erforschung innovativer Materialien und Verfahren, welche die Qualität und Funktionalität der produzierten Komponenten signifikant verbessern.

Dank enger Kooperationen mit der Industrie entwickelt das FHF praxisnahe Lösungen, die den aktuellen Anforderungen des Marktes gerecht werden. Unsere Projekte zielen darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit unserer Partner zu steigern und neue Standards in der hybriden Fertigung zu setzen. Entdecken Sie, wie das Fachgebiet Hybride Fertigung an der BTU Cottbus dazu beiträgt, die Zukunft der Fertigungstechnologien zu gestalten!

Filament-basierte additive Fertigung für material- und kosteneffiziente Einzelspulen elektrischer Antriebe (VCoil)

Titel:
Filament-basierte additive Fertigung für material- und kosteneffiziente Einzelspulen elektrischer Antriebe (VCoil)

Laufzeit:
01.04.2026 - 31.03.2029

Förderkennzeichen:
20M2434F
Gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen des Luftfahrtforschungsprogramms LuFo VII-1

Projektziel:
Das Teilvorhaben der BTU im Rahmen des Verbundvorhabens „Erforschung und Entwicklung eines kosteneffizienten und flexiblen Verfahrens zur Herstellung V-förmiger Einzelspulen für hocheffiziente elektrische Antriebe“ verfolgt das Ziel, neuartige Fertigungstechnologien zu entwickeln, die das Potenzial besitzen, die Herstellung von Einzelspulen für elektrische Antriebe grundlegend zu verändern. Im Fokus stehen dabei filamentbasierte additive Fertigungsverfahren (FDM) für metallische Werkstoffe. Mit diesen Fertigungsverfahren sollen die Effizienz der Produktionsprozesse erhöht, Materialressourcen geschont und die Herstellkosten deutlich reduziert werden.
Dazu werden im Projekt zunächst die Anforderungen an Filamente und metallische Werkstoffe festgelegt, und dann die Prozessparameter simulativ sowie experimentell untersucht, um geeignete Fertigungsstrategien für die Einzelspulen zu erarbeiten. Die gefertigten Einzelspulen werden hinsichtlich ihrer geometrischen, mechanischen und elektrischen Eigenschaften analysiert und in einem Labormuster erprobt.
Ergänzend wird die umformtechnische Herstellung der V-förmigen Einzelspulen durch numerische Simulationen untersucht und optimiert. Hierzu wird ein Simulationsmodell aufgebaut und anhand experimenteller Umformversuche validiert. Mithilfe des Modells werden geometrische Abweichungen, Werkstoffverhalten und Werkzeugbelastungen analysiert sowie der Einfluss relevanter Prozessparameter bewertet. Auf diese Weise sollen geeignete Prozess- und Werkzeugparameter abgeleitet, Umformfehler reduziert und der experimentelle Versuchsaufwand verringert werden.
Das Projekt leistet somit einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Fertigung elektrischer Antriebskomponenten, die durch hohe Material- und Energieeffizienz sowie innovative Fertigungsansätze neue Maßstäbe in der Luftfahrt setzen können.
 

Projektträger:
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Präzisionspositionierung und automatisierte Montage magnetischer Baugruppen zur Steigerung der Leistungsdichte (LoPPer)

Titel:
Luftfahrtkonforme hochpräzise Positionierung der Komponenten und hochautomatisierte Montage von stark magnetischen Komponenten und Kernen gegenüber der Spule mit In situ Prozessüberwachung zur Steigerung der Leistungsdichte (LoPPer)

