Im Schatten von Rostock-Lichtenhagen - das verdrängte Pogrom in Cottbus-Sachsendorf. Ein Podcast über rechte Dominanz, Widerstand und Solidarität in den 1990ern. Ein Projekt von Studierenden der BTU
Am 29. August 1992, drei Tage nach dem Pogrom in Rostock-Lichtenhagen kam es zu pogromartigen Übergriffen auf die Unterkunft für Asylsuchende in Cottbus Sachsendorf. Die Angriffe dauerten drei Tage an. In einem Projekt im Masterstudiengang Soziale Arbeit an der BTU Cottbus-Senftenberg unter der Leitung von Professor*in Dr. Heike Radvan haben wir uns mit den Ereignissen und mit rechter Gewalt in den 90er Jahren beschäftigt. Dafür haben wir Interviews mit Menschen in Cottbus geführt, wobei uns insbesondere die Perspektiven von Personen interessierten, die während der sogenannten ‚Baseballschlägerjahre‘ von rechter Gewalt betroffen waren. Ihre Erinnerungen sind bislang oft ungehört oder nicht erfragt. Mit dieser Podcast-Reihe wollen wir einen Beitrag zur Aufarbeitung dieser Zeit leisten. Wir thematisieren den gesellschaftlichen Kontext der Ereignisse, verschiedene Arten von Betroffenheit von rechter Gewalt und Formen von Widerstand und Solidarität. Zudem blicken wir auf die Bedeutung von gesamtgesellschaftlichen Aufarbeitungs- und Erinnerungsprozessen und benennen Leerstellen sowie offengebliebene Fragen. Jede Folge nimmt dabei eine bestimmte Perspektive auf die pogromartigen Übergriffe in Cottbus im Jahr 1992 in den Fokus.
Ein Projekt von Anita Ackermann, Johanna Schiffner, Simone Klemke, Nadiia Peters und Anna Thamm unter der Leitung von Prof.*in Dr.*in Heike Radvan
Bei Fragen, Anregungen, Kritik oder sonstigen Rückmeldungen freuen wir uns über eine Nachricht an: Cottbus92.podcast@web.de
