Vortrag: Der Videoessay als explorative Forschung: Multimediale Argumentation und hierarchiefreier Umgang mit Dokumenten und Material.

Zweiter Vortrag im Rahmen des Kolloquiums: Transformative Prozesse in Technik und Kunst

Der Videoessay erfreut sich zunehmender Beliebtheit, nicht nur in der Kunst, auch in der Wissenschaft. Er reagiere, so die häufig gegebene Begründung, nicht nur auf den steigenden Stellenwert von Bildmedien bei der Informationsvermittlung insgesamt, sondern auch auf die zunehmende Digitalisierung in Bildung und Forschung. In unserem Beitrag wird der Videoessay an der Schnittstelle von künstlerischer Praxis, explorativer Forschung und Wissensvermittlung verortet. Was genau zeichnet einen Videoessay aus und inwiefern ist er als Format für künstlerische Forschung interessant? Wir diskutieren wie der Videoessay - in dem sich Bild, Sound und Sprache auf Augenhöhe begegnen - als produktives Moment alternativer Erkentnisgewinnung eingesetzt wird. 

Rachel Mader ist Kunstwissenschaftlerin. Seit 2012 leitet sie das Kompetenzzentrum Kunst, Design & Öffentlichkeit an der Hochschule Luzern – Design & Kunst. Sie verantwortet sowohl praxisbasierte Forschungsprojekte zu künstlerischer Selbstorganisation und Kulturpolitik, Kunstvermittlung, dem Sammeln ephemerer Kunst (Live Performances), Kunstschulen als Heterotopien, sowie Projekte in der Grundlagenforschung zu Themen wie künstlerischer Forschung, den ‘Institutional Studies’, Ambiguität in der Kunst oder auch Kunst und Politik. Rachel Mader ist Ko-Präsidentin des Swiss Artistic Research Network (SARN).

Olivier Rossel doktoriert bei Astrid Schwarz LS Allgemeine Technikwissenschaft an der BTU C-S. Seine Forschungsinteressen liegen im Spannungsfeld von praxisorientierter Kunstforschung und aktueller Teilchenphysik. Er untersucht im Rahmen seiner Dissertation Dunkle-Materie-Forschung aus künstlerischer Perspektive, er arbeitet zusammen mit Forschenden des MADMAX-Experiment am MPI für Physik in München, am Deutschen Elektronen-Synchrotron in Hamburg und am CERN in Genf. Olivier Rossel lebt, forscht und kunstet in Basel.

Veranstaltungsort
7. Etage
Informations-, Kommunikations- und Medienzentrum (IKMZ)
Zentralcampus

Platz der Deutschen Einheit 2
03044 Cottbus

Kontakt

Prof. Dr. rer. nat. phil. habil. Astrid Schwarz
Allgemeine Technikwissenschaft
T +49 (0) 355 69-2135
schwarza(at)b-tu.de