Taktile Modelle für das Pergamon Museum Berlin Großer Altar und Stadtberg von Pergamon für die Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin – Stiftung Preußischer Kulturbesitz

Für die Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin werden zwei taktile Modelle – des Pergamonaltars und des Stadtbergs von Pergamon – erarbeitet, die nach der Wiedereröffnung des Architektursaals im Pergamonmuseum die bisherigen physischen Modelle ablösen. Der Große Altar von Pergamon zählt zu den bedeutendsten Denkmälern der hellenistischen Kunst. Pergamon war eine der führenden Metropolen der antiken Welt. Das Pergamonmuseum auf der Berliner Museumsinsel gehört zu den meistbesuchten Museen der Welt. Es ist seit 2014 wegen umfassender Sanierungsarbeiten geschlossen. Die Wiedereröffnung des Altarsaals und der Architektursäle der Antikensammlung ist für den 4. Juni 2027 vorgesehen. Die beiden Modelle zeigen einmal den Altar in seiner Gesamtgestalt und einmal einen Ausschnitt des Stadtbergs von Pergamon, dessen Fassung gegenüber dem bisherigen Modell den aktualisierten Forschungsstand widerspiegelt. Der archäologische Forschungsstand wurde mit der Abteilung Istanbul des Deutschen Archäologischen Instituts erarbeitet.

Damit die Modelle taktil erfahrbar sind, werden sie aus dem dauerhaften Verbundwerkstoff Corian gefräst. Die besondere gestalterische Herausforderung besteht darin, dass das bislang vorwiegend für Visualisierungen genutzte virtuelle Modell hierfür teilweise neu konzipiert werden musste. Zu berücksichtigen waren dabei nicht nur die materialspezifischen Eigenschaften und die innere Stabilität des Werkstoffs sowie die Beanspruchung durch das Anfassen der Besucher, sondern auch die Sichtbarkeit des Modells von allen Seiten.