Lausitzer Tagebaufolgelandschaften als UNESCO Welterbe ("LIL-Welterbe") Ein Verbundvorhaben im Rahmen des WIR! Bündnisses Land-Innovation-Lausitz (LIL)

Das Verbundvorhaben

LIL-Welterbe stellt den Kontext der historischen Entwicklung der Kulturlandschaft des Lausitzer Reviers bis zum heutigen Stand her. Im Rahmen des Braunkohleabbaus hat sich in der Lausitz bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts eine Tradition der Entwicklung innovativer Landnutzungsstrategien entwickelt, auf der die heutige Forschung aufgebaut werden kann. In diesem Kontext verfolgt die „Welterbestudie: Lausitzer Tagebaufolgelandschaften als UNESCO Welterbe“ das Ziel, über den Zeitraum von 18 Monaten, die Welterbefähigkeit der Lausitzer Tagebaufolgelandschaften abzuwägen. Das Projekt soll durch internationale Anerkennung einen neuen, positiv behafteten Zugang zur regionalen Geschichte des Braunkohleabbaus und der damit verbundenen Landschaftsinnovation schaffen. Zusätzlich zu einer gesteigerten regionalen Identität ist auch ein ökonomischer Nutzen der Welterbeinitiative, insbesondere im Bereich des Kulturtourismus, zu erwarten. Im Rahmen des Projektes wird zudem eine Publikation ausgearbeitet und eine Konferenz veranstaltet, die den Wertschöpfungsdiskurs in den Fokus rücken.

Die Partner im Verbund

Das Verbundvorhaben basiert auf der Zusammenarbeit von drei Partnerinstitutionen. Der Verbundpartner Sorbisches Institut e.V. (SI) beschäftigt sich in seiner Forschung im Rahmen des Projektes sowohl mit dem Wechselspiel traditionell sorbischer Landnutzungsformen mit der vorliegenden Landschaftsinnovation als auch mit der Unterbrechung und Weiterführung sorbischer Traditionslinien. Es soll erörtert werden, welche Landnutzungsformen in der Lausitz vor Beginn des Braunkohleabbaus bestanden und welchen Einfluss diese auf die weitere Entwicklung der Region hatten. Hierdurch soll der Verlust, der durch vom Kohleabbau bedingte Umsiedlungsprozesse erfahren wurde, anerkannt und zukunftsgerichtet aufgearbeitet werden.

Die Brandenburgisch Technische Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) wiederum legt den Fokus auf die Identifikation der verschiedenen Landschaftstypen und Landschaftsgestaltungstechnologien, um diese entsprechend zu kartieren und in einer Datenbank greifbar machen zu können. Insbesondere das auf der Rekultivierung des Braunkohleabbaus basierende Industrieerbe der Region, welches von der regionalen Politik immer mehr im Fokus rückt, soll identifiziert und dokumentiert werden.

Das Hauptziel des Verbundvorhabens ist die Erarbeitung eines Antrags für die Aufnahme auf die deutsche Tentativliste des UNESCO Welterbes, welcher 2021 eingereicht und anschließend bis 2024 seitens des Bundes geprüft wird. Hierfür definiert das Institute for Heritage Management GmbH (IHM) basierend auf den Forschungsergebnissen der Verbundpartner die Attribute, die von potentiellem außergewöhnlichem universellem Wert sind und bewertet diese hinsichtlich ihrer Authentizität und Integrität.

WIR! Bündnis Land-Innovation-Lausitz (LIL)

http://land-innovation-lausitz.de

Das Verbundvorhaben „LIL-Welterbe“ ist Teil des Bündnisses „Land-Innovation-Lausitz (LIL)“, welches vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Förderprogramms „WIR! – Wandel durch Innovation in der Region“ gefördert wird. Land-Innovation-Lausitz fördert Projekte im Kontext einer innovativen, klimaangepassten und ressourcenschonenden Landnutzung, mit dem Ziel, in der Lausitz ein Real-Labor für nachhaltigen Bioökonomie zu schaffen.

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