Aktuelles

Interview in der LR zu Kurzzeitvermietungen in Cottbus: Zwischen Strukturwandel und Wohnraumnachfrage

Könnten Plattformen wie Airbnb künftig den Wohnungsmarkt in Cottbus beeinflussen? Mit dieser Frage beschäftigt sich ein aktueller Beitrag der Lausitzer Rundschau von Stephan Meyer. Darin ordnet Dr. Carolin Genz, Professorin i.V. für Urban Design/Urban Studies an der BTU Cottbus–Senftenberg, die Entwicklung aus wissenschaftlicher Perspektive ein. Die Einschätzungen gehen unter anderen auf Erkenntnisse aus dem aktuellen Seminar „The Just City: Transformationsgerechtigkeit in der Stadt- und Regionalplanung“ zurück. Darin untersuchen Studierende unter anderem die Veränderungen und Rekonfigurationen regionaler Wohnungsmärkte im Kontext von Strukturwandel, Wachstum und bedarfsgerechten Nutzungsformen von Wohnraum. Carolin Genz betont, dass Kurzzeitvermietungen ein wichtiger Frühindikator für Veränderungen auf Wohnungsmärkten sein können, da sie Verschiebungen bei Nachfrage, Renditeerwartungen und Nutzungskonkurrenzen früh sichtbar machen. Für Cottbus empfiehlt sie ein kontinuierliches Wohnungsmarkt-Monitoring, um Entwicklungen datenbasiert zu beobachten und mögliche Risiken der Zweckentfremdung von Wohnraum rechtzeitig zu erkennen.

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Podiumsdiskussion „Wohnraum, der nicht die Welt kostet"

Am 23. April 2026 nahm Prof. i.V. Dr. phil. Carolin Genz an der Podiumsdiskussion „Wohnraum, der nicht die Welt kostet – Bezahlbares Wohnen innerhalb planetarer Grenzen" im Aedes Metropolitan Laboratory in Berlin teil. Im Mittelpunkt des Lab Talks standen vier zukunftsweisende Szenarien für eine nachhaltige und bezahlbare Wohnraumversorgung, die von Buro Happold, empirica, dem Netzwerk Immovielien und urbi_et entwickelt wurden.

Im Anschluss an die Vorstellung der Szenarien diskutierte Carolin Genz als Stadtanthropologin und Humangeographin (Chair Urban Design & Urban Studies, BTU Cottbus-Senftenberg) gemeinsam mit Firdes Firat (Architects for Future), Konstantin A. Kholodilin (DIW Berlin) und Daniel v. Schamann (Münchener Wohnen) über zentrale Hebel einer sozial gerechten und ökologisch tragfähigen Wohnraumpolitik – jenseits des Mantras „bauen, bauen, bauen". Moderiert wurde die Runde von Aron Bohmann (Buro Happold).

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Neue Vertretungsprofessur im Fachgebiet Urban Design/Urban Studies

Zum 1. April 2026 übernimmt Dr. phil. Carolin Genz die Vertretung der Professur für Urban Design/Urban Studies an der BTU Cottbus-Senftenberg. Sie tritt damit die Nachfolge von Dr. phil. Julia Binder an.

Carolin Genz ist Stadtforscherin mit interdisziplinärem Profil an der Schnittstelle von Geographie, Anthropologie und Urban Design. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich insbesondere mit Fragen des Wohnens, urbanen Transformationen und sozialer Ungleichheit.

Das Fachgebiet freut sich auf die Zusammenarbeit und heißt sie herzlich willkommen.