Qualifikationsziele und Berufseinstieg

Am Ende ihres Studiums verfügen die Absolventinnen und Absolventen über ein umfassendes Verständnis zentraler umweltwissenschaftlicher Grundlagen. Sie kennen ökologische, geowissenschaftliche, biologische und sozio-ökonomische Zusammenhänge zwischen Atmosphäre, Wasser, Boden und Gesellschaft. Sie sind in der Lage, wissenschaftliche Methoden wie Literaturrecherche, Datenerhebung, Datenanalyse, Modellierung und Interpretation komplexer Umweltprozesse anzuwenden. 

Durch die interdisziplinäre Ausrichtung des Studiengangs können sie naturwissenschaftliche, technische und gesellschaftliche Perspektiven integrieren und Umweltprobleme ganzheitlich betrachten. Die Absolventinnen und Absolventen können eigenständig Lösungsstrategien für Herausforderungen wie Klimawandel, Umweltverschmutzung, Ressourcenknappheit oder Landschaftsveränderungen entwickeln und können diese wissenschaftlich begründen. 

Das Studium wurde mit der Studienrichtung Umwelttechnik ergänzt und somit verfügen die Absolventinnen und Absolventen über vertiefte Kenntnisse technischer Verfahren zur Lösung umweltrelevanter Fragestellungen. Sie sind in der Lage, Technologien zur Schadstoffreduzierung, Abfallbehandlung, Emissionsminderung und Ressourceneffizienz zu analysieren und anzuwenden. Sie verstehen die Wechselwirkungen zwischen technischen Systemen und ökologischen Kreisläufen und können nachhaltige Lösungen für die Umwelttechnik entwickeln, planen und umsetzen. Durch die Verbindung von ingenieurwissenschaftlichem Wissen mit umweltwissenschaftlichen Grundlagen sind sie befähigt, technische Maßnahmen im Einklang mit ökologischen und gesellschaftlichen Anforderungen zu gestalten.

Umwelttechnik (Forschung und Anwendung innovativer Technologien)

  • Entwicklung und Optimierung umwelttechnischer Verfahren
  • Stoffstrommanagement, Kreislaufwirtschaft und Abfallmanagement
  • Planung und Umsetzung von Maßnahmen im Bereich erneuerbarer Energien und Energieeffizienz

Das grundlegende Studium wurde mit der Studienrichtung Wassermanagement ergänzt und somit können die Absolventinnen und Absolventen Wasserressourcen ganzheitlich bewerten und nachhaltig managen. Sie können Wasserqualität analysieren, hydrologische Prozesse beschreiben und die Auswirkungen menschlicher Nutzung auf aquatische Ökosysteme beurteilen. Mithilfe wissenschaftlicher Methoden sind sie in der Lage, Strategien zum Umgang mit Wasserknappheit, Gewässerverschmutzung sowie klimawandelbedingten Veränderungen in aquatischen Systemen zu entwickeln. Des Weiteren werden sie befähigt technische und ökologische Kenntnisse zu verbinden, um Maßnahmen der Wasserbewirtschaftung fachgerecht zu planen und umzusetzen.

Wassermanagement (Sicherung von Wasserressourcen)

  • Planung, Betrieb und Management wasserwirtschaftlicher Systeme
  • Gewässerentwicklung, Gewässerschutz und Renaturierung
  • Entwicklung und Umsetzung nachhaltiger Konzepte für die Wasserbewirtschaftung

Das grundlegende Studium wurde mit der Studienrichtung Landnutzung ergänzt und somit verfügen die Absolventinnen und Absolventen über vertiefte Kenntnisse ökologischer, klimatischer und geowissenschaftlicher Prozesse in landschaftlichen Systemen. Sie sind gelernt in der Anwendung moderner Messmethoden, Geländetechniken und Datenanalyse-Verfahren und können dadurch ökologische Zustände und Landnutzungskonzepte beurteilen. Sie sind in der Lage nachhaltige Strategien zur Boden- und Landschaftsnutzung zu entwickeln, fachlich fundierte Entscheidungen zu Landschaftsentwicklung und Renaturierung zu treffen und berücksichtigen dabei Biodiversität, Ökosystemfunktionen sowie Erfordernisse der Klimaanpassung.

