Das Fachgebiet „Management regionaler Energieversorgungsstrukturen“ beschäftigt sich auf regionaler und nationaler Ebene mit den Herausforderungen der Energiewende und reflektiert, bewertet und entwickelt innovative Ansätze und Pfade für die Gestaltung einer umweltfreundlichen und nachhaltigen Energieversorgung.

weitere Informationen zum Fachgebiet

Aktuelles

Keynote und Diskussion auf Parlamentarischem Abend in Sachsen

11.12.2018, Dresden // Unter der Überschrift „Ausgeglüht oder für Kohle machen wir alles?“ hatte der BUND Sachsen Vertreter aller Fraktionen des Sächsischen Landtags, verschiedener Verbände und der Verwaltung zu einem "Parlamentarischen Winterabend" ins Dresdner ImpactHub geladen. Vor gut 30 Gästen sprachen Prof. Dr. Dr. Felix Ekardt, Nachhaltigkeitsforscher und Vorsitzender des BUND Sachsen, und Prof. Dr. Bernd Hirschl, Forscher an der BTU Cottbus-Senftenberg und am Berliner Institut für ökologische Wirtschaftsforschung über Kohleausstieg und Strukturwandel. Prof. Hirschl berichtete dabei in seinem Vortrag insbesondere über die Inhalte des aktuellen Gutachtens im Auftrag des BMWi zu den Energiewende-Potenzialen in den Braunkohlerevieren mit einem Schwerpunkt auf die regionalökonomischen Effekte insbesondere durch Wind- und Solarenergie, Hybridkraftwerke und PtX-Optionen.

Keynote für Berlins Weg zur solaren Stadt

3.12.2018, Berlin // Aktuell lässt das Land Berlin einen "Masterplan Solarcity" erarbeiten, um die gesteckten Ziele - bis zu 25% urbanen Solarstrom sind bis 2050 möglich - zu erreichen. Dafür sind viele Hürden aus dem Weg zu räumen und Anreize zu setzen - und dies bei zum Teil unzureichenden nationalen Rahmenbedingungen. Dabei ist die Erstellung des Masterplans selbst eine Maßnahme des 2018 beschlossenen Berliner Energie- und Klimaschutzprogramms, das Prof. Bernd Hirschl als Hauptautor des gleichnamigen Gutachtens und damaliger Projektleiter mit entwickelt hat. Zudem hat der aktuelle Berliner Klimaschutzrat, dessen Sprecher Bernd Hirschl ist, konkrete Empfehlungen für eine urbane Solarwende in Berlin erarbeitet. Auf der ersten öffentlichen Veranstaltung zur Erstellung des Masterplans hielt Bernd Hirschl zum Auftakt einen Impulsvortrag zum Thema und überreichte dem zuständigen Berliner Staatssektretär Christian Rickerts das Positionspapier  des Klimaschutzrates.

Prof. Hirschl kommentiert Übernahmeangebot von Greenpeace Energy für Braunkohlesparte im Rheinischen Revier

26.11.2018, Berlin // Auf einer Pressekonferenz in Berlin stellte der Vorstand von Greenpeace Energy ein Übernahmeangebot für die Braunkohle von RWE vor, das auf der Veranstaltung von mehreren Expertinnen und Experten verschiedener Fachrichtungen kommentiert wurde. Der Ökostromanbieter will die Braunkohle-Tagebaue und -Kraftwerke des RWE-Konzerns im Rheinischen Revier ab 2020 stufenweise übernehmen und bis 2025 stilllegen. Im Gegenzug sollen auf den ehemaligen Tagebauflächen Windkraft- und Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 8,2 Gigawatt entstehen. Dieses Erneuerbare Großkraftwerk soll mit breiter Beiligung aus der Region finanziert, gebaut und betrieben werden. Prof. Hirschl gab auf der Basis bisheriger Studien, an denen das Fachgebiet bzw. das IÖW beteiligt war - u.a. dem jüngst veröffentlichten BMWi-Gutachten sowie einer Studie zu EE-Potenzialen im Rheinischen Revier - eine Einordnung dieses Vorhabens mit Blick auf dessen mögliche regionalökonomische Effekte.

Zur Pressemitteilung und Internetseite von Greenpeace Energy mit weiteren Informationen und Dokumenten zum Vorhaben.

Prof. Hirschl beim 5. Konvent des Bündnis Bürgerenergie

23.11.2018, Wittenberg // Auf dem fünften Konvent des Bündnis Bürgerenergie sprach Prof. Hirschl über die Vorteile dezentraler Energieversorgungssysteme in Bezug auf Versorgungssicherheit und Resilienz. Sein Vortrag knüpfte insbesondere an die Forschungsergebnisse des Projekts Strom-Resilienz an und verknüpfte diese mit den möglichen Vorteilen einer zellularen Struktur des Energiesystems. Um das Energiesystem in diese Richtung zu entwickeln braucht es jedoch eine deutlich Stärkung dezentraler, regionaler Marktmechanismen und Eigenverbrauchs-Instrumente - jeweils unter der Anforderung der Systemdienlichkeit.

Studie mit Fallstudie Lausitz: Braunkohlereviere zu Energiewenderegionen transformieren

20. November 2018 // Eine neue Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zeigt, wie die deutschen Kohlereviere auch zukünftig als wichtige Player in der Energiewirtschaft in Deutschland mitspielen können. Fazit: Eine gezielte Transformation hin zu Energiewenderegionen könnte maßgeblich neue Perspektiven für Beschäftigung und Wertschöpfung im Rheinischen, Mitteldeutschen, Lausitzer und Helmstedter Revier schaffen. An der Erstellung der Studie war das Fachgebiet in Zusammenarbeit mit dem IÖW und weiteren Partnern beteiligt.

Kohlekraftwerke durch Solar-Windstrom-Großkraftwerke ersetzen

Die Experten mehrerer Forschungs- und Beratungsinstitute empfehlen, die Potenziale erneuerbarer Energien in den Tagebauregionen stärker zu nutzen. Besondere Chancen bietet der verstärkte Ausbau von Solar- und Windstrom im Verbund. Diese Anlagen könnten schrittweise in den Regionen aufgebaut werden und freiwerdende Netzkapazität ersetzen, während die Kohleverstromung heruntergefahren wird. Weiterhin empfiehlt das Gutachten, Anlagen für die sogenannte Power-to-X-Technologie, also das Umwandeln von Strom etwa in Gas oder Wärme, gezielt in den Tagebauregionen anzusiedeln. „Solche Anlagen werden im zukünftigen Energiesystem eine wichtige Rolle zur Speicherung oder anderweitigen Nutzung von temporären Stromüberschüssen aus Wind oder Photovoltaik spielen“, sagt Martina Richwien vom Beratungsinstitut IFOK, das die Erarbeitung der Studie geleitet hat.

