Masterstudentinnenprojekt und Netzwerkkarte

Sechs Masterstudentinnen beschäftigten sich vom 12.04.2021 bis zum 31.03.2022 in einem Projekt mit der Sozialen Landwirtschaft.
Sie
• unterstützten Prof. Dr. Alexandra Retkowski und Dr. Thomas van Elsen bei der Organisation des zweiten Runden Tisches,
• besuchten Projekte der Sozialen Landwirtschaft,
• nahmen an Seminaren zu den „Ländliche Peripherien in Europa – Ansätze der Regionalentwicklung“ der Universität Passau teil,
• erstellten Steckbriefe zu einzelnen Projekten der Sozialen Landwirtschaft in Brandenburg und Berlin und
• entwickelten eine Netzwerkkarte. (Bild: Google Maps)

Die Netzwerkkarte wird, voraussichtlich im April 2022, auf dem Homepage des Fachgebiets Soziale Dienstleistungen für strukturschwache Regionen der BTU Cottbus-Senftenberg dargestellt. Auf der Netzwerkkarte werden verschiedene Projekte der Sozialen Landwirtschaft aus Brandenburg und Berlin mit ihren Kontaktdaten und ggf. Steckbriefen verortet sein.

Wir würden uns freuen, wenn Ihr Projekt ein Teil der Netzwerkkarte wird.
Sie können gerne Katharina Woschick kontaktieren, wenn Sie in das Netzwerk und/ oder den E-Mail-Verteiler Soziale Landwirtschaft Brandenburg aufgenommen werden wollen.

Runder Tisch Soziale Landwirtschaft Cottbus am Montag, 5. Juli 2021 in der Zeit von 10.00 bis 16.00 Uhr

Liebe Aktive und Interessent*innen der Sozialen Landwirtschaft in Brandenburg und Berlin,

seit unserem ersten Runden Tisch zur Sozialen Landwirtschaft am 22. Oktober 2019 ist viel passiert:

  • auf der mit rund 80 Teilnehmer*innen sehr gut besuchten Fachtagung zur Sozialen Landwirtschaft am 5. März 2020 an der Universität Cottbus konnten wir die Ergebnisse der landesweiten Online-Umfrage vorstellen. Neben interessanten Fachvorträgen stand die gemeinsame Bearbeitung und Verbesserung des zur Tagung vorgelegten Entwurfs für ein Positionspapiers in Arbeitsgruppen im Mittelpunkt.
  • Nach der Tagung stellten wir das Cottbuser Positionspapier zur Förderung der Sozialen Landwirtschaft an Entscheidungsträger in Wirtschaft, Verwaltung, Politik und Öffentlichkeit fertig, das Entwicklungsimpulse Sozialer Landwirtschaft für Transformationsprozesse in Brandenburg und Berlin thematisiert. Aufbauend auf einer Vorstellung der Mehrwerte und Perspektiven Sozialer Landwirtschaft werden darin verbesserte Rahmenbedingungen für die Entwicklung Sozialer Landwirtschaft in Brandenburg gefordert.
  • Aufgrund des Positionspapiers wurden wir am 16. Juli 2020 ins Landwirtschaftsministerium nach Potsdam zu einem interministeriellen Runden Tisch „Soziale Landwirtschaft als Traditions- und Innovationsträger für Brandenburg“ eingeladen. Dort stellten Alexandra Retkowski und Thomas van Elsen das Positionspapier sowie ein zuvor erarbeitetes Papier „Handlungsbedarf zur Förderung der Entwicklung Sozialer Landwirtschaft in Brandenburg“ vor. Fast 30 Akteure Sozialer Landwirtschaft und Vertreter*innen mehrerer Ministerien nahmen teil.
  • Aktuell sind wir am Entwicklungsprozess zur Erstellung des „Öko-Aktionsplans Brandenburg“ beteiligt, in dessen Rahmen wir Soziale Landwirtschaft als Chance zur ökosozialen Entwicklung ländlicher Räume verankern wollen.
  • Im laufenden Sommersemester hat an der BTU ein studentisches Projektseminar Soziale Landwirtschaft begonnen, in dem Masterstudierende der Sozialen Arbeit Themen der Sozialen Landwirtschaft bearbeiten.

