Vortrag: Cultural Probes als Irritation und Innovation partizipativer Erforschung materieller Kultur

Dritter Vortrag im Rahmen des Kolloquiums: Transformative Prozesse in Technik und Kunst

Cultural Probes sind eine auf Annahmen des Dadaismus basierende Methode der Design-Forschung, bei der die Forschungsbeteiligten motiviert werden, sich gewohnten Alltagsgegenständen auf kreative und verfremdende Weise anzunähern. Damit soll ein zugleich spekulativerer wie intuitiverer Zugang zu Forschungsgegenständen gefunden werden, der neue Erkenntnisse jenseits konventioneller Deutungen ermöglicht. Wir haben Cultural Probes als Methode in einem Citizen Science-Projekt verwendet, das sich mit der alltäglichen Nutzung von Gebrauchsgegenständen sowie gegenstandsbezogenen Praktiken wie Reparieren und Selbermachen beschäftigt. Der Vortrag gibt einen Einblick in das reiche und vielfältige Material und zeigt, wie das Irritieren gewohnter alltäglicher wie wissenschaftlicher Interpretationen die Ko-Produktion von Wissen zwischen akademischen und Bürger-Forscher*innen sowie den beforschten Dingen gefördert hat.

Melanie Jaeger-Erben ist seit dem 1.10.2021 Professorin für Technik- und Umweltsoziologie an der BTU Cottbus - Senftenberg. Zuvor hat sie das Fachgebiet Transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung in der Elektronik an der TU Berlin geleitet. Ihre Schwerpunkte sind sozialwissenschaftliche Technikforschung; nachhaltige Konsum- und Produktionssysteme; soziale Innovation und sozialer Wandel sowie qualitativ-beteiligende Forschungsmethoden.

Veranstaltungsort
Untergeschoss, eAssessment Raum (Südseite)
Informations-, Kommunikations- und Medienzentrum (IKMZ)
Zentralcampus

Platz der Deutschen Einheit 2
03044 Cottbus

Kontakt

Prof. Dr. rer. nat. phil. habil. Astrid Schwarz
Allgemeine Technikwissenschaft
T +49 (0) 355 69-2135
schwarza(at)b-tu.de