Laufzeit:
01.01.2026 - 31.12.2028

Förderkennzeichen:
20L2401D

Projektziel:
Die Luftfahrt steht vor der Herausforderung, ihre Klimaziele zu erreichen. Neben effizienteren konventionellen Antrieben sind dafür vor allem innovative, elektrische Antriebssysteme notwendig. Diese müssen deutlich höhere Leistungsdichten erreichen als heutige Elektromotoren und gleichzeitig die strengen Sicherheits- und Zuverlässigkeitsanforderungen der Luftfahrt erfüllen.Das Projekt zielt darauf ab, elektrische Antriebe durch hochpräzise und adaptive Designkonzepte deutlich zu verbessern. Im Fokus stehen dabei extrem enge Toleranzen in der Fertigung sowie eine konstante Leistungsqualität. Gleichzeitig sollen autonome Montagesysteme entwickelt werden, die Bauteile selbstständig positionieren und auf Basis digitaler Zwillinge optimal aufeinander abstimmen.Ein zentraler Bestandteil ist der Einsatz eines digitalen Zwillings, der sowohl die Eigenschaften einzelner Komponenten als auch das Verhalten des Gesamtsystems vorhersagt. Dadurch können Fertigungsprozesse in Echtzeit optimiert, Ressourcen eingespart und Entwicklungszeiten deutlich verkürzt werden.Darüber hinaus werden systematisch mögliche Fehlerfälle analysiert und deren Auswirkungen auf Antrieb und Flugzeug bewertet. Ziel ist es, frühzeitig konstruktive Verbesserungen abzuleiten und die Einhaltung luftfahrtspezifischer Zertifizierungsanforderungen sicherzustellen.Insgesamt trägt das Vorhaben dazu bei, leistungsfähigere, effizientere und sicherere elektrische Antriebssysteme für die Luftfahrt zu entwickeln und deren industrielle Umsetzung zu beschleunigen.
 

Projektträger:
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Entwicklung ressourcen- und energieeffizienter Stützstrukturen für das selektive Laserschmelzverfahren auf Basis der Topologieoptimierung (RESOPT)

Titel: 
Entwicklung ressourcen- und energieeffizienter Stützstrukturen für das selektive Laserschmelzverfahren auf Basis der Topologieoptimierung (RESOPT)

Laufzeit:
01.12.2025 - 30.11.2027

Förderkennzeichen:
KK5053509KT4

Projektziel:
Das Ziel dieses Projektes ist es eine innovative Topologieoptimierungsmethode zu entwickeln, mit welcher die für 3D-Druckverfahren benötigten Stützstrukturen geometrisch optimiert werden sollen. Für Verfahren wie dem selektiven Laserschmelzen ist neben, der durch Eigenspannungen verursachten, mechanischen Belastungen insbesondere auch auf eine schnelle Abführung der im Prozess eingebrachten Wärmeenergie zu achten. So kann ein erhöhter Anteil an hochfesten Gefügebestandteilen in den gefertigten Bauteilen generiert werden. Um eine möglichst effiziente Berechnung der Wärmeenergie zu ermöglichen, wird ein Modell aufgebaut, welches auf der Methode der inhärenten Dehnungen basiert. Dabei wird der Prozess für ein vereinfachtes Modell über drei bis fünf Schichten berechnet, um so die mechanischen Beanspruchungen basierend auf der Temperaturhistorie zu ermitteln. Nach einer Validierung der Ergebnisse im Realversuch sollen diese auf das reale Bauteil übertragen werden, was eine beschleunigte Ermittlung der mechanischen Belastungen im Prozess, basierend auf der Temperaturhistorie ermöglicht. Die Analyseergebnisse werden als Grundlage genutzt, um die Topologieoptimierungsmethode zu validieren.

Projektträger:
AiF Projekt GmbH

Powder Laser-DED und Nachbearbeitung von WC-verstärktem IN625-Vollmaterial

Titel:
Powder Laser - Direct Energy Deposition und Nachbearbeitung von WC-verstärktem IN625-Vollmaterial

