Gebäude Energiewende - Systematische Transformation der Wärmeversorgung von Wohngebäuden

Laufzeit: August 2013 - Oktober 2016

Gefördert durch: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Berlin

Projektpartner: Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) GmbH, gemeinnützig, Berlin; Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) Aachen; co2online gGmbH, Berlin; Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH)

Projektbeschreibung: Zentrales Ziel des Projekts ist die Identifizierung von Entwicklungsoptionen für die Wärmeversorgung des Wohngebäudebestands, die sozial verträglich, durch die beteiligten Akteure akzeptiert und ökonomisch sowie ökologisch vorteilhaft eine Senkung des Primärenergiebedarfs um mindestens 80 % ermöglichen. Das Vorhaben untersucht dabei Ein- und Zweifamilienhäuser (EZFH) sowie Mehrfamilienhäuser (MFH) im privaten Eigentum, die einen Großteil der vorhandenen Wohneinheiten stellen. Untersucht werden im Rahmen des Projekts Regionen mit unterschiedlicher Wachstumsdynamik in den Brandenburger Planungsgemeinschaften Havelland-Fläming und Lausitz-Spreewald. Die Berücksichtigung von regionalen Einflussfaktoren ermöglicht es, Lösungen aufzuzeigen, die unter den lokalen Voraussetzungen aus ökonomischer und ökologischer Sicht zu favorisieren sind. Neben einer Bewertung der Entwicklungsoptionen wird in dem Vorhaben auch Wissen über die Handlungsmotive und -bedingungen von Hauseigentümer/innen und Mieter/innen generiert und damit die Frage der gesellschaftlichen Voraussetzungen adressiert. Dabei wird durch die Berücksichtigung von Verbrauchs- und nicht nur Bedarfswerten explizit der Problematik eines Rebound-Effektes durch geändertes oder nicht an die neuen Technologien angepasstes Nutzerverhalten Rechnung getragen. Produkte des Vorhabens sind das Internettool Sanierungsampel, Sanierungssteckbriefe sowie ein Policy Paper. Durch die Bereitstellung von zielgruppenspezifischen Informationsmaterialen für unterschiedliche Akteursgruppen sollen diese darin unterstützt werden, nachhaltige Sanierungen umzusetzen bzw. zu fördern.

weitere Informationen auf der Projekt-Homepage

Ergebnisse des Projektes Gebäude-Energiewende regionalen Akteuren vorgestellt

Am 06.10.16 und am 12.10.16 stellten Fr. Dr. Weiß vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung gGmbH und Fr. Großmann in Kleinmachnow und Cottbus vor regionalen Akteuren die Ergebnisse des Projekts Gebäude-Energiewende vor. Fr. Großmann berichtete über die Untersuchungsregionen, die energetischen Sanierungsaktivitäten beider Regionen und Anlässe, Treiber/ Hemmnisse bei der Sanierungsentscheidung sowie die unterschiedliche Höhe der ermittelten Sanierungsrücklage. Fr. Dr. Weiß sprach über die Ökobilanzierung verschiedener Sanierungsmaßnahmen und stellte die Ergebnisse der Szenarienberechnung für die energetische Sanierungsaktivität von EZFH- und kleinen MFH-Besitzern in beiden Regionen vor. Dabei wurde deutlich unter welchen Annahmen die Zielstellung eines klimaneutralen Gebäudebestandes bis 2050 erreicht werden kann.

Fachtagung Gebäude-Energiewende

Zum Abschluss des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekts „Gebäude-Energiewende“ organisierte das IÖW am 14. Oktober 2016 eine Fachtagung. Im Rahmen der Veranstaltung wurden regionale Strategien für energetische Sanierung kleinerer Wohngebäude vorgestellt und verschiedene Fragestellungen diskutiert. Die Diskussionsbeiträge befassten sich mit Sanierungsstrategien für private Hauseigentümer/innen und regionale Sanierungsszenarien, neue Argumenten für eine Gebäudesanierung und deren regionalen Angeboten sowie Ansätzen zur Gebäude-Energiewende in Regionen sowie Kommunen.

