Shell Pioneers

Internationales Symposium in Erinnerung an die 125. Wiederkehr des Geburtstags von Franz Dischinger

Im Herbst 2012 jährte sich zum 125. Mal der Geburtstag Franz Anton Dischingers. Der am 8. Oktober 1887 geborene Bauingenieur war ab 1913 für die Bauunternehmung Dyckerhoff & Widmann tätig und wurde 1932 auf den Lehrstuhl für Massivbau der TU Berlin berufen, den er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1951 inne hatte. Unzweifelhaft kann er als einer der wichtigsten deutschen Bauingenieure des 20. Jahrhunderts gelten. Richtungsweisend waren vor allem seine Arbeiten zum Schalenbau (und die daraus resultierenden „Zeiss-Dywidag-Schalen“) sowie zur Vorspannung des Betons. Doch auch auf anderen Gebieten wie beispielsweise dem Hänge- und Schrägseilbrückenbau hat er Herausragendes geleistet.

Der Lehrstuhl Bautechnikgeschichte und Tragwerkserhaltung der BTU Cottbus (Prof. Dr.-Ing. Werner Lorenz) und das  Fachgebiet Entwerfen und Konstruieren - Massivbau der TU Berlin (Prof. Dr. sc. techn. Mike Schlaich) nahmen Dischingers 125. Geburtstag zum Anlass, diese herausragende Ingenieurpersönlichkeit am 18. und 19. Oktober 2012 mit der gemeinsamen Ausrichtung eines internationalen Symposiums an der TU Berlin zu würdigen. Beide Einrichtungen sehen sich dem Erbe Dischingers in besonderer Weise verpflichtet: Während das Berliner Fachgebiet die direkte Nachfolgeinstitution von Dischingers ehemaligem Lehrstuhl für Massivbau ist, wird an der BTU Cottbus seit einiger Zeit ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördertes Grundlagen-Forschungsprojekt zu Franz Dischinger bearbeitet.

Trotz Dischingers unbestrittener Bedeutung liegen noch viele Aspekte seines Werks und Wirkens im Dunkeln. Eine besonders prägnante Forschungslücke betrifft die Frage des internationalen Kontexts, in dem Dischinger seine richtungsweisenden Beiträge zu Theorie und Praxis des Schalenbaus entwickelte. Dieser internationale Zusammenhang in der frühen Phase des Schalenbaus wurde in der Bauingenieur-Historiografie bislang kaum thematisiert. Bis heute wird die Entwicklung des Schalenbaus vielmehr vornehmlich länderspezifisch bzw. national gefärbt interpretiert – ungeachtet der seinerzeitigen Realität, die durch multinational tätige Baufirmen ebenso geprägt war wie durch einen engagierten grenzüberschreitenden wissenschaftlichen Austausch zu neuesten Entwicklungen der Bautechnik.

Im Rahmen des Symposiums „Shell Pioneers“ stellten führende internationale Experten die Ergebnisse ihrer eigenen Forschungen zur Frage der internationalen Verknüpfungen auf dem Feld des frühen Stahlbetonschalenbaus vor. Naturgemäß kam Franz Dischinger dabei besondere Bedeutung zu, allein schon deshalb, weil er durch die Errichtung von Bauten mit Zeiss-Dywidag-Schalen in einem guten Dutzend Länder außerhalb Deutschlands erheblichen Einfluss auf das dortige Baugeschehen ausgeübt haben dürfte.

Die an beiden Tagen von jeweils rund 100 Zuhörern besuchte Veranstaltung wurde in englischer Sprache durchgeführt.

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Programm

Donnerstag, 18. Oktober 2012

17.30
Franz Dischinger: New Aspects of the Life and Work of a Civil Engineering Master
Roland May, BTU Cottbus
Veranstaltung im Rahmen der Vortragsserie „Praktiken & Potenziale von Bautechnikgeschichte“

anschließend
Empfang in der historischen Peter-Behrens-Halle


Freitag, 19. Oktober 2012

09.30
Begrüßung
Mike Schlaich, TU Berlin
Werner Lorenz, BTU Cottbus

09.45
From Biebrich into the World: The Dissemination of the Zeiss-Dywidag System
Werner Lorenz, BTU Cottbus
Roland May, BTU Cottbus

11.30

The Autarchic Origins of the Italian Thin Shells
Tullia Iori, Università di Roma Tor Vergata

12.30
Pioneer Concrete Shells in Spain
Pepa Cassinello, Universidad Politécnica de Madrid

14.30
Conoids and Hypars: Early Thin Shell Design in France and Benelux
Bernard Espion, Université Libre de Bruxelles

16.00
Anton Tedesko: The Communicator
Jörg Schlaich, Berlin
 
17.00
Shells Today
Mike Schlaich, TU Berlin

18.00
Diskussion: The Future of Thin Concrete Shells — Learning from History?
Moderator: Arndt Goldack, TU Berlin

Zeit & Ort

Zeit & Ort

Datum
18. & 19. Oktober 2012

Ort
TU Berlin,  Campus Wedding
TIB1, Gebäude 13B, Hörsaal 13B-B

Gustav-Meyer-Allee 25
13555 Berlin

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