Die Potenziale der Reviere für den Strukturwandel in den Blick nehmen

„In der Debatte um den Strukturwandel werden die Potenziale der Energiewende bisher noch zu wenig gesehen“, so Bernd Hirschl vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), das in der Studie berechnet hat, in welchem Umfang Arbeitsplätze und Wertschöpfung in den Bereichen Wind- und Solarenergie neu entstehen können. „Die vorhandenen Infrastrukturen und Kompetenzen bieten sich an, die Reviere zu Energiewende-Modellregionen zu entwickeln – entsprechend ihrer jeweiligen Voraussetzungen. Wenn die Akteure vor Ort dafür zusammen mit den betroffenen Bundesländern und dem Bund an einem Strang ziehen, können nennenswerte Wertschöpfung und Beschäftigung entstehen.“

Gemeinsam vor Ort tätig werden

„Die Erschließung der Potenziale kann nur in den Regionen und gemeinsam mit den regionalen Akteuren erfolgen, die mit den Veränderungen vor Ort leben und arbeiten“, betont Martina Richwien. „So muss beispielsweise die Frage nach der Verfügbarkeit geeigneter Flächen im Dialog vor Ort beantwortet werden. Hier wird es wichtig sein, weitere Vorstellungen der Flächennutzung einzubeziehen und mögliche Unterstützer zu finden, um die insbesondere in der Lausitz erheblichen Beschäftigungspotenziale auch nutzen zu können.“

Die Experten weisen darauf hin, dass für ein Gelingen der Reviertransformation spezifische Maßnahmen erforderlich sind, bei denen die verschiedenen Ebenen zusammenarbeiten müssen. Etwa seien Sonderausschreibungen erforderlich, um die Anlagen gezielt in die Regionen zu bekommen. Damit die Reviere ökonomisch davon profitieren, sind darüber hinaus nennenswerte Beteiligungen von Kommunen, Unternehmen und Bürgern vor Ort erforderlich.

Fallstudie Lausitz: mehrere tausend Arbeitsplätze möglich

In dem Gutachten wurde für das Lausitzer Revier das regionalökonomische Potenzial einer Transformation zur Energiewenderegion abgeschätzt. Bei einem ambitionierten Ausbau von Windenergie und Photovoltaik können beispielsweise allein in diesem Bereich rund eintausend Vollzeit-Arbeitsplätze entstehen. Darin sind noch keine Effekte aus der Anlagenproduktion enthalten, in der heute bereits mehr als eintausend Menschen beschäftigt sind. Aus weiteren Bereichen der Strom-, Wärme- und Verkehrswende können darüber hinaus zahlreiche zusätzliche Arbeitsplätze entstehen – von Biogas über Solarthermie bis Power-to-Gas und in Bereichen wie ÖPNV, Car-Sharing, E-Mobilität oder autonomes Fahren.

Über die Studie: Projektbericht Erneuerbare Energien-Vorhaben in den Tagebauregionen im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), 467 Seiten, Berlin.

Mitwirkung von folgenden Forschungs- und Beratungsorganisationen: ►IFOK GmbH ►Deutsche WindGuard GmbH ► Solarpraxis Engineering GmbH ► Prognos AG ► Institut für ökologische Wirtschaftsforschung GmbH (gemeinnützig) ►Becker Büttner Held PartGmbB

Prof. Hirschl eröffnet Themenstrang digitale Energiewende auf der Konferenz Bits&Bäume

17-18. November 2018, Berlin // Auf der "Bits & Bäume"-Konferenz für Digitalisierung und Nachhaltigkeit, die vom iöw zusammen mit einer Vielzahl von zivilgesellschaftlichen und wissenschaftlichen Partnern aus beiden Communities veranstaltet wurde, eröffnete Bernd Hirschl den Themenstrang "digitale Energiewende" mit einem kurzen Überblicksvortrag (zum Video hier).

Am zweiten Konferenztag moderierte Prof. Hirschl gemeinsam mit Kollegen von Germanwatch und dem BUND einen Workshop zum Thema "der vernetzt zellulare Ansatz".

Eine Vielzahl von Dokumenten, Vorträgen und Videos aus den Sessions der Konferenz sind online verfügbar.

Interview in der Zeitschrift ew zu digitalen Geschäftsmodelllen und Resilienz

Nov. 2018 // Interview zum Thema "Der Strommarkt braucht die lokale Ebene" in der Zeitschrift ew - Magazin für die Energiewirtschaft, Nr. 11/2018, S. 22-23.

Video zum Vortrag auf Science Notes zu "Grenzen grüner Energie" online

Das Video zum Vortrag von Prof. Hirschl zum Vortrag zu den "Grenzen grüner Energie" - siehe auch die Meldung vom 15.9.2018 - ist nun online, ebenso weitere Vorträge der Veranstaltung, u.a. von C. Kemfert, J. Scheffran, S. Langenberg.

Vortrag und Podiumsdiskussion auf Fachtagung Bundesverband Wärmepumpen

8.11.2018, Berlin // Auf dem 16. Forum Wärmepumpe, alljährlich veranstaltet vom Bundesverband Wärmepumpe in Berlin, wurden aktuelle Trends und Rahmenbedingungen diskutiert. Bernd Hirschl eröffnete den zweiten Veranstaltungstag mit einem Vortrag über die aktuellen Entwicklungen in der Bundeshauptstadt: Berlin auf dem Weg zur Klimaneutralität? Auf dem anschließenden Podiumsgespräch diskutierte er mit einem Vertreter der Stadt Wien und dem Publikum über die Wärmebereitstellung im urbanen Raum heute und in Zukunft. Ausgewählte Tweets (1 u 2) zur Veranstaltung.

