Als Institut gestalten wir Raum – bewusst, verantwortungsvoll und auf der Basis der Menschenrechte

Wir planen und gestalten physische Räume. Wir wirken direkt und indirekt auf soziale Verhältnisse ein. So prägen wir die Lebenswirklichkeiten mit, in denen Menschen leben und miteinander in Beziehung treten. Planung und Gestaltung sind niemals neutral. Umso höher ist die Verantwortung, die mit diesen Aufgaben einhergeht. Denn beides wirkt oft über Jahrzehnte hinweg. Deshalb verstehen wir unsere Arbeit als aktiven Beitrag zur Mitgestaltung der Gesellschaft.

Unsere Arbeit beruht auf der Basis von bestimmten Werten. Wir stellen die Menschen in ihrer Vielfalt und die Würde jedes Einzelnen in den Mittelpunkt. Daraus folgt das Selbstverständnis, dass wir jeder Form von Diskriminierung entschieden entgegentreten. Wir lassen es in unserer Arbeit also nicht zu, dass ein Mensch aufgrund seiner Eigenschaften benachteiligt, ausgegrenzt oder erniedrigt wird. Jegliche Form der Menschenfeindlichkeit lehnen wir grundsätzlich ab.

Wir verstehen Planung als zukunftsorientierten Prozess: experimentierfreudig, mutig und offen für neue Ideen, um die Transformation von Stadt, Landschaft und Raum aktiv zu gestalten. Dabei ist uns wichtig, dass wir unser Handeln und unser Verständnis von Lehre kritisch reflektieren und den Bedarfen der Zeit anpassen.

Unser Tun steht im Spannungsfeld zwischen sozialen, ökologischen und ökonomischen Anforderungen. Wir sind uns der Tragweite und Langfristigkeit von Entscheidungen bewusst – sie betreffen das Gemeinwohl, die Umwelt und künftige Generationen. Unsere Haltung gründet auf dem Anspruch von Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit. Wir wirken darauf hin, dass der Zugang zu (Raum-)Ressourcen für alle gerechter verteilt ist. Das bedeutet, dass wir unter- und ungenutzte städtische Räume aktivieren und gemeinsam mit den Nutzenden gestalten wollen. Wir streben ein generationengerechteres und faires Zusammenleben an.

Planung ist gesellschaftliche Verantwortung.
Wir gestalten nicht im luftleeren Raum: Der gebaute Raum steht in einem engen Wechselverhältnis zum Zusammenleben. Die Planung in Stadt und Region schließt ein, dass wir aufmerksam beobachten, wie sich die Gesellschaft verändert – mit dem Anspruch, Inklusion zu fördern, also alle Menschen in ihrer Vielfalt und trotz möglicher Benachteiligungen einzubeziehen. Damit machen wir Teilhabe und soziale Gerechtigkeit im Sinne des Gemeinwohls möglich. Dazu gehört für uns auch, dass wir Ungleichheiten in der Gesellschaft abbauen und ausgrenzenden Strukturen unmissverständlich entgegentreten. Inklusive Planung ist Ausdruck aktiver Teilhabe an Demokratie und Gesellschaft. Dabei stehen wir als Planende in engem Austausch mit anderen fachlichen Disziplinen, Institutionen und der Zivilgesellschaft. Planung gelingt nur miteinander.

Wir handeln ökologisch und nachhaltig.
Unsere Verantwortung reicht über den Menschen hinaus. Die ökologischen Grundlagen des Lebens müssen integraler Bestandteil jeder Planung sein. Ökologische Nachhaltigkeit ist für uns keine Option, sondern eine Verpflichtung. Damit übernehmen wir Verantwortung für kommende Generationen und denken über lokale Grenzen hinaus: Globale Zusammenhänge wie die Klimakrise, planetare Grenzen, Flucht und Migration und Ressourcenknappheit prägen unser Handeln ebenso wie die Verantwortung für unsere unmittelbare Umwelt. Eine in die Zukunft gerichtete Planung darf diese Herausforderungen unter keinen Umständen ausklammern.

Wir schaffen Raum für Diskurs.
Wir fördern eine offene Planungs- und Diskussionskultur – auch bei uns in der Lehre machen wir unterschiedliche Perspektiven sichtbar und verhandeln darüber miteinander. Planung ist kein einseitiger Prozess – sie lebt vom Austausch auf Augenhöhe, von Dialog und respektvoller Auseinandersetzung. Unsere Haltung vermittelt Werte: Offenheit, Respekt, Mitgestaltung und Verantwortung. Wir streben nach Vielfalt und gleicher Teilhabe aller.

Wir sehen Bildung als Schlüssel zu einer lebendigen Demokratie
Wir lehren, lernen und vermitteln.Als Institut sehen wir uns in der Verantwortung, ein tiefgehendes Verständnis für Gestaltung und Planung als gesellschaftliche und politische Aufgabe zu vermitteln. Unsere Lehre fördert eine kritische Reflexion der eigenen Rolle als Planende – über das Gestalten von Stadt und Region hinaus hin zur Mitgestaltung von Gesellschaft. Bildung sehen wir dabei als Schlüssel zu einer lebendigen Demokratie. Digitale Werkzeuge nutzen wir verantwortungsvoll. Damit ermöglichen wir Transparenz, Teilhabe und neue Formen des Dialogs.