Prof. Dr.-Ing. habil. Matthias Wolff Lehrstuhlleiter

Matthias Wolff stammt aus Görlitz. Er studierte bis 1997 an der TU Dresden Elektrotechnik und Informationstechik, wurde dort 2004 zum Doktoringenieur promoviert und habilitierte sich 2011 ebenfalls an der der TU Dresden im Fach Systemtheorie. Seit 2011 ist er als Universitätsprofessor für Kommunikationstechnik an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg tätig. Er lehrt auf den Gebieten der Systemtheorie, Kommunkationstechnik, Sprachtechnologie und kognitive Systeme. Seine Forschungsinteressen liegen hauptsächlich auf den Gebieten Text- und Semantikverarbeitung, Verhaltenssteuerung für kognitive Maschinen und quanteninspirierte KI-Methoden.

PGPöffentlicher Schlüssel:  705F7B5F
Fingerabdruck: 96ED 5F66 DB99 22B0 9DB2 1786 AFE0 EFF6 705F 7B5F

Forschung und Lehre

Legende: V - Vorlesung, Ü - Übung, P - Praktikum, S - Seminar

Persönliche Interessen

Elektronische Musik

Komposition

Hörbeispiele

Audio- und Signalverarbeitung (Modul 11388) für die digitale Musikproduktion.

Das vierte Stück auf dem Album „Procession Pt. 2“ ist ein Beispiel für umfangreiche Audiosignalverarbeitung. Zu hören sind zwölf verschiedene Stimmen von fünf alten Digitalsynthesizern: Casio VZ-1, Kawai K4r, Kurzweil K2000r, Roland D-100 und Yamaha TG55. Sie alle erzeugen an ihren Analogausgängen ein enormes Rauschen, welches das Klangspektrum verunreinigt und den gesamten Sound matschig klingen lässt.

Um das Rauschen zu eliminieren, habe ich als erste Stufe ein statisches Gate-Plugin an meinem Analog-Digital-Wandler eingefügt. Dieses schaltet alle Instrumente stumm, die gerade nicht spielen (siehe Bild 1). Die gelbe Kurve zeigt den Gate-Schwellwert (-80 dB). Zusätzlich verfügt das Gate über einen 12-dB-Vorverstärker, der die niedrigen Pegel der Synthesizer in einen für die Digitalisierung günstigeren Bereich anhebt. Bei einigen Synthesizern musste ich sogar noch einen analogen 15-dB-Vorverstärker vor den Analog-Digital-Wandler schalten.

Ein statisches Gate kann das Rauschen jedoch nicht unterdrücken, während ein Instrument spielt; zudem heben die Vorverstärker naturgemäß auch das Rauschen an. Daher habe ich als zweite Stufe adaptive Multiband-Noise-Gates in die digitale Aufnahmekette eingefügt (siehe Bild 2). Die blaue Kurve ist die Gate-Funktion: Sie schaltet alle Frequenzen im Klangspektrum stumm, die aktuell nicht genutzt werden. Die grüne Kurve zeigt das aktuelle (sehr leise) Klangspektrum des K2000r-Synthesizers, der für sein analoges Rausches berüchtigt ist. Die adaptiven Noise-Gates bereinigen den Klang effektiv und verleihen ihm einen seidigen, klaren Charakter (was bei diesem Stück insbesondere beim ikonischen „Gold String“-Pad des Roland D-110 hörbar ist).

Da das Stück über einen ungewöhnlich großen Dynamikumfang verfügt, konnte ich nicht das gesamte Rauschen unterdrücken (Glocken-Intro). Um das verbleibende Rauschen zu entfernen, müsste ich auf die digitalen ADAT-Ausgänge der (wenigen) „Steinzeit"-Synthesizer zurückgreifen, die über eine solche Schnittstelle verfügen.

Aufgrund des großen Dynamikumfangs des Stücks musste ich als dritte Stufe einen Multiband-Kompressor in die Mastering-Kette einfügen, um eine angemessene Lautstärke zu erzielen. Andernfalls hätte das Stück im Vergleich zu den übrigen Titeln auf diesem Album deutlich zu leise geklungen. Da ein Kompressor das Gesamt-Klangbild geringfügig verändert, sah ich mich zu einem ermüdenden Iterationsprozess aus Mixdown und Mastering gezwungen :(

Als letzten Schritt habe ich in den Master-Bus einen abschließenden Equalizer – basierend auf einer Filterbank eingefügt – (siehe Bild 3). Das Equalizer-Preset trägt den Namen „Master Bus De-Mudder“; und genau das ist es auch, was es bewirkt. Ein dröhnender Bass ist beim Mastering keine gute Idee. Daher wird der Bassbereich um (moderate) 6 dB abgesenkt; vermutlich wäre eine Absenkung um bis zu 9 dB sogar noch ratsamer. Ebenso werden die Höhen leicht angehoben, was die typische Frequenzcharakteristik von Kopfhörern und anderen Wiedergabegeräten kompensiert. Zusätzlich habe noch ich Filter Nr. 5 mit einer Mittenfrequenz von etwa 2,5 kHz eingefügt, da das String-Pad des D-110 das Klangspektrum in diesem Frequenzbereich buchstäblich zuschüttet. Folglich habe ich diesen Bereich leicht abgesenkt, um das gesamte Hörerlebnis zu optimieren.

Das Endergebnis ist zwar nicht perfekt, aber dennoch ziemlich gut – und meilenweit entfernt von der Qualität meiner alten analogen Misch- und Mastering-Hardware.

(automatische Übersetzung aus dem englischen Original durch Google Translate mit nachträglichen Änderungen)