Veröffentlichung der Toblacher Thesen 2018

Im Nachgang zu den Toblacher Gesprächen (siehe auch nachfolgende Meldung) wurden von einer Reihe von Teilnehmerinnen und Teilnehmern (u.a. Schibel, Sachs, Hirschl, Löschel, Ekardt, Kohler) Thesen zur aktuellen Situation der Energiewende erarbeitet und veröffentlicht. "Thesen zu den Toblacher Gesprächen 2018: Wo bleibt das solare Zeitalter? Von den Hindernissen und Aussichten der Energiewende"

Vortrag bei den "Toblacher Gesprächen"

30.9.2018, Toblach, Südtirol // Bereits seit 1985 finden jährlich die Toblacher Gespräche über Umweltthemen mit einem Fokus auf die Energiewende statt. Bei der diesjährigen Konferenz ging es um das Thema „Wo bleibt das solare Zeitalter? Von den Hindernissen und Aussichten der Energiewende“. Prof. Hirschl trug zum Thema der dezentralen und digitalen Energiewende vor, mit einem Fokus auf den Prosumer – bzw. das „Prosuming im weiteren“ Sinne, das erneuerbare Erzeugung und nahräumlichen Verbrauch in der Nachbarschaft, im Quartier oder gar im Verteilnetz einschließt.

Prof. Hirschl auf Stadt-Land-Konferenz von Sozial- und Umweltverbänden

24.9.2018, Berlin // Auf der Konferenz "Eine nachhaltige und lebenswerte Zukunft für alle schaffen – Auf dem Land und in der Stadt" fand ein Forum zum Thema "Wie gestalten wir den Strukturwandel in den Kohleregionen?" statt, auf dem ExpertInnen gemeinsam mit Bürgern gearbeitet und diskutiert haben. Das Forum wurde von Klima-Allianz organisiert. Prof. Hirschl gab neben anderen ReferentInnen einen Impuls auf Basis aktuell laufender Arbeiten.

Vortrag auf der Science Notes

15.9.2018, Berlin  // Im Format Science Noteswird Wissenschaft und Unterhaltung verknüpft: In 5×15 Minuten präsentieren Wissenschaftler in einem Club ihre Themen, dazu gibt es elektronische Musik. In der Veranstaltung am 15.9. im Berliner Astra ging es um das Thema "Die Grenzen des Wachstums". Prof. Hirschl ging dabei in senem Vortrag "Grenzen grüner Energie" der Frage nach, ob denn die erneuerbaren Energien grenzenlos sind und kommt zu dem Schluss, dass die Energiewende von heute mit neuen Knappheiten umgehen muss - und diese schleunigst von der Politik adressiert werden sollten.

Interview im Inforadio zur Digitalisierung der Energiewende

22.8.2018 // Warum müssen unsere Stromnetze digitalisiert werden? Welche Geschäftsmodelle verbinden sich damit? Wie angreifbar wird das System dadurch und wie können wir die Daten schützen? „Die größte Gefahr sind großflächige, langanhaltende Blackouts“, warnte Prof. Dr. Bernd Hirschl am 22.8. in einem Interview mit rbb Inforadio. Der Radiobeitrag behandelt das Thema Digitalisierung in der Energiewende.

Digitale Energiewende - Prof. Hirschl auf Presseveranstaltung

22.8.2018, Berlin // Anlässlich der Veröffentlichung ihrer Metaanalyse zur Rolle der Digitalisierung in der Energiewende lud die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) zu einem Pressefrühstück mit drei externen Referenten ein, darunter Prof. Bernd Hirschl. Prof. Hirschl referierte über die vielfältigen Potenziale der Digitalisierung der Energiewende, hob aber auch die ökologischen und sozialen Probleme wie Energieverbrauch durch Rebounds, Datenschutz sowie Verwundbarkeit und Resilienz hervor. Seine Aussagen stützen sich auf aktuelle Forschungsergebnisse wie z.B. dem jüngst veröffentlichten Bericht zum Projekt Strom-Resilienz oder den laufenden Arbeiten zur Geschäftsmodellentwicklung für Großspeicher (Projekt Esquire). Lars Waldmann vom BDI Arbeitskreis Internet der Energie bekräftigte dabei die These von Prof. Hirschl, dass zellulare Strukturen effizienter und resilienter seien, dass sich dies jedoch gegenwärtig noch nicht in den Rahmenbedingungen widerspiegele. Ebenso forderte Björn Spiegel von der ARGE Netz, einem der bedeutendsten Anbieter eines virtuellen Kraftwerks auf der Basis Erneuerbarer Energien, die Rahmenbedingungen für dezentrale Flexibilität zu schaffen. Die Veranstaltung wurde von verschiedenen Fachmedien und im Rundfunk aufgegriffen. Hier finden Sie den Vortrag von Prof. Hirschl.  

Dialog mit Ländervertretern der Reviere zu Strukturwandel-Perspektiven durch die Energiewende

21.8.2018, Berlin // Auf Einladung des BMWi diskutierte das Projekt "Erneuerbare Energien-Vorhaben in Tagebauregionen" die Ergebnisse mit Vertretern zuständiger Ressorts aus allen betroffenen Bundesländern mit Braunkohletagebaurevieren. Dabei präsentierte Prof. Hirschl als Repräsentant des Projekts neben der Projektleitung (IFOK) die Ergebnisse und politischen Empfehlungen des Gesamtvorhabens. Die Rückmeldungen aus der Diskussion fließen in die Überarbeitung des Gutachtens, das in der Folge der Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung zugeleitet wird.

Konferenz zur Finanzierung der Energiewende - Prof. Hirschl nimmt an Podiumsdiskussion teil

Das Deutsch-französische Büro für die Energiewende (DFBEW) veranstaltete gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt am 12. Juni 2018 eine Konferenz in den Räumlichkeiten des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland in Berlin zum Thema: Die Finanzierung der Energiewende in Deutschland und Frankreich. Deutschland wie Frankreich haben sich verpflichtet, die Energieversorgung in den Bereichen Strom, Wärme und Mobilität auf regenerative Energiequellen umzustellen. Die Energiewende beider Länder zielt unter anderem auf eine Reduzierung des nationalen CO2-Ausstoßes ab und hat den vermehrten Einsatz von erneuerbaren Energien zur Folge. Im Zuge rasant sinkender Kosten für den Ausbau der Erneuerbaren stellt sich die Frage nach der Finanzierung der Energiewende neu und ermöglicht neue Konzepte und Antworten. Auf der DFBEW-Konferenz debattierten die Teilnehmer/innen unterschiedliche Ansätze für die Finanzierung der Energiewende in Deutschland und Frankreich.

