Steineisendecken

Historisch-konstruktive Entwicklung, Typologie, Bemessung

Weltweit prägten im frühen 20. Jahrhundert Steineisendecken den Stockwerksbau - einfach zu erstellen, leicht und wirtschaftlich. Ihre Vielfalt und Verbreitung übertraf die der zeitgleich aufkommenden Betondecken. Gleichwohl ist sehr wenig über Geschichte und zeitgenössische Berechnung der Steineisendecken bekannt. Die Unkenntnis über die historische Entwicklung hat erhebliche Auswirkungen auf den heutigen Umgang mit historischen Steineisendecken im Bestand. Statische Nachweise sind üblicherweise von sehr unscharfen Randbedingungen bestimmt. Ein Ausweg wird häufig in Probebelastungen und/oder der aufwendigen Verstärkung der Deckenfelder gesucht. Beides ist teuer, häufig resultiert aus der Unkenntnis der Abriss. Das Projekt zielte auf die historisch-konstruktive Erforschung der Steineisendecken als Grundlage für die Erarbeitung verlässlicher Bewertungsmethoden. Erstmals wurde eine umfassende Entwicklungsgeschichte erarbeitet, dokumentiert und bewertet, in der alle relevanten technologischen Randbedingungen Berücksichtigung fanden. Wesentlich war die Entwicklung einer schlüssigen Typologie. Methodische Eckpfeiler waren die Literatur- und Quellenauswertung – hier insbesondere des umfassenden Fundus’ der Patentschriften - sowie die statisch-konstruktive Analyse. Im Rahmen des zweiten Teilprojektes wurden die gewonnenen Ergebnisse für die Erarbeitung von Planungs- und Arbeitswerkzeugen sowie zur Entwicklung von Ingenieurmodellen zur Tragfähigkeitbeurteilung von Steineisendecken genutzt.

Homepage
http://www.steineisendecken.de

Gesamtleitung
Prof. Dr.-Ing. Werner Lorenz

Teilprojekte
1. Teil: Entwicklungsgeschichte Steineisendecken - Dipl.-Ing. Michael Fischer
2. Teil: Leitfaden zur Bewertung der Tragfähigkeit von Steineisendecken - verfeinerte Bemessungsalgorithmen, Planungs- und Arbeitswerkzeuge für die Praxis - Dipl.-Ing. Michael Fischer, cand. Ing. Martin Elze, cand. Ing. Paul Giese

Laufzeit
1. Teil von 2000 bis 2007
2. Teil seit 2005

Finanzierung
1. Teil: von Februar 2003 bis Januar 2005 von der DFG finanziert
2. Teil von November 2005 bis Oktober 2007 von der DFG finanziert

Dissertation
Steineisendecken im Deutschen Reich 1892-1925, Dipl.-Ing. Michael Fischer
Gutachter: Prof. Dr.-Ing. Werner Lorenz, Prof. Berthold Burkhardt, Prof. Karen Eisenloffel, M.Sc.
Disputation: 03.07.2008

Publikationen
  • Fischer, M.: Innovation durch Konkurrenz - Steineisendecken. In: Hassler, U.; Schmidt, H. (Hrsg.): Häuser aus Beton. Vom Stampfbeton zum Grosstafelbau. Tübingen, Berlin: Ernst Wasmuth Verlag, 2004, S.170-177
  • Fischer, M.; Lorenz, W.: Early Reinforced Brick Floors in Germany: Historical Development, Construction Types, Dimensioning and Load Bearing Capacity. In: Kurrer, K.-E.; Lorenz, W.; Wetzk, V. (Hrsg.): Proceedings of the Third International Congress on Construction History, Cottbus, May 2009, S. 587-594.
  • Fischer, M.:Steineisendecken im Deutschen Reich 1892-1925. Dissertation an der Fakultät Architektur, Bauingenieurwesen und Stadtplanung der BTU Cottbus, 2009.
Abschlussarbeiten
  • Giese, J.-P.: Vergleich der Leistungsfähigkeit verschiedener Bemessungsansätze für die Nachbemessung historischer Steineisendecken im Bestand. Diplomarbeit am Lehrstuhl Bautechnikgeschichte und Tragwerkserhaltung der BTU Cottbus. 2006
  • Elze, M.: Entwicklung eines verbesserten Bemessungsverfahrens zur realitätsnäheren Bewertung der Tragfähigkeit historischer Steineisendecken. Diplomarbeit am Lehrstuhl Bautechnikgeschichte und Tragwerkserhaltung der BTU Cottbus. 2006 (ausgezeichnet mit dem Förderpreis für Jungingenieure des Fördervereins der Brandenburgischen Ingenieurkammer)

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