Fokus der Arbeitsgruppe

Die Arbeitsgruppe für Molekulare Zellbiologie von Prof. Küpper beschäftigt sich mit der Entwicklung und Untersuchung von proliferationsfähigen humanen Zellkultursystemen. Mit der von uns entwickelten upcyte®/EPCC (enhanced primary cell culture) Technologie ist es möglich, primäre Zellen ohne den Umweg über Stammzellen direkt und effizient in der Zellkultur zu vermehren. Ziel ist, an physiologisch aktiven humanen Zellen wie etwa Hepatozyten, Endothelzellen oder Kardiomyozyten zellbiologische Grundlagenforschung und Medikamententestungen inklusive Zytotoxizitätstestungen (ADME-Tox) durchführen zu können.

Ein wichtiges Themengebiet ist die Untersuchung der Aktivität von Phase I und Phase II Enzymen in Hepatozyten mit besonderem Hinblick auf die Entstehung von Metaboliten von Medikamenten. Außerdem untersuchen wir die potentiell toxische Wirkung von Chemikalien an humanen Zellkultursystemen.

Ein weiteres Themenfeld ist die Untersuchung von Medikamentenwirkung auf das Kolorektalkarzinom mit Hilfe entsprechender Zellkulturmodelle. Vorranging werden dabei altersabhängige Effekte erforscht, was von besonderer klinischer Bedeutung ist: Medikamentenstudien werden bislang hauptächlich mit gesunden, jüngeren Probanden durchgeführt, sodass nicht bekannt ist, wie ein älterer Körper unter Berücksichtigung möglicher Komedikation auf einen Wirkstoff reagiert.

Zusätzlich zu diesen Themen arbeitet Prof. Küpper zusammen mit Partnern an neuen biotechnologischen Verfahren zur quantitativen CO2 Entnahme aus der Atmosphäre und hält Vorträge über interdisziplinäre Strategien zur Begrenzung des Klimawandels.