Digitalisierung kritischer Infrastrukturen für die Energieversorgung - Prof. Hirschl nimmt an ESYS-Fachgespräch teil

Zwei Entwicklungen werden die künftige Energieversorgung wesentlich verändern: Der massive Ausbau der erneuerbaren Energien und der stärkere Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien. Welche Chancen und Risiken entstehen durch die Digitalisierung kritischer Energieinfrastrukturen für Unternehmen, Staat und Privatleute? Welche Strategien und Maßnahmen sind geeignet, um resiliente digitale Energieinfrastrukturen zu schaffen?

Diese Fragen diskutierten ESYS-Fachleute in einem Fachgespräch am 30. Mai 2018 in Berlin mit Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.

Trialog "De-/zentralisiert!"

28. Mai 2018 / Die AG "de-/zentrale Energiesysteme" des Akademienprojekt ESYS hat gemeinsam mit der Humboldt-Viadrina governance platform unter Leitung von Gesine Schwan einen Trialog zum Thema durchgeführt, an dem Prof. Hirschl als Mitglied der AG teilnahm.  

Strategieworkshop zur Wärmewende

25. Mai 2018 - Das IÖW hat gemeinsam mit der Heinrich-Böll-Stiftung, dem Difu und der Agentur für Erneuerbare Energien eine Stakeholder-Veranstaltung zur Berliner Wärmewende durchgeführt, auf der Prof. Hirschl einen Workshop geleitet hat. Im Schwerpunkt ging es um das Thema Wärmeplanung.

Prof. Hirschl auf den Berliner Energietagen

Am Dienstag den 8.5.2018 war Prof. Hirschl auf zwei Veranstaltungen der Berliner Energietage aktiv.

Am Vormittag hat er als Sprecher des Berliner Klimaschutzrates eine Veranstaltung dieses Gremiums gemeinsam mit Staatssekretär Stefan Tidow von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz mit einem Vortrag eröffnet. Link zur Veranstaltung

Am Nachmittag diskutierte Prof. Hirschl auf der Veranstaltung "Wärmemarkt 2030" mit dem Geschäftsführer der GASAG Solution Plus, Frank Mattat, über die Potenziale und Restriktionen von Energie-Prosumern. Link zur Veranstaltung

Hier zur Meldung des IÖW zu den beiden Veranstaltungen.

ESYS-Konferenz in Berlin

Am 24. April 2018 fand die jährliche Konferenz der ESYS-Mitglieder im Berliner Harnack‐Haus der Max‐Planck‐Gesellschaft statt. Es wurden die Arbeitsstände der laufenden Arbeitsgruppen sowie Fragen nach energiepolitischen Fragestellungen für die Zukunft (ESYS III) erörtert. Prof. Hirschl ist an zwei der laufenden AG beteiilgt (De/zentrale Energiesysteme sowie Bioenergie). Als einer der zentralen Redner sprach Karl Eugen Huthmacher, Leiter der Abteilung „Zukunftsvorsorge – Forschung für Grundlagen und Nachhaltigkeit“ im Bundesministerium für Bildung und Forschung über Anforderungen an wissenschaftsbasierte Politikberatung.

Podiumsdiskussion: „Fernwärme ohne Kohle – wie sozial gerecht gestalten?“

23. März 2018 / Die Hamburger Volksinitiative "Tschüss Kohle" lud zu einer Podiumsdiskussion in die Christianskirche nach Hamburg-Altona ein. Gefordert wird ein Kohleausstieg in der Hamburger Fernwärme bis 2025 - bei gleichzeitiger Beachtung der sozialen Gerechtigkeit der Wärmewende. Hierzu diskutierte Prof. Hirschl mit Dr. Monika Schaal (MdHB, SPD Hamburg, Fachsprecherin für Umwelt und Energie), Klaus Wicher (Landesvorsitzender Sozialverband Deutschland – Landesverband Hamburg), Lukas Baer (Mieterverein zu Hamburg) und Wiebke Hansen (Vertrauensperson Volksinitiative Tschüss Kohle). Link zur Aufzeichnung der Veranstaltung.

Arbeitsgruppensitzungen im Akademienprojekt ESYS

14. und 15.3.2018 / Am 14.3 fand in Frankfurt am Main die 3. Sitzung der AG De/zentrales Energiesystem statt, in der die beteiligten Teilnehmer/innen des Akademienprojekts Energiesysteme der Zukunft über fundamentale Fragen der Systemarchitektur des Energiesystems debattieren. Am 15.3. fand in Berlin die 4. Sitzung der ESYS-AG Bioenergie statt. Bernd Hirschl ist Mitglied in beiden AGs, die am Ende ihrer Arbeit Stellungnahmen für Entscheider in Politik und Wirtschaft veröffentlichen. 

Impuls auf Workshop zu klimaresilienten Infrastrukturen

13.3.2018 / Auf dem Abschlussworkshop des Vorhabens "KLARIS – Notwendigkeiten und Möglichkeiten zur klimaresilienten und zukunftsfähigen Ausgestaltung von nationalen und grenzübergreifenden Infrastrukturen" kommentierte Prof. Hirschl die Ergebnisse des Vorhabens, das vom Difu gemeinsam mit dem IÖW und anderen Partnern im Auftrag des BMUB und UBA durchgeführt wurde. 

Weichenstellungen für ein (de)zentrales postfossiles Energiesystem - Artikel online verfügbar

1.3.2018 / Nach dem Pariser UN-Klimaschutzabkommen und nach der weitreichenden Reform des EEG des Jahres 2014 hat Prof. Hirschl in der Zeitschrift Ökologisches Wirtschaften einen Beitrag veröffentlicht (Nr. 1/2016, S.. 8-9), in dem er die neuen Herausforderungen beschreibt, die sich durch diese veränderten politischen Rahmenbedingungen ergeben. Dabei fokussiert er auf die Schlüsselfrage der (De-)Zentralität des Energiesystems, die durch die Entwicklungen an brisanz gewonnen hat. Der Beitrag ist seit Anfang März 2018 auf den Internetseiten der Zeitschrift online verfügbar.

