Leitstrategien nachhaltiger Mobilität im ländlichen Tourismus Handlungsansätze in der Lausitz am Beispiel des Spreewaldes und des Lausitzer Seenlandes

Das Working Paper untersucht Leitstrategien nachhaltiger Mobilität im ländlichen Tourismus am Beispiel der Lausitz, mit Fokus auf die Tourismusregionen Spreewald und Lausitzer Seenland. Grundlage ist das Konzept der drei Leitstrategien nachhaltiger Mobilität – Suffizienz (vermeiden), Konsistenz (verlagern) und Effizienz (verbessern) –, die als strategischer Rahmen für eine sozial-ökologische Mobilitätswende etabliert sind. Eine systematische Übertragung auf die touristische Mobilität blieb bislang jedoch weitgehend unberücksichtigt. Ziel der Untersuchung ist es, Handlungsansätze nachhaltiger touristischer Mobilität in beiden Regionen zu identifizieren und den Leitstrategien zuzuordnen. Methodisch kombiniert das Working Paper eine qualitative Dokumentenanalyse von zwölf tourismusbezogenen Konzeptpapieren mit drei leitfadengestützten Expert*inneninterviews. Die Analyse ergibt fünf zentrale Handlungsansätze: (1) Ausbau des ÖPNV, (2) Qualifizierung des Fahrradtourismus, (3) Antriebswende über E-Mobilität, (4) Besucher*innenlenkung sowie (5) Gästekarten mit kostenfreier Nutzung des ÖPNV. Die Ergebnisse zeigen, dass bestehende Handlungsansätze vorrangig auf Optimierung (Effizienz) und Verlagerung (Konsistenz) setzen. Eine tiefgreifende Transformation touristischer Mobilität erfordert jedoch auch die Integration suffizienzorientierter Strategien. Nur die kombinierte Anwendung aller drei Leitstrategien bietet die Möglichkeit, die Herausforderungen nachhaltiger touristischer Mobilität in ländlichen Räumen umfassend zu bewältigen.

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