„Spione unter uns“: Bewegender Filmabend mit rund 120 Gästen im Spreekino
Eingeladen hatten die Präsenzstelle Spremberg, das Bündnis Unteilbar Spremberg und das Menschenrechtszentrum Cottbus.
Der Film erzählt die persönliche Geschichte von Dr. Peter Keup, der als Turniertänzer in der DDR das Land verlassen wollte, verhaftet und später von der Bundesrepublik freigekauft wurde. Jahre später erfuhr er, dass sein eigener Bruder ihn für die Staatssicherheit bespitzelt hatte. Auf der Suche nach den Geheimnissen seiner Familiengeschichte trifft Keup im Film auf ehemalige hochrangige Stasi-Funktionäre und konfrontiert sie mit seiner Vergangenheit und den Folgen staatlicher Überwachung.
Für das Publikum wurde der Film zu einem spannenden und eindrucksvollen Abend, dessen Themen auch nach dem Abspann noch nachwirkten. Das zeigte sich besonders in der anschließenden Gesprächsrunde.
Dr. Peter Keup stand dem Publikum persönlich für Fragen zur Verfügung und gab Einblicke in seine eigene Geschichte sowie in die Hintergründe des Films. Zusätzlich wurden die Regisseure Jamie Coughlin Silverman und Gabriel Silverman live aus den USA zugeschaltet. Dadurch konnten die Besucherinnen und Besucher auch mit den Filmemachern direkt über die Entstehung des Films, die Recherche und die behandelten Themen ins Gespräch kommen.
Die Fragerunde entwickelte sich zu einem intensiven Austausch. Zahlreiche spannende Fragen richteten sich sowohl an Dr. Keup als auch an die zugeschalteten Regisseure.
Begleitend zur Veranstaltung war zudem das Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv Frankfurt (Oder) mit einer Bürgerberatung vor Ort. Besucherinnen und Besucher konnten sich über die Möglichkeiten der Einsicht in Stasi-Unterlagen und verschiedene Antragsmöglichkeiten informieren.
Ein besonderer Erfolg der Veranstaltung war die enge und gute Zusammenarbeit zwischen der Präsenzstelle Spremberg, Unteilbar Spremberg und dem Menschenrechtszentrum Cottbus. Gemeinsam konnte ein informativer Filmabend realisiert werden, der historische Aufarbeitung mit persönlicher Begegnung und gesellschaftlichem Austausch verbunden hat.
Die Veranstaltung wurde durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ gefördert.