Laufzeit:
01.11.2025 - 30.04.2028

Förderkennzeichen:
HA 7077/15-1

Projektziel:
Ziel des Projekts ist die systematische Entwicklung und Bewertung einer integrierten Prozesskette aus Laser Metal Deposition (LMD), Warmumformung und Wärmebehandlung für die Legierungen IN625 und IN625/WC. In Zusammenarbeit zweier Lehrstühle (FHF und MWT der BTU Cottbus-Senftenberg) werden zunächst rissfreie, dichte Werkstoffe durch optimierte LMD-Prozessparameter erzeugt und der Einfluss von WC-Partikeln auf Mikrostruktur, Phasenzusammensetzung und Porosität untersucht. Darauf aufbauend wird in der zweiten Projektphase die Warmumformbarkeit analysiert, wobei insbesondere die kinetischen Mechanismen der dynamischen Rekristallisation, die Gefügeverfeinerung sowie die Bildung sekundärer Karbide experimentell und modellbasiert beschrieben werden. Ergänzend werden geeignete Lösungsglühbehandlungen entwickelt, um schädliche Phasen aufzulösen und eine für das Kriechverhalten optimale Korngröße einzustellen. In der dritten Projektphase werden die mechanischen Eigenschaften der additiv gefertigten, umgeformten und wärmebehandelten Werkstoffe umfassend charakterisiert, mit Fokus auf Verschleiß-, Hochtemperatur-Zug- und Kriechverhalten. Die Ergebnisse werden mit kommerziell geschmiedetem IN625 verglichen, um die Leistungsfähigkeit der vorgeschlagenen Verfahrenskombination gegenüber konventionellen Herstellungsrouten zu bewerten. Abschließend wird ein mathematisches Modell zur Beschreibung des Kornwachstums während des Lösungsglühens entwickelt, das die wesentlichen Prozess- und Werkstoffparameter berücksichtigt.

Projektträger:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Agilisierung der Fertigungsentwicklung von Komponenten für hybrid-elektronische Antriebskonzepte (AGIL)

Titel:
Agilisierung der Fertigungsentwicklung von Komponenten für hybrid-elektrische Antriebskonzepte (AGIL)

Laufzeit:
01.12.2025 - 31.05.2027

Förderkennzeichen:
Im Verbundvorhaben AGILbtu

Projektziel:
Das Projekt entwickelt hochdigitalisierte, agile Fertigungsprozesse für Schlüsselkomponenten hybrid elektrischer Luftfahrtantriebe (u. a. Wärmetauscher und Nickelbasis Halbzeuge) auf Basis additiver Fertigung. Ziel ist es, eine „lernende Fabrik“ aufzubauen, in der Sensorik, Simulation und reale Versuche intelligent verknüpft werden, um Entwicklungszyklen deutlich zu verkürzen, Qualität in Echtzeit vorherzusagen und Ausschuss zu reduzieren. Durch digitale Zwillinge, Multisensorik und Machine Learning entstehen robuste, industrienahe Prozessketten, die eine spätere Nutzung in der Luftfahrt ermöglichen und den Standort Lausitz technologisch im Bereich hybrid elektrischer Antriebe stärken.
In unserem Fachgebiet entwickeln wir ein umfassendes In‑situ‑Monitoring für komplexe LPBF‑Strukturen wie beispielsweise Lidinoid‑Geometrien. Kern ist eine erweiterte optische Tomografie (EOT), bei der schichtweise 2D‑Aufnahmen als Grundlage für hochaufgelöste 3D‑Rekonstruktionen des Bauteils dienen. Zusätzlich erfassen wir Metadaten zur Emission, verstanden als lokal eingebrachte Laserenergie, sowie akustische Signale, die über ein optisches Mikrofon aufgenommen und interferometrisch ausgewertet werden. Durch das Tracking des Lasers mit einer Hochgeschwindigkeitskamera und die zeitlich exakte Synchronisation mit den optischen und akustischen Messdaten können lokale Defekte präzise räumlich zugeordnet und neue Qualitätskriterien für komplexe Wärmetauscherstrukturen abgeleitet werden. Die gewonnenen Messdaten werden als LPBF‑Voxel‑Daten in den digitalen Zwilling überführt und ermöglichen so eine durchgängig räumlich aufgelöste Abbildung von Prozess und Bauteil.

