Forschung

Soziale Strukturen und Lebenswelten werden analytisch und methodisch in institutionellen sowie in regionalen Kontexten untersucht. Technische und materielle Strukturen werden als Teile dieser Lebenswelten aufgefasst, auf die sich Menschen mit sinngebendem Handeln beziehen. Betrachtet werden relevante Faktoren für die soziale und kulturelle Entwicklung, die zu einer guten Lebensqualität, aber auch jene, die zu Beeinträchtigungen führen. Dies geschieht in einer Region, die sowohl einem tiefgreifenden demographischen Wandel als auch massiven strukturellen und sozioökonomischen Herausforderungen unterliegt. Die wissenschaftliche Begleitung bei der Bewältigung dieser Transformationsprozesse zielt auf Partizipation und nachhaltige Entwicklung. Sie liefert über die konkrete Region hinausgehende Erkenntnisse für gesellschaftlichen Strukturwandel.

Methoden und Ansätze

Durch die Spezifika der Sozialen Arbeit und ihren wissenschaftlichen Bezugsdisziplinen werden qualitative, interpretativ angelegte Forschungen ebenso wie mixed method designs präferiert. Hierbei spielen interdisziplinäre Ansätze und partizipative Settings eine besondere Rolle. Mixed Method Designs gewinnen auch in der Forschung der Sozialen Arbeit an Bedeutung.

Themenfelder

In Anbetracht aktueller Herausforderungen für die Soziale Arbeit werden Themenfelder in den Mittelpunkt gerückt, die von besonderer Bedeutung für den regionalen Bezug des Instituts sind:

  • Soziale Bedarfe und soziale Institutionen in strukturschwachen Regionen (z.B. Bergbaufolgen, regionale Strukturpolitik, Sicherung der lokalen Daseinsfürsorge)
  • Herausforderungen und Potentiale im Umgang mit transformations-gesellschaftlichen Erfahrungen[1]
    • im Nachgang der friedlichen Revolution 1989 und den strukturellen Veränderungen in den 1990er Jahren
    • den sozialökologischen Veränderungen im Kontext des Kohleausstiegs und den einhergehenden Herausforderungen auf die globalen Klimaveränderungen
  • Demografischer Wandel
  • Kulturelle Bildung in der Transformationsgesellschaft zwischen Kunst und Sozialer Arbeit
  • Familienforschung in der Sozialen Arbeit: Bedarfe von Familien im Kontext von Transformations- und Modernisierungserfahrungen und Gestaltung von Unterstützungs- und Beratungsangeboten für Familien
  • Globalisierung und Migration (z.B. Untersuchungen zu Migrationssozialarbeit, Forschungen zu Strukturen der Internierung von Geflüchteten)
  • Exklusions- und Inklusionsprozesse (z. B. Partizipation im Rahmen der „Sozialen Stadt“, Forschungen zu Totalen Institutionen, Kulturelle Bildung im ländlichen Raum, Transkulturalität und Diversität in der ästhetisch-medialen Praxis)
  • Demokratieförderung und Prävention von Rechtsextremismus und Rechtspopulismus und den hierauf bezogenen Potentialen Sozialer Arbeit, insbesondere der Gemeinwesenarbeit in der Region Lausitz
  • Hilfeplanung und qualitative Forschungsvorhaben im Bereich Psychiatrie, Biografie und Kommunikation, insbesondere Kinder aus suchtbelasteten Familien, Menschen mit FASD, Videointeraktionsanalysen und Recovery, sexualisierter Gewalt
  • Blended Learning
  • Zukunftsfragen und Wertschöpfungsprozesse in der Sozialwirtschaft
  • Innovationen durch Sozial-Entrepreneurship.

[1]          Diese Themen werden im Graduiertenkolleg sowie im aktualisierten Schwerpunkt des generalistischen Masterprogramms bearbeitet.

Projekte

Forschungsprojekte der Professor*innen lassen sich auf den jeweiligen Seiten der Fachgebiete finden.

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