Vortrag: Meme, Affekt und die Restrukturierung der Aufmerksamkeit

Fünfter Vortrag im Rahmen des Kolloquiums: Transformative Prozesse in Technik und Kunst

Memes sind die lingua franca der sozialen Medien: sie kombinieren meist disparate Bild- und Textelemente, navigieren anarchisch verschiedenste Diskurse und Archive, und zielen auf affektive Wirkungen ab. Sie irritieren, ziehen Aufmerksamkeit auf sich und vervielfältigen sich scheinbar ungerichtet. Der Vortrag wird anhand von Memes und memetischen Vorgängen eine Theoretisierung digitaler Praxen untersuchen, die zahlreiche kollektivierende Kommunikations- und Gefühlsgenres hervorgebracht haben. Diese memetischen Praktiken und Prozesse sind, so wird argumentiert werden, zu valenten und verbreiteten Weltzugängen geworden, die zunehmend auch politische Bewegungen beeinflussen. Anhand rechter Gruppierungen wird die wachsende Relevanz memetischer Archive und Praktiken für die Gegenwart erläutert werden.

Simon Strick ist Genderforscher und Medienwissenschaftler am ZeM Brandenburg. Er hatte Positionen u.a. an FU Berlin, Universität Paderborn und University of Virginia inne. Seine Forschungs- und Lehrtätigkeit konzentriert sich auf Gender- und Rassismustheorien, Populäre Kulturen, Affect Studies, Medien- und Kulturanalyse. Mit Susann Neuenfeldt und Werner Türk gründete er 2009 das Performancekollektiv PKRK. Im Sommersemester 2022 vertritt Simon Strick die Professur für Kriminologie an der Universität Hamburg.

Veranstaltungsort
7. Etage
Informations-, Kommunikations- und Medienzentrum (IKMZ)
Zentralcampus

Platz der Deutschen Einheit 2
03044 Cottbus

Kontakt

Prof. Dr. rer. nat. phil. habil. Astrid Schwarz
Allgemeine Technikwissenschaft
T +49 (0) 355 69-2135
schwarza(at)b-tu.de