Berufsperspektiven

Bereits heute spielt sich Bautätigkeit in hohem Maße im Bestand ab. Dieser Trend zur Instandsetzung und gegebenenfalls Umnutzung bestehender Bauten anstelle von Abbruch und Neubau wird sich in der nahen Zukunft weiter verstärken: Es wird geschätzt, dass sich zwei Drittel aller Baumaßnahmen im Bestand abspielen werden. Hierin zeigt sich die Tendenz zu schonenderem Umgang mit der gebauten Umwelt. Die Gründe für diese Tendenz liegen nicht nur in den Erhaltungsauflagen der Denkmalpflege und in dem Wunsch der Öffentlichkeit, die Identität gewachsener Siedlungen erhalten zu sehen: Ganz allgemein erfordert die Endlichkeit der zur Verfügung stehenden Flächen und anderer Ressourcen den vernünftigen und sparsamen Umgang mit ihnen.

Die Förderung von fachlicher Kompetenz in diesem Bereich liegt also einerseits im öffentlichen Interesse; andererseits eröffnen sich hier zukunftsträchtige neue Berufsfelder. Der adäquate Umgang mit Altbauten verlangt jedoch Kenntnisse und Fähigkeiten, die über jene hinausreichen, die normalerweise im Studium der Architektur oder des Bauingenieurwesens vermittelt werden. In diesem Bereich gibt es nur sehr wenige Qualifikationsangebote von Seiten der Hochschulen. Gegenüber dem seit Jahren eingeführten universitären Aufbaustudium für Denkmalpflege in Bamberg und dem ihm ähnlichen neuen Aufbaustudium für Denkmalpflege an der TU Berlin stellt das Cottbuser Studiengangsmodell keine Konkurrenz, sondern eine sinnvolle Erweiterung des Angebotes dar. Während Bamberg und Berlin stark auf Denkmalpflege im engeren Sinn und auf Bauforschung orientiert sind, sollen an der BTU keineswegs nur die hochrangigen und gesetzlich geschützten Kulturdenkmale Gegenstand der Auseinandersetzung sein; das postgraduale Studium will gerade auch den ökologisch verantwortungsbewussten Umgang mit dem viel breiteren Bestand an historischen Bauten fördern.

Mit der so skizzierten Orientierung kann das Ziel von Existenzgründungen sowie von Anschlussarbeitsplätzen im Bereich qualifizierter Handwerker verfolgt werden. Darüber hinaus wird längerfristig eine Steigerung der Qualitätsniveaus im Bereich Altbausanierung angestrebt.

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