Workshops - "Perspektiven für PROVINZSTÄDTE"


Am 24.05.2017 werden in sieben parallelen Workshops verschiedenen Perspektiven diskutiert. Die Workshops sind für jeweils 2 Stunden angesetzt.

1.Smart Regions – regionale Kreisläufe und intelligente Arbeitsteilung

Tradierte Rollenverteilungen und Austauschprozesse zwischen Stadt und Land befinden sich im Wandel. Die Digitalisierung ermöglicht die Anbindung kleinstädtischer Lebens- und Arbeitswelten an internationale Netzwerke. Globale Lebenswelten schaffen neue Raumgefüge, Zentralitäten und Identitäten. Gleichzeitig wird die Stadt im Zuge von Post-Carbon- und Peak Everything-Debatten in zunehmenden Maße selbst zum Produzent von Energie und Nahrung. Im Workshop Smart Regions wird diskutiert, wie zukunftsweisende Raummodelle intelligenter und vernetzter Regionen entstehen können, die Ressourcen, Produktion und neue Arbeitsmodelle in synergetischen Kreisläufen zwischen Stadt und Land neu organisieren.

Vorbereitung: V.-Prof. Dr.-Ing. Carlo Becker, BTU Cottbus-Senftenberg; Lena Flamm, BTU Cottbus-Senftenberg; 
Dr. Fabian Thiel, Frankfurt/Main UAS

Impuls: Prof. Dr.-Ing. Michael Prytula, FH Potsdam; Dr. Fabian Thiel, Frankfurt/Main UAS;
Lars Zimmermann, Open Source Circular Economy Days (OSCE) Berlin

2. Strukturwandel – Perspektiven fernab der Metropolen

Der Strukturwandel wirkt sich unterschiedlich auf die Provinzstädte aus: während die Klein- und Mittelstädte in wachsenden Metropolenregionen oft von der positiven Entwicklung profitieren können, werden die Provinzstädte fernab der Großstädte ohne gute Verkehrsanbindungen und eigene Zentralität durch den weiteren Bedeutungsverlust bedroht. Innerhalb des Workshops soll eine Auseinandersetzung mit den verschiedenen Strategien zur Stabilisierung und Entwicklung der vom Strukturwandel betroffenen Provinzstädte geführt werden.

Vorbereitung: V.-Prof. James Miller Stevens, BTU Cottbus-Senftenberg; Monique Jüttner, BTU Cottbus-Senftenberg; Arianne Fleege, FH Erfurt

Impuls: Prof. Dr. Rainer Danielzyk, Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL) und Universität Hannover; Frank Segebade, Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung Brandenburg (MIL)

3. Stadtbild – Baukultur in Provinzstädten

Baukultur ist überall. Sie ist die Summe aller Bemühungen um das Planen und Bauen in den Städten, Dörfern und Landschaften. Baukultur ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Sie trägt wesentlich zu Identität und Eigenart als standortbildende Faktoren der Städte und Regionen bei. Gute Baukultur zahlt sich aus. Sie bringt Unverwechselbarkeit, Identität und auf Dauer einen ideellen und auch materiellen Mehrwert. Kann ein kommunales Leitbild, das Leitlinien aufzeigt, Orientierung bieten, wie man richtig, gut und angemessen baut? Ist im Kontext von widersprüchlichsten Gestaltvorstellungen und ubiquitärer Verfügbarkeit der Baumaterialien nicht Einfachheit, Selbstbeschränkung und Verzicht ein Lösungsansatz?

Vorbereitung: Prof. Heinz Nagler, BTU Cottbus-Senftenberg; Lisa Eberhardt, BTU Cottbus-Senftenberg; 
Brigitte Faber-Schmidt, Kulturland Brandenburg 

Impuls: Prof. Jiři Suchomel, TU Liberec; Hans-Joachim Stricker, Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung Brandenburg (MIL)

4. Daseinsvorsorge – Provinzstädte als Anker im Raum

In Anbetracht der Schrumpfung ganzer ländlicher Regionen können Provinzstädte einerseits als "Anker im Raum" dienen, andererseits "Entlastungsstandorte" für stark wachsende Großstädte sein. Ihre Ausstattung mit öffentlichen und sozialen Einrichtungen wie auch die dortigen Angebote an Versorgung und privaten Dienstleistungen sind existenziell für die Bewohner*innen der Provinzstädte und ihres Umlands. Diese Attraktivität kann aber auch die Schrumpfung der angrenzenden Räume weiter verstärken. Im Workshop werden gegenwärtige Trends und innovative Ansätze der Daseinsvorsorge in Provinzstädten diskutiert.