Projektträger:
LuFo VI-2

WAAM Forward Lausitz

Titel:
WAAM Forward Lausitz

Laufzeit:
12.12.2024 – 31.12.2026

Förderkennzeichen:
23.2.2.2

Projektziel:
Im Rahmen dieses Projekts findet eine ganzheitliche Entwicklung der WAAM-Technologie (Wire Arc Additive Manufacturing, Lichtbogenauftragsschweißen) in Kooperation mit der DMFG Solutions GmbH statt. Das Gesamtziel des Vorhabens ist die Reduktion der Fertigungskosten und damit die Erhöhung der Wirtschaftlichkeit des WAAM-Verfahrens. Dazu entwickelt die DMFG Solutions GmbH neuartige Anlagenkonzepte für das Hochleistungsschweißen inklusive innovativer Kühlkonzepte.
Der Forschungsschwerpunkt des Fachgebiets Hybride Fertigung liegt in der Entwicklung neuartiger Bahnführungsstrategien für das WAAM-Verfahren. Dazu werden simulative Methoden eingesetzt und die Ergebnisse experimentell an der vorhandenen Analgentechnik validiert. Im Detail wird mittels Simufact Welding die Temperaturführung eines WAAM-Prozesses hinsichtlich des in-situ Vorwärmens, der Schmelzbadlebenszeit sowie Abkühlrate optimiert. Dadurch soll die Fertigungskette um die Schritte des Vorwärmens der Bauplatten vor dem WAAM-Prozess sowie der Wärmebehandlung des WAAM-Bauteils nach dem Prozess reduziert werden.

Projektträger:
BMWE: Unternehmen Revier - Regionales Investitionskonzept (RIK) Lausitz

Innerhalb des Bundesmodellvorhabens "Unternehmen Revier" und mit dem Regionalen Investitionskonzept (RIK) Lausitz werden konkrete teilregionale Ansätze und Projekte gefördert, die Beiträge zur Strukturentwicklung im Lausitzer Braunkohlerevier leisten. Im Vordergrund stehen dabei innovative Ideen, die alternative Pfade der regionalen Wertschöpfung eröffnen.

Fördermittelgeber:       Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
Abwicklungspartner:    Landkreis Spree-Neiße
Regionalpartner:          Wirtschaftsregion Lausitz GmbH

Nachbearbeitungsmetallurgie von additiv hergestellten Eisenaluminiden

Titel:
Nachbearbeitungsmetallurgie von additiv hergestellten Eisenaluminiden

Laufzeit:
01.11.2024 - 31.10.2026

Förderkennzeichen:
HA7077/7-1

Projektziel:
Das Projekt verfolgt das Ziel, Eisenaluminid-Legierungen (Fe-Al) als vielversprechende Alternative zu Stählen und Superlegierungen für Anwendungen bei mittleren Temperaturen zu untersuchen. Im Fokus steht die Herstellung von Fe₃Al-basierten Legierungen mittels LPBF und die anschließende Warmumformung der erzeugten Vorformen. Dabei wird erforscht, ob eine gezielte Beschleunigung des additiven Fertigungsprozesses trotz möglicher Einbußen in Materialdichte und -qualität durch den nachfolgenden Schmiedeprozess kompensiert werden kann. Zudem werden die Auswirkungen zentraler Prozessparameter u.a. Laserleistung, Scangeschwindigkeit, Schichtdicke und Scanning-Strategie auf die Mikrostruktur und Defektbildung untersucht. Ergänzend wird das Verhalten der Porenschließung sowie die dynamische Rekristallisation (DRX) während der Warmumformung durch eine Kombination aus numerischer Simulation und experimentellen Analysen erforscht.

Projektträger:
DFG

Modellbasierte Entwicklung eines Hybridprozesses zur Oberflächenveredelung (HeatCoatRoll)

Titel:
Modellbasierte Entwicklung eines Hybridprozesses zur Oberflächenveredelung mittels in-line Beschichtung und inkrementelles Rekristallisationswalzen (HeatCoatRoll)

Laufzeit:
01.11.2024 – 30.04.2027

Förderkennzeichen:
HA 7077/10-1

Projektziel:
Das Gesamtziel des Forschungsvorhabens „HeatCoatRoll“ ist die Entwicklung eines Grund-verständnisses für Prozess-Struktur-Eigenschafts-Korrelationen. Dies dient als Grundlage für die Gestaltung einer wirtschaftlichen Inline-Fertigungskette, die einen Beschichtungsprozess mit inkrementellem Rekristallisationswalzen (IRW) integriert.
Die „HeatCoatRoll“-Initiative entwickelt ein nachhaltiges Hybridverfahren, das thermisches Spritzen (TS) oder Laser-Pulver-Auftragschweißen (LPA) mit Rekristallisationswalzen kombiniert. 
Durch eine Kombination aus simulationsbasierter Prozessgestaltung und experimentellen Studien wird ein digitales Vorhersagemodell für präzise Beschichtungssimulationen erstellt. Dieses Modell soll den Weg für umfangreiche industrielle Anwendungen ebnen.

