Werkstattprojekt Soziale Landwirtschaft

Werkstattprojekt Soziale Landwirtschaft gestartet!

Seit Oktober 2025 werden an der B-TU Cottbus für drei Jahre unter dem Motto der Sozialen Landwirtschaft neue Formen des Zusammenlebens und -arbeitens in ländlichen Räumen erforscht und initiiert. Im Rahmen der AlterPerimentale ist das Werkstattprojekt Soziale Landwirtschaft gestartet.

Die Idee: Demografischer Wandel trifft auf innovative Daseinsvorsorge

Die Gesellschaft altert, das ist auch in der deutsch-polnischen Grenzregion spürbar. Gerade in ländlichen Regionen wird die Versorgungslage schlechter. Es mangelt an Fachkräften im Bereich der Sozialen Arbeit, der Medizin und der Pflege. Aber auch die Agrarwirtschaft hat mit Herausforderungen zu kämpfen: hohe Bodenpreise, eine starke Abhängigkeit von Fördergeldern, Arbeitskräftemangel sowie die Folgen der Klimakrise mit zunehmenden Extremwetterlagen und Ernteunsicherheiten.

Soziale Landwirtschaft sucht nach neuen Wegen: Soziale Dienstleistungen und landwirtschaftliche Produktion werden so miteinander verknüpft, dass wirtschaftliche Stabilität, ökologische Verantwortung und menschliche Fürsorge Hand in Hand gehen. Es entstehen attraktive Arbeitsplätze vor Ort und neue Gemeinschaften des Miteinanders, während Seniorinnen und Senioren die notwendige Unterstützung für einen selbstbestimmten Alltag erfahren. Die Angebote entlasten Familienangehörige und stärken die Gemeinschaft.

Wir möchten dabei - zusammen mit Senior:innen, Angehörigen, Pflegedienstleistern und Landwirt:innen - Antworten auf folgende Fragen finden:

  • Wie können Räume eines erfüllten Alter(n)s in ländlichen Gebieten aussehen?
  • Wie können Dienstleistungsanbieter unterstützt werden, Mitbestimmung und Teilhabe für Nutzer:innen und Mitarbeiter:innen zu gestalten?
  • Wie werden Projekte der Sozialen Landwirtschaft für Senior:innen aus der Perspektive von Pfleger:innen und Betreuer:innen bewertet?
  • Wie gelingt es, hierüber attraktive Arbeitskontexte für Soziale-, Gesundheits- und Pflegeberufe zu schaffen, die besonders in strukturschwachen Regionen von einem eklatanten Fachkräftemangel betroffen sind?
  • Inwiefern können innovative Sorgegemeinschaften (also Netzwerke aus professionell und informell Pflegenden) auch positive Impulse sowohl für das Gemeinwesen als auch für die Pflege und Gestaltung biodiversitätssensibler Kulturlandschaften darstellen?
  • Welche Mehrwerte können dabei für die Landwirtschaft entstehen?
  • Welche Geschäftsmodelle, Finanzierungs- und Organisationspraktiken sind dafür wichtig?

Wir freuen uns über Kontakt: SoziaLaWi(at)alterperimentale.de