

Seminar und Vortragsreihe "Architektur als Beruf - Intersektionale Perspektiven"
Im Sommersemester 2025 führte das Fachgebiet Entwerfen und ökonomisches Bauen der Fakultät 6 unter der Leitung von Polly Bruchlos und Tamara Granda Ojeda das inspirierende Projekt “Architektur als Beruf - Intersektionale Perspektiven” durch. Ziel war es, die Diskrepanz zwischen der hohen Anzahl weiblicher Architekturstudierender und ihrer deutlich geringeren Repräsentation in der Berufspraxis sichtbar zu machen und zu überwinden.
Dank der Unterstützung durch die Projektförderung Chancengleichheit ("GENial") des Gleichstellungsbüros der BTU Cottbus-Senftenberg konnte dieses Vorhaben erfolgreich umgesetzt werden. Das Projekt wurde als eines der kleineren, innovativen Projekte ausgewählt, die darauf abzielen, genderbasierte und klassistische Benachteiligungen im Studium, in der Lehre und Forschung abzubauen. Das Seminar und die dazugehörige Vortragsreihe hinterfragten traditionelle Rollenbilder und boten eine Plattform für Architektinnen und innovative Kollektive, um ihre Erfahrungen zu teilen. Besonders hervorzuheben sind die Beiträge von jungen Büros und intersektionalen Kollektiven wie intostories aus Berlin, urban fragment observatory und forty five degrees, die neue Perspektiven auf die Praxis und den Alltag in der Architektur offenbarten.
Die Veranstaltungen fanden als "Lunch-lectures" statt und boten dadurch eine barrierearme Möglichkeit für Studierende, sich während der Mittagszeit mit alternativen Berufsrealitäten in der Architekturbranche auseinanderzusetzen. Teilnehmer*innen des Seminars führten durch die Vorträge, stellten gezielte Fragen und archivierten das gewonnene Wissen durch Interviews, Essays und Reflexionen in der Publikation “Lunch Lectures - Reflexionen über Intersektionalität in Architekturpraxis und -lehre”.
Durch die Seminarreihe konnte das vorherrschende Bild des männlichen Stararchitekten aufgebrochen und um vielfältige und inklusive Berufsrealitäten ergänzt werden. Die gesammelten Informationen wurden als Publikation veröffentlicht, um langfristig das Bewusstsein zu schärfen und die Attraktivität der BTU Cottbus-Senftenberg als progressive Bildungsinstitution zu stärken. Das Projekt „Architektur als Beruf - Intersektionale Perspektiven“ war ein bedeutender Schritt in Richtung einer integrativen und ganzheitlichen Betrachtung der Architektur als Beruf und bot wertvolle Einblicke sowie Diskussionsmöglichkeiten für alle Beteiligten.
Dank der Förderung durch das Gleichstellungsbüro konnte die Sichtbarkeit von weiblichen Rollenvorbildern gesteigert und eine nachhaltige Veränderung angestoßen werden.