Projektträger:
DFG

LimE - Laserauftragsschweißen im mobilen Einsatz

Titel:
LimE - Laserauftragsschweißen im mobilen Einsatz

Laufzeit:
22.10.2024 – 30.04.2026

Förderkennzeichen:
86002111

Projektziel:
Das Projekt entwickelt das Laserauftragsschweißen für den mobilen Einsatz und integriert es in die Mobile Reparaturfabrik. Durch die gezielte Steuerung von sechs Laserstrahlen wird der Abschmelzprozess optimiert, um Materialanbindung, Oberflächenqualität und Nachbearbeitung zu verbessern. Zudem werden die Einflüsse realer Umgebungsbedingungen auf den Prozess untersucht. Besondere Schwerpunkte liegen auf der Verarbeitung verschiedener Legierungen und Materialkombinationen. Das Vorhaben erweitert die Forschung zur hybriden Fertigung und schafft neue industrielle Anwendungsmöglichkeiten.

Projektträger:
ILB "Innovation in Brandenburg"; Kofinanziert von der Europäischen Union (EFRE)

Erweiterung einer L-PBF-Anlage mit einem akustischen Monitoringsystem

Titel:
Erweiterung einer L-PBF-Anlage mit einem akustischen Monitoringsystem

Laufzeit:
21.10.2024 - 31.10.2025
verlängert bis 30.06.2026

Förderkennzeichen:
86002145

Projektziel:
Die additive Fertigung mit dem pulverbettbasierten L-PBF-Verfahren dient dazu, Bauteile mit komplexen Geometrien endkonturnah zu fertigen. In Abhängigkeit von den Parametern können dabei Bauteilfehler wie Poren oder Bindefehler auftreten. Das Ziel dieses Projektes ist es, die Kompetenzen des Fachgebiets Hybride Fertigung im noch jungen Bereich des akustischen Monitorings des L-PBF-Prozesses zu erweitern, um Prozessfehler effektiv zu detektieren, zu quantifizieren und Methoden zu deren Behebung zu entwickeln. Hierfür soll für die bereits am Fachgebiet vorhanden AconityMIDI ein entsprechendes System beschafft werden. Die Verknüpfung von Sensordaten mit Bauteilfehlern auf Basis einer generierten Datenbank ermöglicht verschiedene Anwendungen: Datenanalysen erkennen und prognostizieren Fehler, identifizieren Muster in Prozessabweichungen und analysieren die Ursachen häufiger Fehler. Die Optimierung der Prozessparameter zur Vermeidung zukünftiger Fehler ist ebenso möglich.

Projektträger:
Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB)

Geregeltes Drückwalzen zur Herstellung von Bauteilen mit definierter Verfestigung

Titel:
Geregeltes Drückwalzen zur Herstellung von Bauteilen mit definierter Verfestigung

Laufzeit:
01.07.2024 - 30.06.2026

Förderkennzeichen:
HA7077/4-3

Projektziele:
Ziel des Gesamtprojektes innerhalb des SPPs ist die Umsetzung des eigenschaftsgeregelten Drückwalzens zur Herstellung von rotationssymmetrischen Präzisionsbauteilen mit definierter Verfestigung. Durch die umfangreichen Vorarbeiten der einzelnen Projektbestandteile sind die einzelnen Zusammenhänge größtenteils bekannt (Messprinzip, Softsensor, Regelauslegung und Umsetzung, Maschinenschnittstelle) und für eine erfolgreiche experimentelle Umsetzung in der beantragten Phase vorhanden.
In der abschließenden Projektphase werden zwei Schwerpunkte gesetzt. Zum einen erfolgen die echtzeitfähige experimentelle Umsetzung unter produktionsnahen Bedingungen und Optimierung des Regelmechanismus für konventionelle Halbzeuge. Hierzu erfolgt zudem der quantitative Nachweis der Bauteilverbesserung durch die Eigenschaftsregelung, indem die Verfestigungseigenschaften durch Umformarbeit beim Stauchen bestimmt werden. Weiterhin erfolgt die Erweiterung auf weitere Werkstoffe (G4Si1, chemische Zusammensetzung ähnlich S355), welche für die additive Herstellung von Halbzeugen verwendet werden. Durch die Eigenschaftsregelung wird die Umformung solcher additiv hergestellten Halbzeuge durch Drückwalzen erst erlaubt und somit die Verwendung einer ganzheitlich neuen Prozesskette realisiert.
 