Prof. Hirschl im Begleitkreis "Machbarkeitsstudie Kohleausstieg Berlin 2030"

Feb. 2018 / Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz des Landes Berlin lässt zusammen mit dem Kraftwerksbetreiber Vattenfall Wärme Berlin seit Ende 2017 eine Machbarkeitsstudie zur Frage der alternativen Versorgungsoptionen für den beschlossenen Steinkohleausstieg bis 2030 erstellen. Dabei geht es konkret um die mit Steinkohle betriebenen Heizkraftwerke in Berlin, die bis spätestens 2030 abgeschaltet und durch weitgehend CO2-freie Versorgung mit Fernwärme oder Nahwärme und dezentrale Versorgungsoptionen ersetzt werden sollen. Ein transdisziplinärer Kreis aus Stakeholdern von Politik, Verbrauchergruppen, Wissenschaft und Verwaltung begleitet den Studienfortschritt regelmäßig. Prof. Hirschl gehört in seiner Eigenschaft als Hauptautor der Machbarkeitsstudie klimaneutrales Berlin, Projektleiter des Gutachtens für das Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm und aktueller Sprecher des Berliner Klimaschutzrates dem Beirat an.

Bernd Hirschl: „Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm ist nun Realpolitik“

29. Januar 2018 /Klimaneutral bis 2050. Dieses Ziel, das sich das Land Berlin selbst gesetzt hat, kommt nun in die breite Umsetzung. Das Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm (BEK) wurde vom Abgeordnetenhaus am 25. Januar 2018 beschlossen. Zur Meldung des IÖW 

Buchbeiträge zur urbanen Energiewende und Wärmewende in Klimaschutz-Sammelband erschienen

Welchen Beitrag zum Klimaschutz können Städte und Gemeinden leisten? Welche kommunalen Institutionen, Akteure und Verfahren spielen eine Rolle? Welche Handlungsfelder und Ansätze tun sich auf? Mit diesen Fragen befasst sich der Sammelband des Ecological Research Network (Ecornet), der im Januar 2018 beim Ökom-Verlag erschienen ist.Bernd Hirschl hat hier einen Beitrag zur urbanen Energiewende in Großstädten beigesteuert sowie als Co-Autor Herausforderungen und Lösungsansätze einer Wärmewende in Städten beschrieben. Zur Buchbeschreibung.

Vorwort von Prof. Hirschl für das Buch "Energiewirtschaft im Nordwesten"

12/2017 - Prof. Hirschl wurde im Nachgang zu seiner Keynote auf dem "Forum Zuknftsfragen Energie" in Osnabrück zu einem Vorwort für die Branchenpublikation "Energiewirtschaft im Nordwesten" eingeladen. Als gebürtiger Wilhelmshavener ist Prof. Hirschl der Anfrage gern nachgekommen und hat einen Beitrag mit dem Thema "Energiewende im Nordwesten - viel Wind und noch mehr Potenziale" verfasst, der in dem Buch jetzt gegen Ende des Jahres auf deutsch und englisch erschienen ist. Online verfügbar hier, S. 6-9.

Prof. Hirschl als Sachverständiger im Umweltausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses

Prof. Hirschl war am 23.11.17 als Sachverständiger zum Thema Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm (BEK) in den Umweltausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses geladen. Prof. Hirschl hat das Projektkonsortium geleitet, das über mehrere Jahre in einem partizipativen Prozess den Entwurf für das BEK entwickelt und Ende 2015 dem Regierenden Bürgermeister übergeben hat. Das BEK soll nun mit leichten Überarbeitungen durch die neuen Regierungsfraktionen Anfang 2018 im Berliner Abgeordnetenhaus beschlossen werden.

Links zur Präsentation von Prof. Hirschl, zu allen Dokumenten der Sitzung, zum Wortprotokoll der Anhörung sowie einem Beitrag auf den Seiten des IÖW.

Einführungsvortrag auf dena-Konferenz 21.11.17

Prof. Hirschl hielt am Dienstag, 21.11.2017 auf dem Energiekongress der dena im Rahmen des Workshops "Kommunen als Treiber der Energiewende" den Einführungsvortrag zum Thema urbane Energiewende. 

Projektabschlussveranstaltung zur Resilienz des Strom-IKT-Systems

Am 10.11.2017 fand in Berlin die Abschlussveranstaltung  mit dem Titel "Wie wird die digitale Stromversorung resilienter?" des IÖW-Projekts "Verwundbarkeit und Resilienz des digitalen Stromsystems" unter der Leitung von Prof. Bernd Hirschl statt. Zur Pressemitteilung

Einführungsvortrag auf Strategieworkshop zur urbanen Wärmewende

Auf einer gemeinsam von der Berliner Heinrich-Böll-Stiftung, dem Projekt Urbane Wärmewende unter Leitung des IÖW und der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) am 10.10.2017 durchgeführten Veranstaltung hielt Prof. Hirschl den inhaltlichen Eröffnungsvortrag vor den rund 100 Teilnehmenden. Er griff dabei den von Staatssekretär Stefan Tidow (SenUVK) dargestellten politschen Fahrplan auf und untersetzte diesen mit den erforderlichen Handlungsfeldern und einigen Impulsen für die politische Umsetzung, die aus seiner Sicht nun dringend angegangen werden muss. An dem Workshop nahmen eine Vielzahl von Unternehmen aus Energie- und Wohnungswirtschaft, Mitglieder aus dem Berliner Abgeordnetenhaus, den betroffenen Senatsverwaltungen und Bezirken sowie zivilgesellschaftliche Akteure teil.

Fachvortrag auf ITAFORUM 2017

Am 6. Oktober hat Prof. Hirschl auf dem ITAFORUM 2017 vorläufige Ergebnisse aus einem noch laufenden IÖW-Vorhaben zum Thema Verwundbarkeit und Resilienz des IKT-Strom-Systems vorgestellt. Das ITAFORUM ist die Abschlussveranstaltung der laufenden Förderrunde der Innovations- und Technikanalyse des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Der Vortrag ist in Kürze auf den Seiten des ITAFORUMs sowie auf der Projekthomepage des Vorhabens "Strom-Resilienz" verfügbar.

