Projekte

Hier finden Sie eine Übersicht über eine Auswahl unserer aktuellen und abgeschlossenen Forschungsprojekte.

Aktuelle Forschungsprojekte

Verbundprojekt "Einsatz von Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieben im Nahverkehr des Landkreises Barnim, betrieben mit 100% EE-Wasserstoff" (Kurztitel: H2BAR) Teilprojekt Begleitforschung „Grüne Wasserstofferzeugung, Transport und Speicherung“

Laufzeit:  01.01.2022 – 31.12.2035

Fördermittelgeber: ILB Investitionsbank Land Brandenburg - ZiFoG-Mittel MWAE

Projektbeschreibung H2BAR

Im Fokus der Begleitforschung steht die Reduktion der Traktionsförderkosten der H2-/BZ-Fahrzeuge mit dem Ziel, zeitnah zumindest Kostenparität zum Dieselbetrieb zu erreichen. Im Projekt sollen systematisch Kostensenkungspotenziale auf Komponenten- sowie Gesamtsystemebene für die gesamte Prozesskette der Erzeugung, Aufbereitung, Speicherung (BTU CS) und Betankung (DLR) bis zur Verwendung des Wasserstoffs in den Fahrzeugen (DLR) identifiziert und umgesetzt werden.

Mit dem Forschungsvorhaben soll gezeigt werden, dass anders als beim Betrieb mittels Oberleitung ein CO2-freier elektrischer Betrieb mit fluktuierenden erneuerbaren Energien auch ohne den Ausbau von Stromspeichern, Netzausbauten oder Lastmanagement möglich und mittelfristig Kostenparität zur Dieselreferenz erreicht werden kann.

Zuordnung der Forschungsanteile von DLR und BTU bezüglich der Wasserstoff-Herstellung, Verteilung und Nutzung in den Fahrzeugen (Quelle: BTU CS - Vorhabensbeschreibung)

Das Forschungsvorhaben H2BAR stellt durch die Systemkomplexität, im Hinblick auf die Abstimmung der Teilsysteme der Energiebereitstellung und des Fahrzeugbetriebs in der geplanten Größenordnung ein Novum dar.

Projektpartner

NEB Betriebsgesellschaft mbH (NEB)

ENERTRAG EnergieWerk Barnim GmbH & Co. KG (i.G.)

Barnimer Energiebeteiligungsgesellschaft mbH (BEBG)

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR)

Projektverantwortliche

Prof. Georg Möhlenkamp, komm. Leiter des Lehrstuhls Kraftwerkstechnik

Dr. Matthias Klatt

Frank Gillung

Verbundvorhaben: Nutzbarmachung und Speicherung fluktuierender regenerativer Energien und CO2-Emissionsminderung – Anwendungsorientierte Qualifizierung des ABRW-Verfahrens zur Biomethanisierung (Kurztitel: CO2Bi)

Förderkennzeichen: 222NR200B

Laufzeit: 15.11.2021 – 14.05.2024

Fördermittelgeber: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR)

Projektbeschreibung CO2Bi

Ziel des Vorhabens ist die Integration der Biomethanisierung im innovativen ABRW (Anaerobe bio-reaktive permeable Wand) - Verfahren in den Energieverbund von Windkraft-anlagen, emissionsintensiven Industrieprozessen und Biogas-/Biomethananlagen bzw. mechanisch-biologischer Abfallbehandlungsanlagen zur Methaneinspeisung ins Erdgasnetz. Zentraler Gegenstand ist die Nutzung regenerativ erzeugten Wasserstoffs unter Reaktion mit CO2 und Erzeugung von einspeisefähigem Methan. Dadurch soll die indirekte Nutzung von erneuerbarem Strom vorangetrieben und dessen Speicherung bzw. Transport erreicht werden. Als gasförmiger Energieträger, Kraftstoff oder chemischer Ausgangsstoff ist damit die Verknüpfung zu anderen Sektoren und Wirtschaftskreisläufen möglich.

Mit der technologischen Lösung ist direkt die Verminderung der Treibhausgasemissionen verbunden. Statt der Abtrennung erfolgt insbesondere die Nutzbarmachung von CO2, sodass von einer realen CO2-Kreislaufwirtschaft gesprochen werden kann.

Teilvorhaben der Projektpartner:

  1. Entwicklung, Optimierung und Bewertung des ABRW-Verfahrens (FG Abfallwirtschaft)
  2. Integration, Bereitstellung und Bewertung anwendungsnaher Edukte zur bio-logischen Methanisierung (LS Kraftwerkstechnik)
  3. Entwicklung von ABRW-Modulen zur Biomethanisierung auf Basis Drahtgewebe mit ggf. bioaktiver Oberfläche (HAVER & BOECKER)

Projektpartner
BTU Cottbus-Senftenberg - Fachgebiet Abfallwirtschaft
HAVER & BOECKER OHG, Oelde
Prof. (i.R.) Dr.-Ing. habil. Günter Busch, Dresden

Projektverantwortliche
Prof. Georg Möhlenkamp, komm. Leiter des Lehrstuhls
Dr. Alexander Lisk, Leiter Großlabore

Standortgebundene Grundlagenermittlung und Vorplanung zum Pilotvorhaben „Energiewende im Kleinen“ (Kurztitel: StaGruV – EwiK)

Laufzeit: 01.05.2021 - 30.06.2022

Fördermittelgeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) / Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

