EUNICE Förderung für internationales Forschungsprojekt

Jonas Betz und seine Kolleginnen Fenja Reinsberg von der Karlstad University und Ivana Hudáková von der University of Vaasa waren mit ihrem gemeinsamen Antrag im Auswahlverfahren der EUNICE Student Research Clubs erfolgreich. Unter insgesamt vier gegründeten Forschungsclubs wählte das Komitee das Projekt für die finanzielle Förderung und anschließende Durchführung aus.

Im Mittelpunkt des Forschungsprojekts steht die Frage, wie Widerstand gegenüber Veränderungen produktiv genutzt werden kann. Während Widerstand häufig vor allem als Hindernis betrachtet wird, gehen Jonas und seine Kolleginnen davon aus, dass kritische Reaktionen, Einwände und Ambivalenzen wertvolle Informationen enthalten können. Werden diese systematisch aufgegriffen, können sie zur gemeinsamen Weiterentwicklung (Co-Konstruktion) eines Veränderungsvorhabens beitragen.

Anhand eines Experiments untersucht das Team deshalb, wie sich Veränderung auf Basis produktiver Widerstände co-konstruieren lässt. Ziel ist es, besser zu verstehen, wie widerständige Reaktionen in konkrete Verbesserungsvorschläge übersetzt werden können und ob ein solcher gemeinsamer Gestaltungsprozess sowohl die Veränderung selbst als auch die Reaktionen der Betroffenen positiv beeinflusst.

Zur Vorbereitung des Forschungsprojekts trafen sich Jonas, Fenja und Ivana  unter anderem an der Universität Vaasa in Finnland. Dort konkretisierte das internationale Team das Forschungsvorhaben, stimmte das methodische Vorgehen ab und bereitete die nächsten Schritte für die Durchführung des Experiments vor. Der Aufenthalt ermöglichte zugleich einen intensiven persönlichen Austausch und stärkte die universitätsübergreifende Zusammenarbeit innerhalb des europäischen Hochschulnetzwerks EUNICE.