Landnutzung (Erhalt und Wiederherstellung intakter Landschaften)

  • Naturschutz, Landschaftspflege und Bodenschutz
  • Entwicklung und Umsetzung von Rekultivierungsmaßnahmen (z. B. Sanierung von Tagebau- und Industrieflächen)
  • Fachgutachterliche Tätigkeiten im Bereich Land- und Forstwirtschaft sowie Schutzgebietsmanagement

Das grundlegende Studium wurde mit der Studienrichtung Nachhaltigkeitsstrategien ergänzt und somit verstehen die Absolventinnen und Absolventen gesellschaftliche, politische, ökonomische und rechtliche Rahmenbedingungen nachhaltiger Entwicklung und können diese kritisch analysieren. Sie sind in der Lage Strategien und Konzepte für Umweltpolitik, Governance und Transformationsprozesse zu entwickeln, insbesondere im Kontext von Klimaschutz, Ressourceneffizienz und sozial-ökologischer Nachhaltigkeit. Sie haben gelernt Handlungsoptionen zu formulieren und deren Umsetzung in Politik, Verwaltung oder Organisationen praxisnah zu gestalten.

Nachhaltigkeitsstrategien (Sozioökonomische und rechtliche Lösungen)

  • Nachhaltigkeitsmanagement und CSR-Beratung (Corporate Social Responsibility) in Unternehmen und Organisationen
  • Umweltbezogene Politikberatung und Umweltbildung
  • Umsetzung und Bewertung rechtlicher und regulatorischer Anforderungen im Umweltbereich

Das grundlegende Studium wurde mit der Studienrichtung Systemanalyse ergänzt und somit besitzen die Absolventinnen und Absolventen ausgeprägte mathematisch-methodische Fähigkeiten zur Modellierung, Quantifizierung und Bewertung komplexer Umwelt- und Mensch-Umwelt-Systeme. Sie wenden moderne Methoden der Datenanalyse, Simulation und Modellierung an, um statistische Zusammenhänge zwischen den Systemen abzubilden. Auf dieser Grundlage haben sie erlernt potentielle Handlungsoptionen für nachhaltige Entwicklung, Ressourcenmanagement und ökologische Steuerung herzuleiten und deren Wirksamkeit systematisch zu bewerten.

Systemanalyse (Datenanalytische Herangehensweisen)

  • Analyse und Modellierung komplexer Umwelt- und Ökosystemprozesse (z. B. Klimamodelle, Programmierung)
  • Anwendung von Geoinformationssystemen (GIS) datenbasierten Methoden
  • Risikoanalysen und Entwicklung von Prognoseerstellung

Das grundlegende Studium wurde mit der Studienrichtung Stadt- und Regionalplanung ergänzt und somit verbinden die Absolventinnen und Absolventen Kenntnisse der Umweltwissenschaften mit räumlichen Planungsmethoden. Sie analysieren raumbezogene Daten, wenden planerische Instrumente an und integrieren Umwelt-, Sozial- und Wirtschaftsaspekte in Planungs- und Entscheidungsprozesse. Sie sind in der Lage, klimaresiliente und lebenswerte Städte und Regionen zu gestalten und Transformationsprozesse in Bereichen wie Mobilität, Energie oder Flächennutzung aktiv zu begleiten.

Stadt- und Regionalplanung (Planung urbaner Lebensräume)

  • Entwicklung nachhaltiger Stadt- und Regionalentwicklungskonzepte
  • Umweltverträglichkeitsprüfungen (UVP) und raumbezogene Planungsverfahren
  • Mitwirkung an Transformations- und Strukturwandelprozessen