Neue Analyseverfahren erweitern Werkstoffforschung in Cottbus

Mit der Inbetriebnahme einer neuen simultanen thermischen Analyseanlage werden die Möglichkeiten der Werkstoffcharakterisierung gezielt erweitert.

Das Fachgebiet Füge- und Schweißtechnik hat seine analytischen Möglichkeiten im Bereich der Werkstoffforschung erweitert. Seit Ende März ist die Simultane Thermische Analyse STA 509 Jupiter der NETZSCH-Gerätebau GmbH im Forschungszentrum 3H der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg im Einsatz.

Das System ermöglicht thermische Analysen bei Temperaturen von bis zu 2000 °C und kombiniert zwei Messverfahren in einer Untersuchung. Mithilfe dynamischer Differenzkalorimetrie (DSC) können Schmelz- und Kristallisationsprozesse analysiert werden. Ergänzend erlaubt die Thermogravimetrie (TG) präzise Aussagen über Massenänderungen und Oxidationsverhalten von Materialien.

Da beide Verfahren gleichzeitig an derselben Probe durchgeführt werden können, entsteht ein umfassenderes Verständnis thermischer Materialprozesse und ihrer Wechselwirkungen.

Erweitert wird das System durch ein Quadrupol-Massenspektrometer, das zusätzlich Informationen über die Zusammensetzung freigesetzter Stoffe liefert.

Die neue Ausstattung eröffnet insbesondere für die Untersuchung neuer Werkstoffe, Fülldrähte sowie fügetechnischer Materialkombinationen zusätzliche Möglichkeiten. Damit können materialbezogene Prozesse künftig noch präziser analysiert und bewertet werden.

Kontakt

Prof. Dr.-Ing. Klaus Schricker
Füge- und Schweißtechnik
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klaus.schricker(at)b-tu.de