Forschungsberichte zum Download (Auswahl)

Entwicklung und Anwendung von komplett demontablen Wohneinheiten aus ressourcenschonendem Beton – RC-WE-Modul

Ein gemeinsames mit der Technischen Universität Dresden FO-Projekt des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) im Rahmen der Forschungsinitiative »Zukunft Bau«, Laufzeit: 01/2017 - 11/2018

Neben der von der Bundesregierung proklamierten Energiewende rücken recyclinggerechte und ressourceneffiziente Bauweisen immer stärker in den Fokus. Rohstoffverbräuche und zunehmende Rohstoffvielfalt, steigende Rohstoffpreise auf der einen Seite und die jährlich erzeugten exorbitanten Mengen an Bauabfällen bei sinkenden Deponiekapazitäten und einschränkenden Verwertungsmöglichkeiten (Mantelverordnung), erfordern nachhaltige Lösungen. 

Hauptziel des Forschungsvorhabens war die Entwicklung und Demonstration einer massiven, modularen, transportablen und voll demontablen/recyclinggerechten Wohneinheit für die kurzfristige Bereitstellung temporärer Unterkünfte für Personen wie bspw. Asylunterkünfte. Die Zielstellung beinhaltet Anforderungen der Next Generation Buildings, Stoffkreisläufe nach dem Prinzip Cradle to Cradle (kreislaufgerechtes Bauen auf Bauteilebene) zu schließen. D.h. flexibel (schnell, demontierbar, anpassungsfähig etc.), schadstofffrei und ressourcenschonend mit System (modulare Bauweise) zu bauen. Dies beinhaltet neben der sortenreinen Trennbarkeit und der Wiederverwendbarkeit ganzer Bauteile des Rohbaus auch deren nachhaltige Herstellung durch die Nutzung von Recyclingmaterial. Einmal hergestellt, befinden sich ganze Module im Nutzungskreislauf, ohne eine Schredderung am Nutzungsende. Daher wird mit der Wiederverwendungsoption ein Beitrag zur Werterhaltung geleistet (Upcycling). Im Ergebnis des Projektes stehen die Erprobung der erarbeiteten Grundlagen und die Optimierung von wiederholbaren, adaptiven Konstruktionslösungen sämtlicher Gebäudeteile.

Den Abschlussbericht des Projekts "RC-WE-Modul" finden Sie hier.

Minimierung von Umweltbelastungen (Lärm, Staub, Erschütterungen) beim Abbruch von Hoch-/Tiefbauten und Schaffung hochwertiger Recyclingmöglichkeiten für Materialien aus Gebäudeabbruch

ISA: Immissionsschutz beim Abbruch - Minimierung von Umweltbelastungen (Lärm, Staub, Erschütterung) beim Abbruch von Hoch-/Tiefbauten und Schaffung hochwertiger Recyclingmöglichkeiten für Materialen aus Gebäudeabbruch (3. Phase)

gefördert von der DBU unter dem AZ 29014/03, Laufzeit: 01.08.2014 - 31.10.2015

Projektleitung:

Deutsch-Fränzösisches Institut für Umweltforschung (DFIU)

Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Ansprechpartner:

Dipl.-Wirtsch.-Ing. Anna Kühlen

Tel.: +49 (0) 721 608 44691

Email: anna.kuehlen(at)kit.eu

Projektpartner:

AG Bauliches Recycling

apl. Prof. PD Dr.-Ing. habil. Angelika Mettke

Steigerung der Ressourceneffizienz des Recyclings von mineralischen Bau- und Abbruchabfällen

Ein Projekt des Ministeriums für Landwirtschaft, Umweltschutz und Raumordnung des Landes Brandenburg (MUGV), Laufzeit: 05/2013 - 10/2013

Immer knapper werdende natürliche Ressourcen erfordern auch in der Abfallwirtschaft einen noch sorgsameren Umgang mit den schon im Wirtschaftskreislauf befindlichen Rohstoffen.

Das Ministerium für Landwirtschaft, Umweltschutz und Raumordnung des Landes Brandenburg (MUGV) hat deshalb das Projekt "Steigerung der Ressourceneffizienz des Recyclings von mineralischen Bau- und Abbruchabfällen" gestartet und die uve GmbH für Managementberatung und die Fachgruppe Bauliches Recycling der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus - Senftenberg mit der organisatorischen Durchführung und fachlichen Begleitung beauftragt.