Wir möchten die aktuelle Entspannung der Corona-Lage nutzen, den Faden wieder aufzunehmen und zu einem Arbeitstreffen nach Cottbus einladen

am Montag, dem 5. Juli 2021 in der Zeit von 10 bis 16 Uhr.

Inhaltlich wollen wir an dem mit den Tagungsteilnehmer*innen 2020 erarbeiteten Cottbuser Positionspapier und dem anschließend erarbeiteten Papier „Handlungsbedarf zur Förderung der Entwicklung Sozialer Landwirtschaft in Brandenburg“ anknüpfen und konkrete nächste Schritte diskutieren. Hier wollen wir z.B. überlegen, ob die „Strukturwandelgelder“ im Kontext des Kohleaus-stiegs, deren Vergabe durch die Wirtschaftsregion Lausitz umgesetzt wird, eine Option sind, um die Soziale Landwirtschaft weiterzuentwickeln.

Unser 2. Runder Tisch soll mit maximal 25 Teilnehmer*innen stattfinden, um effektiv arbeiten zu können. In einer ersten Einladungsrunde haben wir Menschen eingeladen, mit denen wir in der letzten Zeit Kontakt zum Thema hatten. aufgrund der Corona-Regeln ist die Anzahl an Personen, die in Präsenz dabei sein können, bereits erreicht. Um weiteren Interessent*innen die Teilnahme zu ermöglichen, wird die Veranstaltung „hybrid“ durchgeführt, d.h. es können sich weitere Menschen online zuschalten.
Sie können sich formlos anmelden bei Katharina.Woschick#1(at)b-tu.de  unter Angabe Ihrer Kontaktdaten. Den Link zur online-Teilnahme erhalten Sie dann einen Tag vor der Veranstaltung zugeschickt.

Folgender Ablauf ist geplant:

10:00 – 12:30 Uhr

  • Begrüßung und kurze Einführung, Überblick über aktuelle Aktivitäten (Alexandra Retkowski, Thomas van Elsen)
    • Öko-Aktionsplan Brandenburg
    • studentische Projektgruppe Soziale Landwirtschaft
    • Hofbesuche
  • Austauschrunde: kurze Vorstellung (Name, Institution, Tätigkeit) mit „Blitzlicht“ mitgebrachter Fragen und Anliegen, auch und insbesondere in Hinblick auf die Tabelle „Handlungsbedarf zur Förderung der Entwicklung Sozialer Landwirtschaft in Brandenburg“
  • Themenzentrierte Arbeit (in Gruppen oder im Plenum) auf Grundlage der Tabelle „Handlungsbedarf zur Förderung der Entwicklung Sozialer Landwirtschaft in Brandenburg“

12:30-13:15 Uhr Mittagspause

13:15 – 16:00 Uhr

  • Verabredung künftiger Aktivitäten, Arbeitsschritte und Verteilung von Aufgaben
    • als Ergebnis  der (Gruppen-)Arbeit am Vormittag
    • weitere Begleitung Entwicklung "Öko-Aktionsplan Brandenburg“
    • zweiter interministerieller Runder Tisch in Potsdam (?)
    • Erstellung einer Broschüre „Soziale Landwirtschaft in Brandenburg und Berlin“ mit Selbstdarstellungen von Betrieben und Initiativen nach dem Vorbild der nordbayerischen Broschüre, in der sich Höfe auf 2-3 Seiten vorgestellt haben; Download unter: www.soziale-landwirtschaft.de/netzwerke/bayern/nordbayern/.

