Interview mit BTUAlumna Pia Heitmann (Städtebau und Stadtplanung)

"Meine Zeit in den Ateliers war oft sehr herausfordernd, aber auch unglaublich spaßig und aufregend."

Pia Heitmann hat Stadt- und Regionalplanung, was in Städtebau und Stadtplanung umbenannt wurde, an der BTU studiert und arbeitet bei der Stadtverwaltung Hennigsdorf in der Stadtplanung. Im Oktober besuchte sie mit einer Delegation die BTU. Wir haben die Gelegenheit gleich für ein BTUAlumni Interview genutzt.

Hallo Pia, wie bist zum Studium an die BTU gekommen und was hat Dir hier besonders gefallen?
Aufmerksam auf den Studiengang und die BTU bin ich durch eine ehemalige Studentin geworden, die an meinem Gymnasium im Rahmen einer Veranstaltung ihren Studiengang Stadt- und Regionalplanung vorgestellt hat. Was mich damals schon neugierig gemacht hat, war die Arbeit in den Ateliers, worüber sie berichtet hat. Meine Zeit in den Ateliers war oft sehr herausfordernd, aber auch unglaublich spaßig und aufregend. Ich habe in der Zeit viel über mich lernen können und blicke deshalb sehr gerne zurück.

Wie verlief für Dich der Übergang vom Studium zum Berufsleben? Wie hast Du Dich dort eingearbeitet und was sind Deine Tipps für Studierende, die ebenfalls kurz vor dem Jobeinstieg stehen?
Da es bei mir beinahe ein fließender Übergang zwischen Pflichtpraktikum und Angestelltenverhältnis war, kann ich gar nicht so viel zum Jobeinstieg sagen. Ursprünglich war es ja auch geplant, dass ich im direkten Anschluss an mein Bachelorstudium noch meinen Master dranhänge, welchen ich jetzt um ein Jahr nach hinten verschiebe. Dementsprechend kann ich nur sagen, dass es manchmal gerade beim Berufseinstieg gut ist, offen zu bleiben.

Du arbeitest inzwischen in der Stadtverwaltung Hennigsdorf. Was sind dort Deine Aufgaben, wie kann man sich Deinen Arbeitsalltag vorstellen?
Ich hatte das Glück, dass mir relativ schnell schon viel Verantwortung übertragen wurde und ich auch die Freiheit habe auf die verschiedensten Seminare und Tagungen zu gehen. Im Alltag arbeite ich ziemlich eng mit unserem Hennigsdorfer Citymanagement zusammen, mit denen ich gemeinsam Maßnahmen entwickle und auch bei der Umsetzung helfe. Vor Kurzem konnten wir gemeinsam unser erstes Lastenrad präsentieren, welches für die Bürger künftig zur kostenlosen Ausleihe zu Verfügung stehen soll. Zu dritt, also mit dem Nachhaltigkeitsmanager der Stadt und einer Kollegin des Citymanagements, haben wir das Projekt ins Leben gerufen. Allgemein wurde mir vor Kurzem auch die Rolle der Mentorin für die Auszubildenden in unserem Fachdienst übertragen, was natürlich auch eine Ehre ist. Ich könnte noch etliche Projekte aufzählen, an denen ich mitarbeite, aber das würde wahrscheinlich den Rahmen sprengen. Bevor ich in der Stadtverwaltung angefangen habe, wusste ich gar nicht wie breit gefächert und interessant das thematische Aufgabenspektrum in der Verwaltung sein kann, die leider oft als nicht besonders interessant wahrgenommen wird.

Was sollten Deiner Meinung nach Studieninteressierte mitbringen, also was für Interessen sollten sie haben, wenn sie sich für den Bachelor Städtebau und Stadtplanung oder den Master Stadtplanung an der BTU einschreiben wollen?
Auf jeden Fall sollten die Studieninteressierten viel Zeit mitbringen, da die meisten Projekte einen sehr hohen Zeitaufwand haben. Außerdem sind Durchhaltevermögen, Selbstdisziplin und natürlich Kreativität nicht verkehrt. Ich glaube, dass man sich einfach auf das Studium einlassen muss, dann wird man auch sehr viel Spaß haben. Bereut habe ich meine Studienwahl sowie meine Zeit an der BTU nie und würde das Studium jederzeit wieder so machen.

Wie war es für Dich den Campus in Cottbus mal wieder zu besuchen?
Es war ein schönes Gefühl, mal wieder auf dem Campus zu sein. Durch die Pandemie hatte ich auch vor meinem Bachelorabschluss das Unigelände nicht mehr allzu regelmäßig gesehen. In dem vergangenen Jahr ist auch einiges geschehen auf dem Gelände. Durch die Veranstaltung konnte ich auch mal einen Blick in das neue Gründungszentrum werfen und einen Einblick in interessante Projekte aus anderen Studiengängen erhalten. Auch hier bin ich wieder dankbar dafür, was mir meine Arbeit alles ermöglicht.

Was vermisst Du am meisten aus Deiner Studienzeit in Cottbus?
Natürlich meine Kommilitonen und die ganzen Gespräche und den Unsinn, den man während der etlichen Nachtschichten getrieben hat. Definitiv auch die Ateliers, die Modellbauwerkstatt und die zum Teil sehr angenehme Arbeitsatmosphäre mit einigen Dozenten und Professoren.

Kontakt

Daniel Ebert
ALUMNI
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