Thema des Projektes ist der mengenmäßig größte Abfallstrom, die mineralischen Bau- und Abbruchabfälle. Derzeit werden mineralische Bau- und Abbruchabfälle im Straßen- und Wegebau, im Landschafts- und Tiefbau aber auch zur Verfüllung von Tagebauen und für Deponiesicherungsmaßnahmen eingesetzt. Die Verwendungsmöglichkeiten von mineralischen Bauabfällen in Tagebauen, im Straßenbau sowie zur Sicherung von Deponien werden in den nächsten Jahren zurückgehen, so dass diese Abfälle für das Recycling und damit für einen ressourceneffizienteren Einsatz gewonnen werden könnten. Unabhängig hiervon birgt auch der Einsatz der mineralischen Bauabfälle in anderen genannten Bereichen noch Möglichkeiten für eine effizientere Nutzung.

Ziel des Projektes ist es, zusammen mit der brandenburgischen Wirtschaft Möglichkeiten zur Steigerung der Ressourceneffizienz und zur Beseitigung von Hemmnissen für ein Recycling zu ermitteln, um daraus eine Strategie für eine bessere und längere Nutzung der Rohstoffe zu entwickeln. Dabei sollen unmittelbare Impulse für eine Effizienzsteigerung des Recyclings von mineralischen Bau- und Abbruchabfällen in der Praxis gesetzt werden, z.B. durch die Initiierung von Vorreiterprojekten oder durch eine Änderung von konkreten Aufbereitungsschritten.

Im Focus des Projektes stehen daher die Akteure in der Wirtschaft aber auch in Behörden, die durch ihr Handeln unmittelbar das Recycling von Bau- und Abbruchabfälle beeinflussen. Das Projekt dient dazu, den Informationsaustausch zwischen der Wirtschaft und der Behördenwelt zu vertiefen. Mit dieser Internetpräsenz wird eine Plattform geschaffen, die alle am Projekt beteiligten Akteure über die Ergebnisse der Gesprächskreise informieren und es ihnen ermöglichen soll, Informationen abzurufen sowie Erfahrungen mitzuteilen und zu diskutieren. Um diese breite Wirkung zu erreichen werden alle beteiligten Akteure gebeten, ihre Erfahrungen und ihr Fachwissen einzubringen.
Folgende Akteursgruppen werden in das Projekt einbezogen:

  • Anlagenbetreiber / Recyclingunternehmen
  • Öffentliche und private Bauherren
  • Bau- und Abbruchunternehmer
  • Labore und Betonhersteller
  • Architekten / Ingenieurbüros

Von Juni bis September 2013 fanden mit jeder Akteursgruppe erste Gesprächskreise statt (die jeweiligen Präsentationen stehen zum Download bereit). Ziel dieser Gesprächskreise war es, mit jeder Akteursgruppe die Potenziale zur Steigerung der Ressourceneffizienz und den Handlungsbedarf zum Abbau von Hemmnissen zu diskutieren. Wichtig ist hierbei vor allem, dass die Akteure als unmittelbar Handelnde Informationen und Vorschläge eingebracht haben. Hieraus ergaben sich konkrete Maßnahmen, die direkt in die Praxis der Bauwirtschaft umsetzbar sind. Diese Stellschrauben zur Steigerung der Ressourceneffizienz des Recyclings von mineralischen Bau- und Abbruchabfällen sind im November 2013 in einem Plenum mit allen Akteursgruppen diskutiert worden.

In der Folge werden für die als besonders wichtig erkannten Stellschrauben sukzessive Praxishilfen erarbeitet und vom MUGV herausgegeben, die allen betroffenen Akteuren zur Verfügung gestellt werden. Als erste Praxishilfe ist der Brandenburger Leitfaden für den Rückbau von Gebäuden erschienen.

Ansprechpartner:
apl. Prof. PD Dr.-Ing. habil. Angelika Mettke
Tel: (0355) 69-2270
Email: mettke(at)b-tu.de