Keynote auf Verantaltung der Berliner Stadtwerke

Am 4. Oktober hat Prof. Hirschl eine Keynote auf einer Veranstaltung der Berilner Stadtwerke gegeben, auf der diese Ihre verstärkten Marktaktivitäten und Investitionen bekannt gegeben hat. Nach der Eröffnung durch den Vorstandschef der Berliner Wasserbetriebe Jörg Simon, den Grußworten der Senatorin und Bürgermeisterin Ramona Pop und der Vorstellung der neuen Produkte und Aktivitäten der Stadtwerke durch Andreas Irmer verdeutlichte Prof. Hirschl die großen Herausforderungen, die Aufgabenvielfalt für das Stadtwerk und die Aufgaben der Politik auf Bundes- und Landesebene, um diese Realität werden zu lassen.

Bernd Hirschl in Berliner Klimaschutzrat berufen und zum Sprecher gewählt

Prof. Dr. Bernd Hirschl wurde am 21. September auf der konstituierenden Sitzung zusammen mit Dr. Christine Kühnel (BUND) zum Sprecher des neu berufenen Berliner Klimaschutzrates gewählt. Der Klimaschutzrat wird als unabhängiges Expertengremium den Berliner Senat und das Abgeordnetenhaus auf dem Gebiet der Klimaschutz- und Energiepolitik umfassend beraten. Er soll auf die Einhaltung der Klimaschutzziele und die Umsetzung und Fortschreibung des Berliner Energie- und Klimaschutzprogramms (BEK) achten.

Die Klimaschutzsenatorin Regine Günther hat am 21.09.2017 den neu berufenen Klimaschutzrat anlässlich der konstituierenden Sitzung vorgestellt. Die neun Mitglieder sind Expertinnen und Experten aus der Wissenschaft und Wirtschaft sowie von Verbänden. Ziel ist es, zu bestimmten politischen Initiativen und den Lösungsvorschlägen der Verwaltung bereits frühzeitig ein Meinungsbild zu erhalten. Der Klimaschutzrat soll auch als Vermittler zwischen Stadtgesellschaft und Verwaltung fungieren, um das Thema Klimaschutz stärker in der Öffentlichkeit zu verankern. Dadurch wird eine wissenschaftliche Absicherung der Berliner Klimaschutzpolitik gewährleistet und gleichzeitig Akzeptanz geschaffen.

Der Klimaschutzrat ermunterte gleich zu Beginn seiner Amtsperiode in der Auftaktsitzung den Senat, die Energiewende in allen betroffenen Senatsverwaltungen zu verankern und ganzheitlich anzugehen. Das bedeute, dass neben der Strom- auch die Wärme- und Verkehrswende aktiv eingeleitet werden müssen. Außerdem seien die CO2-Reduktionen in Berlin und auf Bundesebene aktuell noch zu gering. Die bundesweiten Reduktionsziele für 2020 und 2030 könnten nur noch erreicht werden, wenn auch urbane Räume und zudem jeder Sektor signifikante Beiträge leisten. Hierfür sei eine rasche Umsetzung des BEK und des Berliner Energiewendegesetzes erforderlich.

Weitere Informationen

Prof. Hirschl erneut beim Politikberatungsprojekt "Energiesysteme der Zukunft" der Wissenschaftsakademien aktiv

Das Politikberatungsprojekt "Energiesysteme der Zukunft" (ESYS) ist eine Initiative der drei Wissenschaftsakademien acatech, Leopoldina und Akademienunion für eine nachhaltige, sichere und bezahlbare Energieversorgung, die seit 2013 durchgeführt und seit letztem Jahr in die 2. Phase getreten ist.

ESYS will Antworten finden auf Fragen der technischen Machbarkeit der Energiewende bis 2050, aber auch: Wie kommen wir dahin? Was bleibt zu erforschen? Und wie bezahlen wir den Übergang zu einer nachhaltigeren Energieversorgung? ESYS bündelt das in unterschiedlichen Disziplinen vorhandene Wissen, ordnet es ein und bereitet es für die politisch-gesellschaftliche Debatte auf. Mehr als 100 Energiefachleute aus Wissenschaft und unternehmenseigener Forschung arbeiten ehrenamtlich im Projekt mit. In interdisziplinären Arbeitsgruppen kommen Expertinnen und Experten aus Technik- und Naturwissenschaften, Wirtschafts-, Rechts- und Sozialwissenschaften zusammen.

Prof. Hirschl ist auch in der zweiten Phase als aktives Mitglied in ESYS eingebunden und arbeitet in den beiden Arbeitsgruppen Bioenergie sowie de/zentrale Energiesysteme mit.

in einem akutellen Beitrag auf ESYS diskutiert er Aspekte und Wirkungen des aktuellen Mieterstromgesetzes.

Strukturwandel durch die Energiewende – Fachgebiet unterstützt Beratungsvorhaben für das Bundeswirtschaftsministerium

Der Klimaschutzplan 2050 hält fest, dass die Klimaschutzziele nur erreicht werden können, wenn die Kohleverstromung schrittweise verringert wird. Für die Gestaltung dieser Entwicklung müssen wirtschaftliche Perspektiven und Arbeitsplätze in den betroffenen Regionen berücksichtigt und Zukunftsperspektiven aufgezeigt werden.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), bei dem die Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Regionalentwicklung“ angesiedelt sein wird, hat in Absprache mit den betroffenen Ländern ein Gutachten in Auftrag gegeben, das sich mit den Potenzialen der Tagebauregionen für Erneuerbare Energien auseinandersetzen soll. Dabei wird auch ermittelt, in welcher Weise Erneuerbare-Energien-Vorhaben durch Beschäftigungs- und Wertschöpfungseffekte zum Strukturwandel beitragen können und welche Empfehlungen und Maßnahmen sich daraus ableiten lassen.

Untersucht werden die Tagebauregionen Rheinisches Revier, Helmstedter Revier, Mittel-deutsches Revier und Lausitzer Revier, d.h. die Tagebauflächen sowie die angrenzenden Kreise. Für alle vier werden flächenspezifische Potenziale erhoben. Zunächst werden im Rahmen einer Grobanalyse mögliche Flächen auf Regionalplanebene abgeschätzt. Die Flächenverfügbarkeit sowie bisherige Strom- und Wärmeerzeugungskapazitäten werden erhoben.

