Gemeinwohlorientierung und neue Stadtquartiere

 

Modulnummer: 13892 Seminar Stadtplanung (6 LP)

Lehrveranstaltungsnummer: 640102

Lehrende: Nele Trautwein

Termine: Mi. 9:30 - 12:45 Uhr (Erste Veranstaltung am 15.4.2026)

Ort: LG 2A / U.18

Anmeldung auf Moodle erfolgt nach der ersten Veranstaltung.

Gemeinwohlorientierung und neue Stadtquartiere

Um der Wohnungsnot in deutschen Großstädten zu begegnen, werden vielerorts neue Stadtquartiere gebaut - oft in der Dimension von Kleinstädten. Mit Blick auf die nachhaltige Entwicklung unserer Städte ist es relevant, dass dieses Wachstum unserer Städte bewusst gestaltet wird. Als Instrument bewusster Stadtentwicklung wirken städtebauliche Leitbilder - Visionen von Stadt, die Qualitäten formulieren auf die sich die beteiligten Akteure im Entwicklungsprozess gemeinsam verständigen können.

Als maßgebliches Leitbild für die Stadtentwicklung formuliert die Neue Charta von Leipzig (2020), das europäische Leitdokument für Stadtentwicklung, die Gemeinwohlorientierung.
Seitdem ist der Begriff der Gemeinwohlorientierung in Wissenschaft und Praxis allgegenwärtig - auch weil er breit ausgelegt werden kann. Verschiedene Akteure können unterschiedliche Interpretationen und Maßnahmen damit verbinden.

Im Rahmen des Seminars steigen wir in die aktuelle Debatte rund um den Begriff Gemeinwohlorientierung in der Stadtentwicklung ein. Wir betrachten das Thema am Beispiel neuer Stadtquartiere und beleuchten eine Auswahl der verschiedenen Handlungsfelder mit denen Gemeinwohlorientierung in den neuen Quartieren erreicht werden kann: die Bodenpolitik, die wohnungspolitischen Steuerungsinstrumente, die bauenden Akteure, die kooperativen Planungsprozesse und die Organisation des Miteinanders im Betrieb neuer Stadtquartiere.

Im Seminar beschäftigen wir uns mit relevanter Literatur und hören Beiträge von Praxisakteuren, um neue Stadtquartiere als Fallstudien zu untersuchen und ihre Auslegung von Gemeinwohlorientierung zu verstehen.

Prüfungsleistung sind Kurzpräsentationen und eine Fallstudienanalyse in Form einer schriftlichen Ausarbeitung.