Vorbereitung: Prof. Dr.-Ing. Silke Weidner, BTU Cottbus-Senftenberg; Agnès Klöden-Billemont, BTU Cottbus-Senftenberg; Dr.-Ing. Tanja Korzer, Universität Leipzig; Kathrin Erb, IHK Cottbus

Impuls: Dr. Matthias Funkert, BBSR Bonn; Thomas Zenker, Stadt Großräschen

5. Profilierung – Provinzstädte zwischen Kooperation und Wettbewerb

Im zunehmenden Wettbewerb von Städten und Regionen sind Provinzstädte aufgefordert über ihre Wettbewerbsfähigkeit nachzudenken und Strategien zu deren Steigerung zu entwickeln. Dabei gilt es zu bedenken unter welchen Bedingungen Provinzstädte zu Wachstumspolen entwickelt werden können und mit welchen Strategien lokale Effekte globaler Krisen bewältigt werden. Das Spannungsfeld zwischen Kooperation und Profilierung stellt dabei eine besondere Herausforderung dar. Im Workshop soll herausgearbeitet werden, welche Besonderheiten die Städte jenseits der Metropolen hinsichtlich ihrer Profilierungsstrategien kennzeichnen.

Vorbereitung: V.-Prof. Dr. Antje Matern, BTU Cottbus-Senftenberg; Moritz Maikämper, BTU Cottbus-Senftenberg; Prof. Dr.-Ing. Robert Knippschild, IZS Görlitz; Caroline Alf, HCU Hamburg

Impuls: Dr. Jens Hoffmann, Hochschule Neubrandenburg; Dr. Ludwig Scharmann, Sächsisches Staatsministerium des Innern (SMI); Annette Krzok, Stadt Hoyerswerda; Constanze Zöllter, IZS Görlitz

6. Akteure – Provinzstädte zwischen Markt, Reallabor und gesellschaftlicher Entwicklung

Ohne engagierte regionale und lokale Akteure ist auch eine Provinzstadt nicht zu denken. Allerdings zeigen sich aktuell verschiedene Entwicklungen der Entkopplung, der Entsolidarisierung und der wachsenden Ungleichheit sowohl in den Bereichen der technischen Infrastrukturen als auch der gesellschaftlichen Zusammenhänge. In diesem Workshop werden unterschiedliche Beispiele und praktische Ansätze vorgestellt, und, vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen und theoretischer Überlegungen, gemeinsam mit Vor-Ort-Akteur*innen diskutiert.

Vorbereitung: Gast-Prof. Dr.-Ing. Carolin Schröder, BTU Cottbus-Senftenberg; Thomas Knorr-Siedow, BTU Cottbus-Senftenberg; Prof. Dr.-Ing. Holger Schmidt, TU Kaiserslautern; Arvid Krüger, Bauhaus Universität Weimar

Impuls: Torsten Pötzsch, Oberbürgermeister Stadt Weißwasser; Anne Kück, TU Kaiserslautern; 
Jacob Pertz, Bauhaus Universität Weimar; Gregor Schneider, BTU Cottbus-Senftenberg

7. Stadtumbau – Provinzstädte zwischen Auf- und Abbau 

Demografischer Wandel, wirtschaftlicher Strukturwandel, Schrumpfung und Leerstand sind Prozesse, die insbesondere peripherisierte Provinzstädte kennzeichnen. Ist Provinzstadt also nur die positive Umschreibung für von der Entwicklungsdynamik der Metropolen abgehängte, von Förderinstrumenten abhängige Klein- und Mittelstädte? Oder können nicht gerade auch Provinzstädte einen besonderen Reiz als Wohn- und Lebensort entfalten? Was macht diesen Reiz aus und wie gelingt, es die Anziehungskraft der Provinzstädte zu stärken?

Vorbereitung: Prof. Dr.-Ing. Heike Liebmann, BTU Cottbus-Senftenberg; Jörg Walther, BTU Cottbus-Senftenberg; Doreen Mohaupt, Stadt Cottbus; Carolin Buttker, Stadt Cottbus; 
Dr.-Ing. Christian Strauß, ZALF Müncheberg; Prof. Dr.-Ing. Jan Schaaf, HS Mittweida

Impuls: Dr. Anja Nelle, IRS Erkner; Dr. Thomas Fischer, TU Kaiserslautern

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