Zukunft Bau: Quantifizierung von Rebound-Effekten bei der energetischen Sanierung von Nichtwohngebäuden

Laufzeit: April 2015 - September 2016

Auftraggeber: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR)

Projektpartner: Institut für ökologische Wirtschaftsforschung GmbH (gemeinnützig) (IÖW), BerlinRheinisch - Westfälische Technische Hochschule (RWTH),  Institute for Future Energy Consumer Needs and Behavior (FCN)

Projektbeschreibung:

Das Forschungsvorhaben im Auftrag des BBSR im Rahmen der Forschungsinitiative Zukunft Bau des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) soll dazu beitragen, Rebound-Effekte und deren Ursachen bei der Sanierung von Nichtwohngebäuden genauer zu untersuchen. Im Rahmen einer Sondierungsstudie hat das Projektteam bereits eine Methodik hierfür entwickelt und in ersten Fallstudien in bereits energetisch sanierten Gebäuden erprobt. In dem aktuellen Vorhaben werden nun bis zu 10 Bundesliegenschaften, bei denen in den nächsten Jahren umfassende energetische Sanierungsmaßnahmen geplant sind, eingehend untersucht. Hierfür wird die in der Sondierungsstudie erarbeitete Methodik weiterentwickelt. Die Fallstudien umfassen die Ermittlung von Verbrauchs- und Bedarfswerten sowie eine Befragung der Nutzer/innen und des Fachpersonals der Gebäude.

Zu den Ergebnissen und der Veröffentlichung des Projekts

Sondierungsstudie zur Quantifizierung von Rebound-Effekten bei der energetischen Sanierung von Nichtwohngebäuden

Laufzeit: Oktober 2013 - September 2014
Gefördert durch: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR)

Projektpartner: Institut für ökologische Wirtschaftsforschung e.V. gGmbH (IÖW), BerlinRheinisch - Westfälische Technische Hochschule (RWTH),  Institute for Future Energy Consumer Needs and Behavior (FCN)

Projektbeschreibung

Der Bund hat sich entsprechend der Vorbildwirkung der öffentlichen Hand bis 2020 zum Ziel gesetzt, den Wärmebedarf der Bundesliegenschaften insgesamt um 20 % zu reduzieren, und erstellt derzeit dafür einen Sanierungsfahrplan. Die bisher zur Abschätzung der Einsparungen verwendeten Bedarfswerte führen jedoch möglicherweise dazu, dass die Reduktionspotenziale überschätzt werden. Denn zumindest für Wohngebäude ist bekannt, dass auf­grund von Rebound-Effekten die berechneten Werte in der Praxis meist nicht erreicht werden. Um die tatsächlichen Einsparpotenziale besser abschätzen zu können soll deshalb ein Abgleich zwischen Verbrauchs- und Bedarfswerten bei energetischen Sanierungen erfolgen.

Das vorliegende Vorhaben geht im Auftrag des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) der Frage nach, welche Rebound-Effekte bei der Sanierung von Büro- und Verwaltungsgebäuden zu erwarten sind, was die Ursachen hierfür sind und wie diese Effekte möglicherweise reduziert werden können. Um diese Fragen zu beantworten wird zunächst eine Methodik zur Ermittlung des Rebound-Effekts und deren Ursachen in Nichtwohngebäuden entwickelt. Diese wird anschließend in Fallstudien mit drei bis fünf Liegenschaften erprobt. Neben der Ermittlung von Gebäudedaten und  Energiebedarfs- und -verbrauchswerten werden dabei auch die Nutzer/innen der Gebäude befragt. Abschließend werden die erhobenen Daten ausgewertet und Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Methodik sowie zur Reduktion des auftretenden Rebound-Effekts abgeleitet.

Zur Veröffentlichung.

Forschungstätigkeiten und Kernkompetenzen der Akteure der Handlungsfelder Bioenergie und Windenergie im Cluster Energietechnik Berlin-Brandenburg

Laufzeit: August 2012 - Oktober 2012

Gefördert durch: ZukunftsAgentur Brandenburg GmbHCluster Energietechnik, Potsdam

Projektpartner: Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) gGmbH, Berlin

Projektbeschreibung

Im Rahmen der Clusterkonferenz Energietechnik der Zukunftsagentur Brandenburg (ZAB) wurden 2011 verschiedene Maßnahmen priorisiert und in den Entwurf zum Masterplan Energietechnik aufgenommen. Eine dieser priorisierten Maßnahmen sieht vor, einen Überblick zu bestehenden Forschungskompetenzen in den Handlungsfeldern Bioenergie und Windenergie zu erstellen. Die Übersicht umfasst sowohl eine Erhebung und Auswertung der entsprechenden Akteure als auch deren F&E-Projekte aus den vergangenen fünf Jahren. Das IÖW und die Hochschule Lausitz unterstützen die ZAB umfassend bei dieser Maßnahme. Durch die so geschaffene Transparenz sollen aussichtsreiche Themen für künftige Forschungsvorhaben in diesen Bereichen identifiziert, das Auffinden geeigneter Partner erleichtert und der Forschungsstandort Berlin-Brandenburg weiter gestärkt werden.