Manifest für einen offenen Campus

Der Campus der BTU Cottbus-Senftenberg und die Stadt Cottbus stehen in einem wechselseitigen, potenzialreichen Verhältnis zueinander: Während die Universität kontinuierlich Impulse für Wissen, Innovation und kulturelle Vielfalt gibt, bietet Cottbus mit seinem historischen, sozialen und räumlichen Gefüge einen inspirierenden Kontext für Lehre, Forschung und städtisches Leben. Dennoch ist der Campus räumlich wie funktional vom Stadtkern getrennt. Neben physischen Barrieren erschweren auch mentale Hemmschwellen und eine geringe Nutzungsvielfalt seine Integration in den öffentlichen Raum. Im Seminar „Beteiligungsprozesse in Stadt- und Regionalplanung“ untersuchten Studierende daher, wie räumliche, programmatische und soziale „Trittsteine“ geschaffen werden können, um den Campus stärker mit dem städtischen Alltag zu verknüpfen. Ausgangspunkt war eine Analyse informeller Beteiligungsverfahren, aus der ein „Katalog der Beteiligung“ als methodischer Werkzeugkasten hervorging. Darauf aufbauend realisierten die Studierenden zwei konkrete Formate: eine Zukunftswerkstatt mit über fünfzig Teilnehmenden sowie einen Stadtspaziergang, der den Campus als Teil des öffentlichen Raums erfahrbar machte. Die Ergebnisse wurden in einer Ausstellung präsentiert und in einem Manifest zusammengeführt, das konkrete Handlungsempfehlungen an die Stadt Cottbus und die BTU formuliert. Ziel ist es, den Campus als offenen, urbanen Freiraum für alle Stadtbewohner:innen zu verankern und die Trennung zwischen Universität und Stadt nachhaltig zu überwinden.

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