Zentrale Wissenschaftliche Einrichtung des chesco

Ziele und Aufbau der chesco ZWE

In der chesco ZWE werden alternative Antriebe entwickelt, gefertigt und getestet, um klimaschädliche Emissionen im Mobilitätssektor zu reduzieren. Die Anwendungsbereiche sind branchenübergreifend. Die ersten Projekte werden jedoch im Bereich der Luftfahrt starten, da klimaneutrales Fliegen die größten technologischen Herausforderungen birgt und die intensivste Forschung benötigt. Zielstellung des chesco ist es den Innovationszyklus extrem zu beschleunigen. Statt mehrerer Monate, soll der Innovationsprozess nur noch wenige Wochen dauern. Für die Umsetzung dieser Zielstellung werden die Teilbereiche Design, Produktion und Test an einem Ort vereint und alle Prozesse digital abgebildet.

Akteur*innen

Die Zentrale Wissenschaftliche Einrichtung des Center for Hybrid Electric Systems Cottbus (chesco ZWE) wurde an der BTU unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr.-Ing. Klaus Höschler, Prof. Dr.-Ing. Georg Möhlenkamp und der operativen Leitung von Dr. Jane Worlitz gegründet. Das weitere Team der chesco ZWE umfasst derzeit knapp 50 Personen, die in Cottbus Dissenchen die chesco Forschungsfabrik aufbauen und ein Transferkonzept für die regionale Wirtschaft erarbeiten.

Darüber hinaus sind drei Fakultäten der BTU mit über 30 Fachgebieten an der chesco ZWE und ihren Vorhaben beteiligt. Die Fachgebiete bringen ihre Expertise als Mitglieder der chesco ZWE in den Forschungsfeldern rund um die hybrid-elektrische Systemintegration ein.

Förderung

Die chesco ZWE wird mit knapp 1/4 Mrd. Euro aus Strukturstärkungsmittel gefördert (238 Mio. EURO Arm I und 18 Mio. Euro STARK).

Infrastrukturaufbau chesco

Dabei wird aus Arm I mit 238 Mio Euro die Infrastruktur des chesco aufgebaut. Geplant sind mehrere Funktionseinheiten: das research center mit Multi-Space-Office Konzept für die Zusammenarbeit an Forschungsprojekten mit Partner*innen aus Wissenschaft und Wirtschaft, das f-merc mit modernsten Fertigungsverfahren für die Produktion von Prototypen und das test center mit (Höhen)Prüfständen für das Testen der Prototypen.Alle Prozesse werden miteinander digital vernetzt sein. Auf dem Gelände des Technologie- und Innovationsparks (TIP-Gelände), am nordwestlichen Stadtrand von Cottbus in direkter Nachbarschaft zum Hauptcampus der BTU entsteht der Lausitz Science Park (LSP). Hier wird auf ca. 5 Hektar der chesco Neubau entstehen.

Das Projekt „Transfer agiler Fertigungsmethoden“ zur Stärkung der Region (STARK)

Die zweite Fördersumme in Höhe von 18 Mio. Euro wird zur Stärkung der Region eingesetzt. Damit wird das Projekt "Transfer agiler Fertigungmethoden" kurz taf finanziert.

Innovative und effiziente Fertigungstechniken sind ein Forschungsschwerpunkt im chesco. An der BTU wird bereits seit 30 Jahren an diesen Technologien geforscht. Das Projekt taf wurde initiiert, um dieses gebündelte Wissen für regionale Unternehmen nutzbar zu machen. Das Projekt soll die Vernetzung mit der Industrie stärken und den Wissenstransfer im Bereich agiler Fertigungsmethoden in die Region vorantreiben.

Durch eine agile Fertigung können Ergebnisse in kürzerer Zeit, ohne wirtschaftlichen oder qualitativen Verlust erzielt werden. Im Projekt taf wird ein Transferkonzepte erarbeitet, das die Durchführung von Weiterbildungsworkshops und Transferentwicklungsprojekten mit regionalen Unternehmen vorsieht.

Im Projekt taf wird die chesco Forschungsfabrik auf einer Fläche von 5100 m² aufgebaut.