Versicherungsschutz

Es ist sehr wichtig, dass Sie selbst für Ihren ausreichenden Versicherungsschutz sorgen, da mit dem Erasmus+-Programm keinerlei Versicherungsschutz verbunden ist.

Sie benötigen folgende Versicherungen:

  • Krankenversicherung

    Normalerweise wird eine Grundversorgung während des Aufenthaltes im Ausland durch die nationale Krankenversicherung des Begünstigten über die Europäische Versicherungskarte abgedeckt. Die Abdeckung über die Europäische Versicherungskarte oder eine private Versicherung ist gegebenenfalls nicht ausreichend, insbesondere in Fällen eines notwendigen Rücktransportes oder besonderen medizinischen Interventionen. Deshalb ist eine zusätzliche private Krankenversicherung für den Praktikumszeitraum sinnvoll.
     
  • Haftpflichtversicherung (Schäden, die vom Praktikanten am Arbeitsplatz verursacht werden)

    Eine Haftpflichtversicherung deckt Schäden ab, die der Praktikant während seines Auslandsaufenthaltes verursacht (unabhängig davon, ob der Schaden am Arbeitsplatz verursacht wird oder nicht). In den am Erasmus+-Programm teilnehmenden Ländern existieren unterschiedliche Modelle der Haftpflichtversicherung. Der Praktikant setzt sich damit dem Risiko aus, nicht ausreichend versichert zu sein. Der Praktikant muss prüfen, ob Versicherungsschutz für Schäden, die am Arbeitsplatz verursacht werden, besteht. In Ländern, in denen nationale Regelungen dies nicht verpflichtend vorsehen, kann die Gasteinrichtung nicht zum Abschluss einer solchen Versicherung gezwungen werden. Die Versicherung muss in diesem Fall durch den Praktikanten abgeschlossen werden. Private Haftpflichtversicherungen versichern nur gegen Haftpflichtschäden im privaten Bereich, nicht gegen Schäden am Arbeitsplatz.
     
  • Unfallversicherung (Unfälle des Praktikanten am Arbeitsplatz)

    Eine Unfallversicherung am Arbeitsplatz deckt Schäden ab, die der Praktikant durch Unfälle am Arbeitsplatz erleidet. In vielen Ländern sind Angestellte bei Unfällen am Arbeitsplatz durch den Arbeitgeber versichert. In welchem Umfang dieser Versicherungsschutz auch für Erasmus+-Praktikanten greift, kann in den am Programm teilnehmenden Ländern variieren.
    Der Praktikant muss prüfen, ob Versicherungsschutz für Unfälle am Arbeitsplatz besteht. In Ländern, in denen nationale Regelungen dies nicht verpflichtend vorsehen, kann die Gasteinrichtung nicht zum Abschluss einer solchen Versicherung gezwungen werden. Die Versicherung muss in diesem Fall durch den Praktikanten abgeschlossen werden. Private Unfallversicherungen versichern nur gegen Unfälle im privaten Bereich, nicht gegen Unfälle am Arbeitsplatz.
    Die Gesetzliche Unfallversicherung, über die Sie während Ihres Studiums an der Heimathochschule versichert sind, gilt nicht während Ihres Auslandspraktikums (siehe Schreiben der Unfallkasse Brandenburg ).

Sie haben dann die Möglichkeit des Abschlusses einer kombinierten Kranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherung bei der DAAD-Versicherungsstelle (Studenten-Tarif 720, 32,00€/Monat (siehe Merkblatt des DAAD für Studenten) bzw. Absolventen-Tarif 726, 64,00€/Monat (siehe Merkblatt des DAAD für Absolventen), die den kompletten, für eine Erasmus+-Förderung notwendigen Versicherungsschutz umfasst. Siehe DAAD-Gruppenversicherung

Diese Versicherung hat jedoch nur Gültigkeit für die Dauer der Förderung. Längere Aufenthalte müssen Sie gesondert versichern.

Wichtig! Kündigen Sie nicht Ihre deutsche gesetzliche Krankenversicherung.

Sie müssen den entsprechenden Versicherungsschutz gegenüber dem LEONARDO-Büro vor Antritt des Praktikums in einer Versicherungserklärung nachweisen. (Download für Studenten, Download für Absolventen)