Für das Lausitzer Revier wird eine vertiefte Fallanalyse erstellt. Hier werden verfügbare Flächen im Detail untersucht und mögliche Nutzungskonflikte aufgezeigt. Zudem werden spezifische Potenziale für erneuerbare Großkraftwerke, für PtX-Nutzungen und andere Speichertechnologien sowie deren jeweilige regionalökonomische Effekte untersucht.

Die Ergebnisse der Fallanalyse werden im Anschluss auf die Potenzialabschätzungen der anderen Tagebauregionen übertragen und Optionen für die rechtliche Umsetzung zur Erschließung der Potentiale mit einem möglichst großen positiven Einfluss auf den Struktur-wandel aufgezeigt.

Das Fachgebiet ist in das Vorhaben im Rahmen eines Unterauftrags des IÖW eingebunden. Weitere Projektpartner sind IFOK, Deutsche WindGuard, Solarpraxis Neue Energiewelt AG, Becker Büttner Held und Prognos.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Podiumsdiskussion zur Brandenburger Energiestrategie und Strukturwandel in der Lausitz

Am 4. September 2017 diskutierte Prof. Hirschl zusammen mit Vertretern der Braunkohleindustrie, der Erneuerbaren Energien-Branche und dem Brandenburger Energieministerium auf dem "19. Brandenburger Energietag" an der BTU am Standort Cottbus. Der Brandenburger Energietag ist die alljährliche Veranstaltung des Ministeriums für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg. 

Interviews zu Kohleausstieg und Strukturwandel mit Prof. Hirschl

Prof. Hirschl hat in einem Telefoninterview mit dem Hessischen Rundfunk über die wesentlichen Ergebnisse der jüngsten IÖW-Studie (s.u.), über die Chancen der Energiewende im Strukturwandel von Braunkohleregionen und die sozialen Effekte gesprochen. Der gesamte Beitrag wurde im Radio bei HR info am 7. Juli 2017 ausgestraht.

Zum gleichen Thema gab es anlässlich der Studie auch Interviews in einigen Print- und Onlinemedien, siehe beispielhaft unter Klimaretter.info 

Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte durch Erneuerbare in der Lausitz

9. Mai 2017

Der Ausbau erneuerbarer Energien bietet ausreichendes Potenzial, um die Braunkohlearbeitsplätze in den Bundesländern Brandenburg, Sachsen und Nordrhein-Westfalen vollständig zu ersetzen. Dies zeigt die neue Studie „Mehrwert einer regionalen Energiewende im Lausitzer und im Rheinischen Revier“ des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) im Auftrag von Greenpeace Energy.

Wie das IÖW berechnet hat, geht es dabei um den Ersatz für 3.900 Braunkohlearbeitsplätze im Lausitzer Revier (Brandenburg und Sachsen) und 4.500 Jobs im Rheinischen Revier, die es dort im Jahr 2030 bei einer Fortsetzung der Braunkohleverstromung noch geben würde. Bezieht man die aktuellen Pläne der LEAG in der Lausitz mit ein, können diese Beschäftigungszahlen sogar noch niedriger ausfallen. Diese Arbeitsplätze können in den Bundesländern Brandenburg, Sachsen und Nordrhein-Westfalen alleine durch den Ausbau der Wind- und der Solarenergie vollständig ersetzt werden, ermittelten die Berliner Forscher um Prof. Bernd Hirschl, die notwendigen Potenziale dafür sind vorhanden.

Zudem hat das Institut in seiner Studie untersucht, wie hoch die Wertschöpfungs- und Arbeitsplatzeffekte durch den Ausbau von Wind- und Solarenergie direkt in den Tagebaurevieren ausfallen. „Es macht einen großen Unterschied, wie man diesen Ausbau angeht“, sagt Prof. Hirschl vom IÖW. „Wenn er durch regional verwurzelte Akteure und im Bürgerenergie-Rahmen vorangetrieben wird, entstehen durch den Ausbau von Windenergie und Photovoltaik deutlich mehr Arbeitsplätze und Teilhabe vor Ort“, fasst Hirschl ein zentrales Studienergebnis zusammen. Auch die regionale Wertschöpfung liegt dann deutlich höher, zum Beispiel durch dort anfallende Steuereinnahmen und durch die Stärkung der lokalen Wirtschaft aufgrund dort gezahlter Gehälter.

Hintergrund und Motivation für die Studie ist ein neuer Stromtarif, den Greenpeace Energy ab Mai 2017 bundesweit anbietet: Mit Solarstrom plus finanzieren die Kunden durch einen im Strompreis enthaltenen Förderbetrag den Bau neuer Photovoltaikanlagen direkt in den Braunkohlerevieren. „Unser Tarif ist ein völlig neues Stromangebot. Denn es erzielt eine spürbare Wirkung für den Ausbau der Erneuerbaren genau dort, wo die Braunkohlejobs verloren gehen“, sagt Nils Müller von Greenpeace Energy. „So wollen wir dazu beitragen, dass die Menschen in diesen Regionen eine Perspektive für die Zeit nach der Braunkohle haben. Sonst wird der Strukturwandel nicht gelingen.“

Diese PV-Anlagen werden von lokalen Akteuren zu möglichst hohen Anteilen installiert, betrieben und finanziert. Eine der ersten im Tarif vertraglich gebundenen Anlagen ist die des PV-Stromlieferanten Günter Jurischka, dessen Dorf Proschim vom Abbaggern durch den geplanten Tagebau Welzow-Süd II bedroht ist. „Für uns ist es wichtig, dass uns durch den neuen Stromtarif nun Menschen in ganz Deutschland einfach und direkt unterstützen können“, sagt Jurischka. „Das ist echtes Bürgerengagement, das hier positive Zeichen setzt.“ Allerdings, fügt er hinzu, müsse auch die Politik endlich Pläne für einen Braunkohle-Ausstieg bis 2030 vorlegen. „Wir wollen wissen, wie es hier weitergeht.“

weitere Informationen und link zur Studie, Interviews und Berichte u.a. in der Sendung nano auf 3sat

Vorträge und Podiumsbeiträge von Prof. Hirschl auf den Berliner Energietagen

4. und 5. Mai 2017

Am 4. Mai 2017 führte das IÖW im Rahmen der Berliner Energietage, dem mit fast 9.000 Besuchern größten Kongreß mit über 50 Fachveranstaltungen, zusammen mit dem Berliner ImpulsE-Programm des Landes Berlin eine Veranstaltung zum Thema urbane Wärmewende durch. Eingebettet war die Veranstaltung in den Kontext des BMBF-Forschungsprojekts „Urbane Wärmwende“, in dem das IÖW und das Land Berlin mit den Verbundpartner TU Berlin und Universität Bremen explizit Lösungsansätze in Berlin in dem inter- und transdisziplinären Vorhaben untersucht. Auf der Verstaltung wurde eine Vielzahl innovativer Bausteine für eine umwelt- und klimaschonende Wärmeversorgung in urbanen Räumen vorgestellt und diskutiert. Einführung gab Projektleiter Prof. Bernd Hirschl einen Überblick zu Herausforderungen und Lösungsoptionen für eine urbane Wärmewende.