16:00 Uhr

  • Abschluss; bei Bedarf Möglichkeit zu Gesprächen

Wir gehen davon aus, dass alle Angemeldeten auf der den Teilnehmer*innen zugänglichen Kontaktdatenliste erscheinen möchten. Wer sein Einverständnis dazu nicht gibt, teilt uns das bitte mit – bekommt aber dann auch keine Liste. Weiter möchten wir die Veranstaltung zu Auswertungszwecken (Audio-) mitschneiden und Fotos anfertigen. Mit der Anmeldung und Teilnahme erklären Sie sich damit einverstanden.

Hofbesuche-Tour vom 6.-10. Juli

In der 27. Kalenderwoche unmittelbar im Anschluss an den Runden Tisch plant Thomas van Elsen eine Tour zu Sozialen Landwirtschaftsbetrieben in Brandenburg und Berlin: Vorgesehen sind Betriebsbesuche und Gespräche mit den Verantwortlichen, 1-2 pro Tag (Dienstag - Samstag, 6.-10.7.21). An den Besuchen nehmen Studierende aus der Projektgruppe teil, die protokollieren und bei der Auswertung helfen. Ziel der Rundfahrt ist es, einen Überblick über innovative Betriebe in Brandenburg zu gewinnen und Ansatzpunkte für eine Förderung Sozialer  Landwirtschaft im Kontext der Entwicklung ländlicher Räume zu identifizieren.

Initiativen, die Interesse an einem solchen Besuch haben, melden sich gerne möglichst umgehend, damit wir sie bei der Planung der Route einbeziehen können!

Kontakt zu inhaltlichen Fragen: Thomas.vanElsen(at)b-tu.de
Kontakt zu organisatorischen Fragen (Runder Tisch): Katharina.Woschick#1(at)b-tu.de

Soziale Landwirtschaft verbindet Landwirtschaft mit sozialer und pädagogischer Arbeit – eine Kombination, die Mehrwerte für Mensch, Landwirtschaft und den ländlichen Raum schafft.

Im Juni 2020 berichtete auch die regionale Tageszeitung Lausitzer Rundschau von der Forschung Sozialer Landwirtschaft in Cottbus:
https://www.lr-online.de/lausitz/forschung-in-cottbus-neues-standbein-fuer-landwirte-38308164.html

Soziale Landwirtschaft Bestandserhebung Soziale Landwirtschaft in Brandenburg und Berlin

»Soziale Landwirtschaft« bedeutet die Realisierung von sozialen Dienstleistungsangeboten der Sozialen Arbeit (z.B. Kinder- und Jugendhilfe), des Bildungssystems (z.B. schulische Projekttage auf
einem Bauernhof) und des Gesundheitssystems (z.B. Drogen- und
Suchttherapie) im Kontext in der Regel ökologisch ausgerichteter Landwirtschaft. Diese Perspektive multifunktional verstandener Landwirtschaft bietet Potentiale ländliche Räume zu beleben, Arbeitsplätze und Versorgungssystem zu schaffen und die Entwicklung einer inklusiven Gesellschaft zu gestalten.

Im Juni 2019 startete eine Erhebung von Angeboten und Entwicklungen der Sozialen Landwirtschaft in Brandenburg und Berlin. Ziel der Befragung war es einen Überblick über die Vielfalt bereits bestehender Angebote im Bereich Sozialer Landwirtschaft zu gewinnen, sowie Möglichkeiten, Hemmnisse und Bedarfe interessierter Betriebe und Organisationen aufzudecken, um Grundlagen für weitere Forschungs- und Vernetzungsaktivitäten zu schaffen. Durchgeführt wurde das Vorhaben in Zusammenarbeit mit der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Soziale Landwirtschaft DASoL.

Short Paper Soziale Landwirtschaft

Am 22.Oktober 2019 fand die erste Sitzung des Runden Tischs Soziale Lanwirtschaft statt. Eine Pressemitteilung hierzu finden Sie hier: Soziale Landwirtschaft.