Projektträger:
Deutsche Forschungsgesellschaft

Entwicklung eines KI-Modells zur schnellen Charakterisierung von im SLM-Verfahren produzierten Bauteilen (AMAIZEQ)

Titel:
Entwicklung des auf Sensordaten basierenden KI-Modells AMAIZE-Q zur schnellen Charakterisierung und Zertifizierung von im SLM-Verfahren produzierten Bauteilen

Laufzeit:
15.02.2024 – 31.03.2026
Verlängerung bis 30.06.2026

Förderkennzeichen:
KK5446902MA3

Projektziel:
Das Projekt verfolgt mehrere zentrale Ziele zur Verbesserung der Prozesskontrolle und Vorhersagegenauigkeit im Bereich von LPBF. Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt auf der Generierung und Korrelation von Sensordaten aus verschiedenen Monitoringsystemen und Maschinen mit den theoretisch vorhergesagten Prozesssignaturen, um eine direkte 1-zu-1-Zuordnung der Daten zu ermöglichen. Darüber hinaus wird ein Kalibrierungsworkflow entwickelt, der eine eindeutige und zuverlässige Integration einer LPBF-Maschine in das AMAIZE-Q-System erlaubt, wodurch die Übertragbarkeit von LPBF-Prozessen zwischen verschiedenen Maschinen erleichtert wird. Ein weiteres Ziel ist die Entwicklung eines maschinellen Lernmodells, das Simulations- und Sensordaten kombiniert, um die Prozessanalyse zu verbessern. Ergänzend werden Korrekturalgorithmen erarbeitet, die es ermöglichen, suboptimale Prozesssignaturen bereits vor dem Druck zu identifizieren und zu korrigieren. Abschließend wird ein Modell entwickelt, das auf Basis der erfassten Prozesssignaturen präzise Vorhersagen über die resultierende Materialmikrostruktur und deren Eigenschaften trifft.

Projektträger:
BMWK: ZIM (Zentrales Innovationsprogram Mittelstand)

Datengetriebene Wirkflächenanpassung von Schmiedewerkzeugen (DatProForge)

Titel:
Datengetriebene Wirkflächenanpassung von Schmiedewerkzeugen (DatProForge)

Laufzeit:
01.01.2024 – 31.12.2026

Förderkennzeichen:
520194997

Projektziel:
Das Forschungsprojekt zielt darauf ab, ein grundlegendes Verständnis der Wechselwirkungen zwischen Messdatenveränderungen, gezielt modifizierten Prozesszuständen und dem Wirkflächendesign beim Gesenkschmieden zu erarbeiten. Durch den Einsatz von KI-Methoden soll die Wirkflächengeometrie so optimiert werden, dass die Prozessresilienz steigt und die Ausschussrate reduziert wird. In der ersten Förderperiode werden experimentelle Grundlagen für einen einstufigen Gesenkschmiedeprozess geschaffen, um den Umformvorgang digital zu erfassen und Prozessunsicherheiten zu analysieren. Die daraus entstehenden Referenzdatensätze bilden die Basis für eine mögliche zweite Phase, in der ein datengetriebenes Gestaltungsmodell entwickelt wird. Dieses KI-gestützte Modell soll Prozessstörungen quantifizieren und Empfehlungen für ein optimiertes, resilienteres Wirkflächendesign ableiten.

Projektträger:
Deutsche Forschungsgemeinschaft

Hybride klimaschonende Prozesskette für Luftfahrtstrukturteile (HILLS)

Titel:
Hybride klimaschonende Prozesskette für Luftfahrtstrukturteile - Synergie durch beschleunigte additive Fertigung und Schmieden sowie Digitalisierung und Prozess-Monitoring (Akronym: „HILLS“)

Laufzeit:
01.10.2023 – 30.09.2026

Förderkennzeichen:
20W2204C

Projektziel:
Die herkömmliche Herstellung von Flugzeug-Strukturbauteilen durch mehrstufiges Gesenkschmieden führt zu einem hohen Material- und Energieverbrauch, insbesondere bei Titanlegierungen wie Ti6Al4V. Zur Reduktion des Ressourceneinsatzes wird die hybride HILLS-Prozesskette entwickelt, die Additive Manufacturing (AM) mit einstufigem Schmieden kombiniert. Durch Verfahren wie WAAM und L-DEDp soll die spanende Bearbeitung minimiert und die Materialausnutzung verbessert werden. Digitale Simulationsmodelle und Sensordatenanalyse optimieren die Prozesseffizienz und unterstützen die Qualitätssicherung. KI-gestützte Prozesssensorik ermöglicht zudem eine kontinuierliche Optimierung zur Senkung von Energiebedarf, Produktionszeiten und -kosten.

