Lebensläufe + Netzwerke. Architekten und Ingenieure in Preußen im 19. Jh.

Lehrende:

Dr.-Ing. Elke Richter

Anmeldung:

06.04.- 19.04.2020 über moodle (max. 20 Teilnehmer)

Kursbeginn:

voraussichtlich 20.04.2020 Online-Seminar, davor Vorbereitungsübung zur Erlernen der Sütterlin-Schrift

Termine:

Online-Meeting, montags 15:30-19:00 Uhr, voraussichtlich über moodle/Adobe Connect, ggf. einige Termine nur erster Block (15:30-17:00)

Leistungen:

Datenerfassung der Archivalien (Sütterlin), Hausarbeit und Poster als Auswertung der Archivalien, Literatur und Netzwerke

Inhalt:

Wie lernten und arbeiteten Architekten in Preußen und Deutschland vor rund 150 Jahren? Dies ist insofern schwer zu beantworten, da es Architekten im heutigen Sinne kaum gab. Gerade in der Mitte und der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts veränderten sich die Ausbildung, die Tätigkeitsfelder, das Wettbewerbswesen und die Beschäftigungsverhältnisse nachhaltig und ließen den Architektenberuf, wie wir ihn heute noch kennen, erst entstehen. Bis dahin waren die meisten Baumeister in den Bauverwaltungen für die Errichtung von öffentlichen Bauten angestellt. Erst ab den 1860er Jahren etablierte sich langsam der Stand des freiberuflich tätigen, sogenannten Privatarchitekten. Darüber hinaus trennten sich in der Zeit die Berufsfelder der (Hochbau-) Architekten und der (Bau-)Ingenieure. Gleichzeitig begannen die Architekten und Ingenieure sich in berufsständischen Vereinen zu organisieren, um sich fachlich auszutauschen und ihre Interessen zu vertreten.

Ziel des Seminares ist es, die Lebenswege von Architekten nachzuvollziehen: Wo kamen sie her, wo wurden sie ausgebildet, wo waren sie im Laufe ihres Berufslebens tätig? Dabei lässt die Quellenlage weniger eine genaue Studie von Einzelpersonen zu. Vielmehr sollen anhand einer systematischen Analyse die Lebensverläufe verglichen und Muster herausgearbeitet werden. Gibt es eine Entwicklung im Verlauf der zu untersuchenden Jahrzehnte? Über welche Netzwerke verfügten die Baumeister durch ihr Studium und ihre Berufstätigkeit?

Innerhalb des Seminars wird das Lesen der Sütterlin-Schrift (Deutsche Kurrentschrift) vermittelt, um die Archivalien lesen zu können. Die Informationen werden in eine gemeinsame Graphdatenbank eingearbeitet, um daraus eine visualisierte Netzwerkanalyse zu erarbeiten. Als Materialbasis stehen die Mitgliederunterlagen des Berliner Architekten und Ingenieur Vereins (AIV), die wichtigsten Bauzeitschriften und Archivbestände in digitalisierter Form zur Verfügung.

Das Seminar beginnt als Online-Lehrformat, soll aber in Präsenzform weitergeführt werden, sobald dies wieder möglich ist.

Modul-Nr.: 25501

Veranstaltungs-Nr.: LV 620105

Master-Seminar | Modulbereich Geschichte | MO Seminar | Baugeschichte/Vertiefung Baugeschichte | LP 6

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