Am 5. Mai 2017 diskutierte Prof. Hirschl auf den Berliner Energietagen unter anderem mit dem Berliner Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen und der energiepolitischen Sprecherin der Bundestagsfraktion BÜNDNIS 90/die Grünen Julia Verlinden darüber, wie die Energiewende als Baustein für eine nachhaltige Entwicklung dienen kann. Einführend gab Prof. Hirschl einen Überblick darüber, welche sozial-ökologischen Aspekte und Dimensionen bei der Energie- und insbesondere der Wärmewende zu beachten sind. Die anschließende Podiumsdiskussion griff das Thema auf und suchte Antworten darauf, wie insbesondere die soziale Dimension, aber auch andere Rahmenbedingungen in Bund und in Berlin für den Erfolg der Energiewende gestaltet werden müssten.

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Prof. Hirschl diskutiert EEG-Reformvorschlag mit Parlamentariern

25. April 2017

Auf einem parlamentarischen Abend, organisiert vom bne (Bundesverband Neuer Energieanbieter), diskutierte Prof. Hirschl neue Finanzierungsmechanismen für die Energiewende mit Abgenordneten aller Bundestagsfraktionen sowie mit Prof. Klaus Töpfer. Hintergrund war eine Studie, die das IÖW im Auftrag des bne erstellt hat, die eine EEG-Reform skizziert, mit der die EEG-Umlage anteilig weg vom Strom auch in die anderen Energiesektoren Wärme und Verkehr gewälzt wird.

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Ab März 2017: Prof. Hirschl entfristet

Die Zeit der Stiftungsprofessur, die für 5 Jahre – bis zum Februar 2017 – finanziert wurde, ging erfolgreich zu Ende. Prof. Hirschl wurde vom Land Brandenburg und der BTU C-S entfristet, so dass das damals neu gegründete Fachgebiet „Management regionaler Energieversorgungsstrukturen“ mit seinen spezifischen Vorlesungen im Bachelor und Master der Wirtschaftsingenieure am Standort Senftenberg sowie mit den erworbenen Forschungskompetenzen fortbestehen wird. Prof. Hirschl wird weiterhin in enger Kooperation mit dem Institut für ökologische Wirtschaftsforschung in Berlin, an dem er weiterhin ebenfalls tätig bleiben wird, forschen und dadurch die Lehre anreichern können.

Wir bedanken uns ausdrücklich bei den Stiftern der Lausitz Energie Bergbau AG (ehemals Vattenfall Europe Mining AG), der Lausitz Energie Kraftwerk AG (ehemals Vattenfall Europe Generation AG), der EMIS Electrics GmbH, der Vestas Blades Deutschland GmbH, der Sparkasse Niederlausitz, der Stadt Cottbus, der Stadt Senftenberg, der Stadtwerke Spremberg und der Energieregion Lausitz für die Ermöglichung, das Fachgebiet in den zurückliegenden 5 Jahren aufzubauen und zu etablieren, bei der BTU C-S und dem Land Brandenburg für das entgegengebrachte Vertrauen – und bei den Studierenden, Kolleginnen und Kollegen für die angenehme Zusammenarbeit. Auf eine gemeinsame Zukunft und das Gelingen der Energiewende in der Region! 

Projektabschlussbericht veröffentlicht: Quantifizierung von Rebound-Effekten bei der energetischen Sanierung von Nichtwohngebäuden / Bundesliegenschaften

Ziel des Projektes war die Quantifizierung von Rebound-Effekten bei der energetischen Sanierung von Nichtwohngebäuden/ Bundesliegenschaften.  Die im Rahmen der Sondierungsstudie entwickelte Methodik wurde an acht Fallstudienobjekten, die vor einer energetischen Sanierung stehen, angewendet. Dazu wurden die Energiekennwerte für die untersuchten Gebäude ermittelt,  das Lüftungsverhalten und die Raumlufttemperatur ermittelt. Durch persönliche, qualitative halbstrukturierte Interviews mit ausgewählten Nutzer/innen und einer quantitativen Panelerhebung wurde das Nutzerverhalten erfasst. Dokument

Vortrag zur energetischen Biomassenutzung

Am 9.3.2017 hat Prof. Hirschl vor Pressevertretern einen Vortrag zum Stand und Perspektiven der energetischen Biomassenutzung, mit einem Fokus auf die Situation in Berlin gehalten. Der Vortrag fand im Rahmen  eines Pressefrühstücks der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) statt beim Heizkraftwerk Märkisches Viertel in Berlin statt.

Vortrag zur Wärmewende vor Stadtwerken

Am 7.3.2017 eröffnete Prof. Hirschl mit einem fachlichen Input einen zweitägigen Stadtwerke-Workshop zum Thema Wärmewende, der vom VKU (Verband kommunaler Unternehmen) in Berlin veranstaltet wurde. Der Vortrag speiste sich aus laufenden Vorhaben zur Wärmewende und zur urbanen Energiewende, insbesondere im Land Berlin.

Prof. Hirschl im Berliner Abgeordnetenhaus

Am 13. Februar 2017 hat Prof. Hirschl als Experte für die Berliner Energie- und Klimaschutzpolitik im Ausschuss für Wirtschaft, Energie, Betriebe des Berliner Abgeordnetenhaus zur Rolle des Stadtwerks vorgetragen, dessen Aufgaben und Finanzierung nach dem Willen der Regierungskoalition erweitert werden sollen. Die Präsentation von Prof. Hirschl ist hier einzusehen das Wortprotokoll der Sitzung hier.