Interview mit der BTU Alumna Amalu Joseph (AI)

"Ich entschied mich für die BTU aufgrund ihres starken akademischen Lehrplans, ihres forschungsorientierten Ansatzes und der Möglichkeit, in einem internationalen Umfeld zu studieren."

Amalu Joseph kam aus Indien nach Cottbus, um Künstliche Intelligenz zu studieren. Zuvor studierte sie am Mary Matha Arts & Science College in Indien und verfügt über mehrjährige Berufserfahrung als Softwareentwicklerin sowie Web- und Frontend-Entwicklerin in Indien, Berlin und Dortmund. Nun hat sie ihre Masterarbeit zum Thema „Zuverlässigkeitsstudie zum Transfertraining bei KI-basierten Objekterkennungsaufgaben in Bildern unter Verwendung von YOLO“ in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Photonik und Mikrosysteme IPMS abgeschlossen und damit eine Brücke zwischen akademischer Forschung und praktischer industrieller Anwendung geschlagen.

Hallo Amalu Joseph, wie kam es dazu, dass Sie an der BTU einen Masterstudiengang in KI absolviert haben, und wie waren Ihre Erfahrungen hier?
Mein Interesse an künstlicher Intelligenz entwickelte sich während meiner beruflichen Tätigkeit als Softwareentwicklerin und Frontend-Entwicklerin. Während ich in Indien an Softwarelösungen arbeitete, interessierte ich mich zunehmend dafür, wie KI eingesetzt werden kann, um reale Probleme zu lösen und bestehende Technologien zu verbessern. Das motivierte mich, einen Masterstudiengang mit Spezialisierung auf KI zu absolvieren. Ich entschied mich für die BTU aufgrund ihres starken akademischen Lehrplans, ihres forschungsorientierten Ansatzes und der Möglichkeit, in einem internationalen Umfeld zu studieren. Meine Zeit an der BTU war sowohl akademisch als auch persönlich sehr bereichernd. Der Studiengang vermittelte eine solide Grundlage in KI-Konzepten und förderte gleichzeitig die praktische Umsetzung durch Projekte und Forschungskooperationen. Ich schätzte auch das unterstützende Lernumfeld und die Möglichkeit, mit Studierenden und Forschenden mit unterschiedlichem Hintergrund in Kontakt zu treten.

Sie hatten bereits Berufserfahrung und haben auch während Ihres Studiums gearbeitet. Wie wichtig sind diese praktischen Erfahrungen für Ihre Karriere?
Ich halte praktische Erfahrung für meine berufliche Entwicklung für äußerst wertvoll. Meine bisherigen Berufserfahrungen halfen mir, akademische Themen mit einer praxisorientierteren und lösungsorientierteren Herangehensweise anzugehen, und unterstützten mich dabei, neue Stellenangebote in Deutschland zu finden. Gleichzeitig ermöglichte mir das Studium der KI, mein theoretisches Verständnis zu vertiefen und es auf anspruchsvolle technologische Herausforderungen anzuwenden. Die Arbeit während meines Studiums half mir zudem, wichtige berufliche Fähigkeiten wie Zeitmanagement, Kommunikation, Teamarbeit und Anpassungsfähigkeit zu verbessern. Die Kombination von Praxiserfahrung mit akademischem Wissen verschaffte mir eine ausgewogene Perspektive und bereitete mich gut auf reale KI-Anwendungen und interdisziplinäre Zusammenarbeit vor.

Wie haben Sie während Ihres Studiums in Cottbus Ihre Jobs gefunden?
Ich nutzte hauptsächlich LinkedIn und suchte aktiv nach Stellenangeboten im Bereich Softwareentwicklung und KI. Ich verfolgte regelmäßig Stellenanzeigen von Unternehmen, knüpfte Kontakte zu Fachleuten der Branche und bewarb mich auf Stellen, die meinen Fähigkeiten und Interessen entsprachen. Proaktiv zu bleiben, meine technischen Fähigkeiten kontinuierlich zu verbessern und ein starkes berufliches Profil zu pflegen, hat mir geholfen, mir während meines Studiums Jobchancen zu sichern.

Sie haben Ihre Masterarbeit in Zusammenarbeit mit einem Fraunhofer-Institut geschrieben. Wie kam es dazu, und welchen Rat würden Sie Studierenden geben, die gerade ihre eigene Masterarbeit planen?
Die Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS ergab sich aus meinem Interesse an angewandter KI-Forschung und industrieorientierten Projekten. Ich suchte nach einem Thema für meine Abschlussarbeit, um akademische Forschung mit praktischer industrieller Relevanz zu verbinden, insbesondere im Bereich Computer Vision und KI-basierte Objekterkennung. Meine Arbeit konzentrierte sich auf die „Zuverlässigkeitsstudie zum Transfer-Training bei KI-basierten Objekterkennungsaufgaben in Bildern unter Verwendung von YOLO“. Diese Erfahrung ermöglichte es mir, an realen Herausforderungen zu arbeiten und gleichzeitig Einblicke in fortschrittliche Forschungsmethoden und industrielle Anwendungen zu gewinnen. Studierenden, die ihre Masterarbeit planen, würde ich raten, ein Thema zu wählen, das sie wirklich interessiert und mit ihren langfristigen Karrierezielen übereinstimmt. Es ist außerdem wichtig, regelmäßig mit den Betreuern zu kommunizieren, frühzeitig zu beginnen und während des gesamten Forschungsprozesses einen strukturierten Arbeitsablauf beizubehalten. Die Zusammenarbeit mit Forschungsinstituten oder Industriepartnern kann wertvolle praktische Erfahrungen bieten und zukünftige Karrieremöglichkeiten eröffnen.

Nun, da Sie Ihre Masterarbeit abgeschlossen haben, wie geht es für Sie weiter?
Nach Abschluss meines Studiums bin ich als IT-Beraterin und Projektmanagerin bei der Evolvet GmbH in Köln eingestiegen. In dieser Funktion arbeite ich an der Leitung von KI-Projekten und der Unterstützung technologiegetriebener Geschäftslösungen. Ich freue mich darauf, meine Fachkenntnisse in den Bereichen KI, Softwaretechnologien und Projektmanagement weiterzuentwickeln und gleichzeitig zu innovativen und wirkungsvollen Projekten beizutragen.

Kontakt

Daniel Ebert
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