Studieren im Ausland auch in Pandemiezeiten mit dem ERASMUS-Programm

Patrick Kühlwein studiert Stadt- und Regionalplanung und hat ein Semester in Granada, Spanien verbracht. Er erinnert sich an sein Erasmus-Semester

„Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Granada genau der richtige Ort für Menschen ist, die Interesse an Geschichte, Architektur und einem abwechslungsreichen Nachtleben haben. Allerdings sollte man für ein erfolgreiches Studium an der Universidad de Granada über gute Spanischkenntnisse verfügen. Außerdem ist Andalusien sehr sehenswert, da es viele schöne Städte in der Umgebung gibt, wie Córdoba oder Sevilla, und die Nähe zum Mittelmeer.“

Was war der größte Unterschied zu deinem Studium hier an der BTU?

„Die Universidad de Granada ist mit ihren 60.000 Studierenden riesig. Allerdings sind nicht alle Einrichtungen und Fakultäten an einem zentralen Campus organisiert, sondern sie sind über die ganze Stadt verteilt. Tatsächlich bleiben die Studentinnen und Studenten meist bei ihrer eigenen Fakultät, was dazu führt, dass man weniger Kontakt zu anderen Studiengängen hat. Ich hatte aber den Vorteil, dass ich in einer WG mit Student*innen aus Spanien, Italien, Kolumbien und Marokko lebte. Wir wohnten in einem normalen Wohnblock im historischen Zentrum Granadas. Unser Viertel war sehr urban, durch die dichte Bebauung, viele Geschäfte, Cafés, Kirchen und Plätze.“

Während deiner Zeit in Granada ging auf einmal die Corona-Pandemie richtig los. Wie war das?

„Vor dem Lockdown war der Alltag geprägt von Studium und Treffen mit Freunden. An den Wochenenden erkundeten wir die Stadt. Nach ein paar Wochen meines neuen Lebens in Granada erreichte die Corona-Pandemie Spanien. Mitte März 2020 rief die spanische Regierung aufgrund der steigenden Zahl von Infektionen den Alarmzustand für das ganze Land aus. Infolgedessen wurden alle Geschäfte (außer Lebensmittelgeschäfte und Apotheken), Freizeitaktivitäten, Restaurants und Bars, die gesamte Universität und andere öffentliche Einrichtungen geschlossen. Außerdem war es für etwa zwei Monate verboten, sich in öffentlichen Räumen aufzuhalten, und jede Art von Bewegung war stark eingeschränkt. Beim Einkaufen mussten Masken und Handschuhe getragen werden, und die Polizei kontrollierte streng. Daher verbrachte ich einen Großteil meiner Zeit in meiner WG. Zum Glück konnten meine Professoren die Vorlesungen und Konsultationen nach wenigen Tagen online fortsetzen. Sie mussten ihre Konzepte während des Semesters sehr schnell umstellen. Nach dem Ende der Quarantänezeit reisten fast alle meine neuen Freunde zurück in ihre Heimatländer. Ich ließ mich aber nicht entmutigen und erkundete in den Sommermonaten Andalusien.“

Würdest du die Erfahrung anderen empfehlen?

„Natürlich ist es nicht ideal, während eines Auslandssemesters eine Pandemie zu erfahren. Ich hatte das Glück, dass ich zu Beginn meines Studiums das normale Leben in Spanien erleben konnte. Für mich persönlich wüsste ich nicht, ob ich jetzt, während der Corona-Krise, ein Auslandsstudium beginnen würde. Es sollte jedem klar sein, dass es während der Pandemie nicht möglich ist, Leute zu treffen, auf Partys oder Kaffee trinken zu gehen oder in der Bibliothek zu lernen. Aber das hängt auch von der aktuellen Situation bezüglich der Corona-Infektionen und den hygienischen Maßnahmen in Spanien ab. Für mich hat sich das Studium an meiner Gastuniversität gelohnt, weil ich das spanische Lehrkonzept über Städtebau und Architektur kennengelernt habe und meine Sprachkenntnisse verbessern konnte. Außerdem hatte ich die Möglichkeit, mit Studenten aus anderen Kontinenten in Kontakt zu kommen, in einem urbanen historischen Zentrum zu leben und die Landschaft Andalusiens zu entdecken.“

Kontakt

Karin Robel
Stabsstelle International Relations Office
T +49 (0) 355 69-2041
karin.robel(at)b-tu.de
Das Auslandsstudium bereichern landestypische Eindrücke von Land und Leuten

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