NAT'26 in Berlin: Neuroadaptive KI und Brain-Computer-Interfaces als Zukunftstechnologien

Wie können Technologien den mentalen Zustand eines Menschen erkennen und sich in Echtzeit daran anpassen? Mit dieser Frage beschäftigte sich die NAT'26 – Neuroadaptive AI Conference in Berlin und bot spannende Einblicke in aktuelle Entwicklungen rund um neuroadaptive KI und Brain-Computer-Interfaces (BCIs).

Im Rahmen der NAT'26 - Neuroadaptive AI Conference in Berlin hatte das Team des Lausitz Science Park die Gelegenheit, aktuelle Entwicklungen in diesem Zukunftsfeld kennenzulernen. Die Teilnahme erfolgte auf Einladung von Prof. Dr. Thorsten O. Zander, Professor an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg und Mitgründer von Zander Labs.

Die Konferenz brachte Forschende, Start-ups und Industrievertreter:innen zusammen, um über den aktuellen Stand neuroadaptiver KI sowie ihre zukünftigen Einsatzmöglichkeiten zu diskutieren.

Technologie, die den Menschen versteht

Neuroadaptive Systeme nutzen Signale des Gehirns und des Körpers, um den Zustand eines Menschen - beispielsweise Aufmerksamkeit, Stress, Ermüdung oder kognitive Belastung - zu erfassen. Ziel ist es, dass sich nicht länger der Mensch an die Technik anpassen muss, sondern die Technologie den Menschen versteht und sich an dessen Bedürfnisse anpasst. Dadurch entstehen neue Möglichkeiten für eine intuitivere, personalisierte und menschenzentrierte Nutzung künstlicher Intelligenz.

Vielfältige Anwendungsfelder

Die Einsatzmöglichkeiten reichen dabei weit über die Forschung hinaus. Neuroadaptive Technologien könnten künftig unter anderem im Gesundheitswesen, in der Mobilität, im Bildungsbereich, im Gaming, in sicherheitskritischen Anwendungen sowie bei der nächsten Generation der Mensch-Computer-Interaktion zum Einsatz kommen. Im Mittelpunkt vieler Diskussionen stand die Frage, wie diese Technologien innerhalb der kommenden Jahre Teil unseres Alltags werden könnten und welche technologischen, ethischen und gesellschaftlichen Herausforderungen damit verbunden sind.

Von der Forschung in die Anwendung

Ein besonderer Schwerpunkt der Veranstaltung lag auf dem Motto „From Lab to Market - Translating Science into Impact“. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie wissenschaftliche Erkenntnisse in marktfähige Produkte und nachhaltige Geschäftsmodelle überführt werden können.

Dabei bot sich die Gelegenheit, mit innovativen Unternehmen und Start-ups aus dem Bereich der neuroadaptiven KI ins Gespräch zu kommen, darunter Neurorium, AURYAL und Netholabs, die mit ihren Entwicklungen das wachsende Ökosystem rund um Brain-Computer-Interfaces und neuroadaptive Technologien mitgestalten.

Veranstaltungen wie die NAT'26 zeigen, wie eng die Bereiche Künstliche Intelligenz, Neurowissenschaften und Deep Tech inzwischen zusammenwachsen. Für den Lausitz Science Park sind solche Entwicklungen von besonderem Interesse, da neuroadaptive Technologien künftig wichtige Impulse für neue Forschungskooperationen, Ausgründungen und innovative Geschäftsmodelle liefern könnten.

Kontakt

Olga Isupova
HVP Forschung und Transfer
T +49 (0) 160 975 89840
olga.isupova(at)b-tu.de
Teilnehmende der NAT'26 – Neuroadaptive AI Conference in Berlin. Foto: Olga Isupova, Lausitz Science Park.
Von links nach rechts: Dr. Marius Klug, Prof. Dr. Thorsten O. Zander und Dr. Thomas Ramge während einer Diskussionsrunde auf der NAT'26. Foto: Olga Isupova, Lausitz Science Park.
Tom Pudil von Zander Labs beim Echtzeit-Test eines Brain-Computer-Interfaces (BCI). Foto: Olga Isupova, Lausitz Science Park.
André Röhrig vom Lausitz Science Park (links) mit Prof. Dr. Thorsten O. Zander. Foto: Olga Isupova, Lausitz Science Park.