Innovationszentrum Moderne Industrie Brandenburg Passgenaue Lösungen für die Industrie 4.0 in der Praxis

Eine starke Industrie ist die Basis wirtschaftlichen Erfolgs in Brandenburg. Besonders kleine und mittelständische Unternehmen stehen vor der Herausforderung digitale Infrastrukturen zu schaffen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Eine neue Anlauf- und Beratungsstelle für Unternehmen, die sich den Herausforderungen der zunehmenden Vernetzung von Produktion und Informationstechnologien stellen wollen, ist das "Innovationszentrum Moderne Industrie Brandenburg". Unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Ulrich Berger arbeitet der Lehrstuhl Automatisierungstechnik gemeinsam mit regionalen Partnern an der Entwicklung intelligenter Produktionseinheiten.

Das Herzstück der Plattform ist das Angebot sogenannter Innovations-Check-Ups. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Innovationszentrum analysieren den Modernisierungsbedarf in Betrieben. Die Empfehlungen können dann mit Unterstützung brandenburgischer Hochschulen und außeruniversitärer Einrichtungen umgesetzt werden. Zudem können sich Unternehmen in einer Modellfabrik in Cottbus die Möglichkeiten von Digitalisierung und Automatisierung anhand von Beispielen demonstrieren lassen.

Kern der Arbeiten des BTU-Fachgebiets ist die Anpassung vorhandener Basistechnologien auf die Besonderheiten der sich wandelnden Anforderungen an die Produktions- und Automatisierungstechniken im Sinne von Industrie 4.0. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler entwickeln maßgeschneiderte technologische Lösungsansätze auf anwendungsbezogene Fragestellungen − insbesondere kleiner und mittlerer Unternehmen − in den Handlungsfeldern: 

  • durchgängige Digitalisierung der Unternehmensprozesse und Wertschöpfungsketten
  • Wandlungsfähigkeit und Flexibilität von Produktion und Service durch Mechanisierung und Automatisierung
  • Gestaltung einer sicheren und schnellen Datenübertragung
  • intelligente Fertigungszellen und Assistenzsysteme

In verschiedenen Laboren, welche modern ausgestattet und in ihrer technischen Ausprägung konsequent industriekonform gehalten sind, stehen Maschinen und Anlagen für Forschungs- und Entwicklungsarbeiten auf den Gebieten der Steuerungs- und Automatisierungstechnik, Robotersysteme und numerisch gesteuerte Bearbeitungsmaschinen zur Verfügung. Diese bilden die Grundlage für die Erarbeitung von Konzepten zur Digitalisierung von Produktion und Fertigung, für die Integration und Vernetzung heterogerner Steuerungssysteme zur Industrieautomation und für die Konzeption von innovativen Mensch-Roboter-Kooperationsmodellen.                       

Industrie 4.0 – digitale Vernetzung industrieller Prozesse

Von der Idee über die Produktion bis hin zur Anlieferung beim Kunden – die digitale Vernetzung aller industriellen Prozesse ermöglicht die Entwicklung optimierter Standards in Produktion und Logistik. Industrie 4.0 verbindet die Elektrotechnik, die Informationstechnik sowie den Maschinen- und Anlagenbau im Internet der Dinge. Die intelligente Vernetzung von Roboterarmen automatisiert ganze Produktionsstrecken. Fließbänder transportieren Waren über den Köpfen der Besucher.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWI) tragen dieser Entwicklung Rechnung und haben mit dem "Zukunftsprojekt Industrie 4.0" ein Programm zur Förderung des Mittelstandes bei der Realisierung, der Entwicklung von Standards, der IT-Sicherheit und der Qualifizierung der Unternehmen aufgelegt.

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