Projektbeschreibung StaGruV – EwiK

Die Energiewende soll im Kleinen durch sektorübergreifende Microgrids als Ersatz bzw. Ergänzung zentraler Großkraftwerke und zur dezentralen Herstellung von Kraftstoffen demonstriert und das Zusammenspiel erneuerbarer Energien, Energiespeicher, dezentraler Wasserstoff-Verstromungsanlagen und Power-to-X-Anlagen abgebildet werden. Dies beinhaltet die Einbindung einer Power-to-Liquid-Anlage zur Nutzung regional erzeugten Stroms aus erneuerbaren Energien für die dezentrale e-Fuel Herstellung. Dadurch wird eine sektorübergreifende, CO2-neutrale Energieversorgung forciert. Insbesondere wird die klimaneutrale Versorgung mit Treibstoffen für nicht oder schwer elektrifizierbare Anwendungen im Verkehrssektor wie beispielsweise dem Schiffs- und Luftverkehr demonstriert und die Nutzung dieser regenerativen Kraftstoffe (e-Fuels) sowohl in Testständen (Erprobung von Flugzeugtriebwerken bei RollsRoyce in Dahlewitz, Schiffsmotoren bei MTU Friedrichshafen), Feldsystemen als auch labortechnisch untersucht. Dieses Projekt stellt einen ersten Schritt zur Verwirklichung der Vision einer dezentralen Kraftstoffproduktion gekoppelt mit einem dezentralen wasserstoffbasierten Energiesystem dar.

Das Vorhaben ebnet den Weg für die Schlüsseltechnologie zur Erzeugung von eFuels aus regenerativer Energie, es ermöglicht die Transformation und den Ausbau vorhandener Industriestandorte mit industriepolitischer Perspektive für die Region.

Eine detaillierte Standortanalyse soll in der ersten Projektphase durchgeführt werden. Des Weiteren erfolgt die Erstellung eines technologischen Feinkonzeptes / Vorplanung für eine DEMO-Anlage und deren Wirtschaftlichkeitsbetrachtung.

Projektpartner
Rolls-Royce Solutions GmbH
CEBra - Centrum für Energietechnologie Brandenburg GmbH


Projektverantwortliche
Prof. Georg Möhlenkamp, komm. Leiter des Lehrstuhls
Dr. Alexander Lisk, Leiter Großlabore

Energiespeicher der Zukunft in der Region Spree-Neiße-Bober

Laufzeit: 01.01.2020 – 30.06.2022

Fördermittelgeber: Kooperationsprogramm Interreg VA Brandenburg – Polen 2014-2020
                              (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung)

Projektbeschreibung Energiespeicher der Zukunft

Durch das Interreg VA-Programms wurde ein Förderprojekt  zum grenzüberschreitenden Wissenstransfer im Bereich der Energiespeichertechnologien und der Energieeffizienz gefördert.  Im Rahmen des deutsch-polnischen EU-Förderprojektes arbeiten die Partner: CEBra – Centrum für Energietechnologie Brandenburg e.V., die BTU Cottbus-Senftenberg, die Universität Zielona Góra und die Stadt Zielona Góra eng zusammen.

Die Kooperation der Wissenschaftspartner im Interreg VA-Projekt wird auf die Erweiterung der Ausbildungsangebote und den Wissenstransfer im Bereich der Energiespeichertechnologien und der Energieeffizienz konzentriert. Konkret geht es um die Realisierung völlig neuer, vertiefender, thematische Ausbildungsangebote (mehrtägig) auf der Grundlage der zusätzlichen Erweiterung der Ausbildungskapazitäten. In das Programm integriert ist die wechselseitige Durchführung von qualifizierten zielgruppenorientierten mehrtägigen Fachveranstaltungen in Cottbus und Zielona Góra/Nowy Kisielin.

Durch die vereinbarte Arbeitsteilung/Spezialisierung zwischen beiden Hochschulen kann jede Seite ihre Stärken in die Partnerschaft einbringen. Auf diese Weise ist es möglich vertieft Fachwissen zu vermitteln. Die CEBra e.V./BTU C-S konzentrieren sich auf das Thema elektrische und chemische Speicherung und stellen hierfür Ihre Ausbildungskapazitäten einschließlich der neuen Ausbildungsplätze für die polnischen Partner zur Verfügung.

Die Universität Zielona Góra/Stadt Zielona Góra stellen das Thema thermische Speicherung in den Mittelpunkt. Genutzt werden auch durch die deutschen Studenten aus Cottbus die neuen Laborgebäude und Laborräume im Wissenschafts- und Technologiepark der Universität Zielona Góra in Nowy Kisielin. Die Ausbildungsangebote ermöglichen sowohl die Nutzung der aktuellen Forschungsergebnisse als auch der technischen Ausstattung des jeweiligen Partners mit der modernen Infrastruktur und den Großgeräten.

Die große Herausforderung angesichts der coronabedingten Rahmenbedingungen ist die konzeptionelle Entwicklung und Organisation einer qualifizierten Online-Arbeit zur Umsetzung der Projektinhalte. Es gilt kreativ und zielführend gemeinsam mit den Projektteilnehmern attraktive Veranstaltungsformate, vorwiegend im Online-Format zu entwickeln, praktisch zu testen und dann intelligent zu organisieren.

Das neue Projekt dient der Intensivierung des grenzüberschreitenden Wissenstransfers als Grundlage einer anwendungsorientierten und wissensbasierten Wertschöpfung in der Region.

Das Projekt befördert die Entwicklung einer gemeinsamen europäischen Ausbildungs- und Forschungslandschaft und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der Region im europäischen Maßstab.

Projektpartner

  • CEBra – Centrum für Energietechnologie Brandenburg e.V., Cottbus
  • Universität Zielona Góra, Polen
  • Stadt Zielona Góra, Polen

Kontakt

Gerd Krautz, Akademischer Mitarbeiter

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