Projektträger:
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR)
Projekträger Luftfahrtforschung

SpreeTec_neXt - Neue Fertigungstechnologien für Komponenten und Systeme der dezentralen Energietechnik

Titel:
SpreeTec neXt - Neue Fertigungstechnologien für Komponenten und Systeme der dezentralen Energietechnik

Laufzeit:
01.10.2022 - 31.09.2029

Förderkennzeichen:
02P21Z000

Projektziel:
Die dezentrale Energietechnik ist ein zentraler Bereich für den Strukturwandel in der Lausitz und fördert klimafreundliche Energieprozesse sowie moderne Speichertechnologien. SpreeTec neXt entwickelt innovative Werkstoffsysteme und digitale Fertigungstechnologien für hocheffiziente Komponenten der zukünftigen Energietechnik. Das Projekt verbindet Forschung zu Materialien, Produktion, Digitalisierung, Nachhaltigkeit sowie „Life-Cycle-Assessment“ entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Der Schwerpunkt von FHF liegt auf der Vorhersage von Eigenschaften mithilfe von Wärmeeffekten. Dabei konzentriert sich die Arbeit hauptsächlich auf experimentelle Untersuchungen, die Generierung und Analyse experimenteller Daten sowie die Validierung von Simulationen. Der Verbund aus BTU, FhG-IWS, FhG-IAP und dem neuen Innovationszentrum stärkt den Technologietransfer zwischen Wissenschaft und regionalen Unternehmen. SpreeTec neXt stärkt damit die Lausitz als Innovationsstandort und unterstützt langfristig qualifizierte Arbeitsplätze in der Region.

Projektträger:
BMFTR Karlsruhe

Prozess-Werkstoff-Geometrie-Wechselwirkungen bei der Herstellung von metallischen und nichtmetallischen Komponenten für hybrid-elektrische Flugantriebe (FAST)

Prozess-Werkstoff-Geometrie-Wechselwirkungen bei der Herstellung von metallischen und nichtmetallischen Komponenten für hybrid-elektrische Flugantriebe (FAST)

Laufzeit: 01.09.2022 - 31.08.2026

Förderkennzeichen: 20L2105E1

Projektziel: Das Gesamtziel des Teilvorhabens (BTU) im Verbundvorhaben „Konzeption und Entwicklung von integrierten, innovativen und digital vernetzten Prozessketten mit extrem schnellen Fertigungszyklen als Basis einer Agilen Produktion für zukünftige hybridelektrische Luftfahrtantriebe“ ist die Mitentwicklung von modernen, hocheffizienten Fertigungskonzepten sowie Verifizierung dieser Konzepte für Komponenten der hybrid-elektrischen Flugantriebe. Im Vordergrund des Teilvorhabens stehen dabei Fertigungsverfahren LPBF, LMD, WAAM, Warmschmieden sowie die Charakterisierung der Werkstoffe und der mit diesen Verfahren hergestellten Proben. Hierbei soll geklärt werden, inwiefern insbesondere additive Fertigungsverfahren eine Beschleunigung der Prozesskette zur Fertigung der Komponenten von hybridelektrischen Antriebssystemen (HEAS) bewirken können. Die aus den Prozessen gesammelten Daten dienen dem Aufbau des Digitalen Produktionszwillings beim Projektpartner Fraunhofer-Gesellschaft. Dadurch liefert das Teilvorhaben einen wesentlichen Beitrag zum Aufbau eines extrem schnellen Fertigungsnetzwerkes, welches eine Fertigung der Komponenten des hybridelektrischen Antriebsstrangs (HEAS) oder repräsentativer Elemente in weniger als 6 Wochen sicherstellt.

Projektträger: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)